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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 4311
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Mein Vater liegt intubiert und es sieht schlecht aus, meine

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Vater liegt intubiert im Koma und es sieht schlecht aus, meine Töchter 8 und 10 Jahre alt möchten ihn sehen. Ich habe Angst dass sie einen Schock erleiden, und die Bilder nicht mehr los werden. Gleichzeitig möchte ich ihren Wunsch respektieren. Mein Mann und ich tendieren eher zu nein, sind uns aber nicht sicher…
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 40 weiblich
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unterDeutschland: 0800(###) ###-####sterreich: 0800 802136Schweiz: 0800 820064in Verbindung zu setzen.Vielen Dank ***** ***** Geduld.Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Morgen,

ja, das eine sehr schwierige Situation, wahrscheinlich für Sie alle.

Ihre beiden Töchter möchten ihn sehen (vermutlich bevor er stirbt).

Sie sind 8 und 10 Jahre alt. In diesem Alter sind Kinder psychisch ebenso belastbar wie Erwachsene.

Deshalb sollten Sie sich und vielleicht auch den Kindern die Frage stellen: Was ist schlimmer, 1. dass er stirbt und sie ihn dann lebend nicht mehr wiedersehen, oder 2. dass sie ihn noch einmal sehen, sich von ihm verabschieden können und ihn dann nicht mehr sehen.

So oder so ist es sicher für die Kinder ein schwerer Verlust. Sie hatten sicher eine enge Beziehung zu ihren Opa. Der Verlust ist der schwerste Schock beim Tod eines Menschen. Und man kann diesen Verlust viel besser verkraften, wenn man sich noch verabschieden konnte.

Dashalb meine Empfehlung:

  1. Sagen Sie Ihren Kindern vorab, dass es wahrscheinlich ist, dass der Opa stirbt. Wenn Ihre mit dem Wort sterben noch nichts anfangen können, erklären Sie ihnen, dass dann das Herz stehen bleibt und das Atmen aufhört und der Mensch dann nmicht mehr wahrnehmen, fühlen, denken, sprechen, also nichts mehr machen kann.
  2. Erklären Sie ihnen auch, wozu bei ihm die Intubations-Schläuche angelegt sind: Weil er es selbst nicht mehr kann, sorgt jetzt eine Maschine dafür, dass er atmen kann und sein Blut durch den Körper fließt. Er selbst kann das nicht mehr.
  3. Sagen Sie, dass sie sich alle von ihm verabschieden wollen. Die Kinder sollten auch zu dem Opa reden dürfen, so als wenn er es noch hören könnte. Und sie sollen ihm, wenn sie es möchten, die Hand geben und einen Kuss geben dürfen.

Das wird den Kinder insgesamt den Schock des Verlustes so lindern, dass sie davon keinen Schaden erleiden. Im Gegenteil, sie machen eine für ihr Alter wertvolle Erfahrung.

Wenn Sie noch Rückfragen haben, schreiben Sie sie mir bitte hier. Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
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