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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3431
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, Ich weiß irgendwie nicht mehr weiter und eigentlich

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, Ich weiß irgendwie nicht mehr weiter und eigentlich ist das Thema nicht wirklich ein nennenswertes Problem, es sei denn es wird dazu gemacht….
Unsere Tochter (17) hat einen Freund, mein Mann mag ihn sehr und sagt ihm regelmäßig wie froh er ist, dass er zu unserer Familie gehört.
Dann bekommt er einen Rappel und möchte nicht, dass der Freund täglich bei uns ist.
Da der junge Mann jedoch gerade in einem Scheidungshaushalt lebt und unsere Tochter das ewige Palber dort nicht erträgt sind sie immer bei uns.
Nun ist dieses Thema hier völlig eskaliert, mein Mann sagt er möchte seine Ruhe und nimmt dich das Recht heraus das einzufordern. Nach dem Motto es kann nicht immer nach dem Willen der Kinder gehen.
Mich stört der Freund nicht, bin eher der Meinubg mit einem guten Verhältnis bekommt man einen Sohn dazu.
Das Verhältnis zu dem jungen Mann kann so extrem vergiftet werden, wenn es das Gefühl bekommt nicht willkommen zu sein. All diese Argumente läßt mein Mann nicht gelten, er beharrt darauf seine Ruhe zu haben.
Ein Wort gab natürlich das andere…. nun sprechen mein Mann und dir Tochter nicht mehr miteinander.
Wieder sind verletzende Worte gefallen und ich bin nur dabei die Trümmer zusammenzukehren und die Familie zu kitten. Er verlangt respektvolles Verhalten, was für ihn natürlich nicht gilt.
Wir bewohnen ein Haus und es würde sich alles zerstreuen, jedoch due blosse Anwesenheit eines „Fremde“ stört ihn.
Liege ich damit verkehrt, dass ich das alles für übertrieben empfinde oder ist er völlig neurotisch? er ist bereits in Psychotherapeutischer Behandlung und erhält Medikamente gegen Depressionen und Angsstörungen. Ich hoffe der Therapeut erfasst wirklich was mit ihm ist und fällt nicht auf seine Fassade herein
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): mein Mann nimmt diese Medikamente ein nicht ich…
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Fragesteller(in): er ist 53 Jahre alt. er bereut immer im Nachhinein was er gesagt hat, aber der Schaden ist leider schon angerichtet und es dauert nicht lange bis er wieder due Impulskontrolle verliert und verbal verletzt
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Darf ich seinen Therapeuten eigentlich kontaktieren, damit dieser eventuell ein komplettes Bild erhält und nicht nur das meines Mannes?
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Für dir Nacht wurde ihm Trimiparin verschrieben
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Für den Tag Citalopram
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Er pocht förmlich auf seinem Recht auf Ruhe, wenn er mit unsere Tochter darüber spricht und sie ihm sagt, dass sie sein Verhalten einfach nicht versteht äfft er sie nach und wird respektlos.
Sie wird als meine Brut bezeichnet und ich als Glucke die sich schützend über diese beugt.
Er selbst fordert also Respekt ein und ist nicht bereit diesen Respekt anderen zu gewähren.
Ich weiß inzwischen nicht mehr wo mir der Kopf steht, er ist extrem intelligent und hat für jedes Argument Gegenargumente auch unsachliche…

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Abend,

eine Nachfrage habe ich noch: Ist Ihre genannte Tochter Ihr einziges gemeinsames Kind mit Ihrem Mann? Und gibt es noch weitere Kinder von Ihnen oder von ihm?

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Wir haben noch eine weitere Tochter von 21 Jahren.
Mein Mann hat einen sehr anstrengenden Beruf, er reiste bis 2020 monatlich nach China. Durch Corona hat sich das geändert….
Er ist als Berater selbstständig und hatte große Existenzängste, welche dich im Nachhinein nicht bewahrheitet haben. Er selbst sieht das Glas immer halb leer, er hatte einen Zusammenbruch im Dezember.
Trotz alledem dreht sich schon immer alles um ihn, seine Problrme waren immer größer als meine, wenn ich weinte und ein Problem mit ihm vorgebracht habe hieß es immer „ du brauchst mal wieder drin Drama“
Er ist in Therapie hatte erst 2 Sitzungen, jedoch habe ich Angst, das der Therapeut nicht ganz ins Bild gesetzt wird….
Er sieht auf der einen Seite unsere Familie nicht als das von ihm gewollte Lebensmodel, zu Freunden sagt er Familie geht ihm über alles. Für mich hat er kein gutes Wort, zu Freunden lobt er mich über den Klee wie sehr ich ihm helfe und unterstütze…
Mir ist das alles zu Wort, zu verletzend, zu respektlos.
Sein Problem liegt in der Kindheit, sehr alte Eltern, er der Mittelpunkt, wenn er nicht anwesend war standen sie Uhren still.
Mutter an Krebs erkrankt, er war der alleinige Ansprechpartner der Ärzte, weil sein Vater unfähig war etc. Er ist bis später nach China geflüchtet um den zu entkommen. Er hatte noch einen Bruder der nach der Geburt gestorben ist, mein Mann trägt den selben Namen.Die Geschichte ist unendlich….er möchte Familie, kann es aber nicht, zerstört mutwillig ( mit und ohne Recht) sie Beziehung zu unseren Töchtern. Er hat oft inhaltlich Recht, jedoch ist sie Worrwahl unterirdisch und prinzipiell als auch beabsichtigt verletzend…. Denn das ist sein Ziel er möchte treffen.
Seine Mutter war auch so und er schrieb mir vor einer Woche „ ich möchte nicht wie meine Mutter werden“ … tja er ist bereits so…. Und wie um Gottes Willen soll ich mich verhalten damit hier nicht alles auseinander bricht?
Denn wenn ich nicht für ihn bin, bin ich gegen ihn so einfach ist das für meinen Mann.
Er deutet das als Verrat, jedoch kann ich mich nicht blind auf seine Seite schlagen.

Vielen Dank,

ja, Ihr Mann ist in einer schweren Krise.

Der Fluchtort China ist nicht mehr gegeben. Das Berater-Geschäft ist nicht mehr so wie früher. Da kommen unausweichlich große Ängste auf. Und dann hat er wohl auch noch Angst, seine jüngere Tochter an deren Freund zu verlieren. Und Sie haben recht, der Bodensatz dafür ist seine Familiengeschichte. Es ist aber gut, dass er sich in Therapie begeben hat. Aber es wird dauern, bis es da positive Ergebnisse gibt, 2 Termine sind gerade mal ein kleiner Anfang.

Sie müssen sich nicht wegen dem Freund blind auf die Seite Ihres Mannes schlagen.

Und Sie können ihn nicht ändern. Kein(e) Partner(in) kann den anderen ändern. Und offenkundig haben Sie ihn gar nicht richtig gekannt. Oder Sie haben einen anderen Mann geträumt. Jetzt in der Krise kommt seine Persönlichkeit nach außen.

Sie können jetzt nur auf eine erfolgreiche Therapie bei ihm hoffen - aber wie gesagt das dauert. Und das kann man auch nicht beschleunigen. Und Sie können Ihre Tochter schützen. Sie und ihr Freund können sich vielleicht anders organisieren. Wenn sie es bei seiner Familie nicht aushält, kann sie nicht erwarten, dass er täglich bei Ihnen in der Familie sein darf. Die beiden sollten einen Weg finden, ihre Belastungen und die der Familien besser auszubalancieren. Das kann man in ihrem Alter erwarten.

Außerdem: Diskutieren Sie nicht so viel mit Ihrem Mann, das bringt nichts, sie merken es ja selbst. Im Zweifel machen Sie was Sie für richtig halten und lassen seine Kritik an sich vorbei ziehen.

Ich weiß, dass das schwer ist. Aber wie gesagt: Niemand kann seinen Partner ändern, schon gar nicht nach 20 Jahren.

Wenn Sie noch Rückfragen haben, schreiben Sie sie mir bitte hier. Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Ich hoffe auch, dass sie Therapie irgendwann einmal greifen wird.
Das gemeinsame Leben ist im Moment wirklich nicht schön, geprägt von ständiger Spannung. Er verfolgt und wartet nur darauf, dass eines der Kinder einen Fehler macht, etwas liegen lässt oder seinen Ansprüchen nicht genügt.
Er hat sich Zwänge, kaum hat er unseren Kater gestreichelt werden die Hände gewaschen…. Es ist alles sehr komplex und Sie haben recht, ich kann ihn nicht ändern, aber mich und genau das ist mein Problem ich weiß nicht wie. Ich versuche immer zu vermitteln und werde dabei zerrieben.
Heute habe ich ihn darum gebeten das Thema bitte auch bei Dr. Brosi zu besprechen, due Antwort war „hier geht es in erster Linie nur um mich“
Ich sehe das nicht so, ist einer erkrankt ist die ganze Familie betroffen. Ich hoffe Dr. Brosi lässt sich nicht blenden und stellt die richtigen Fragen. Natürlich kann eine Therapie auch nach hinten losgehen und das Ergebnis ist … es ist nicht seine Lebensform… man hat nur ein Leben…. Due restliche Lebenszeit gestalte ich nach meinem Gusto…. Das wäre bitter liegt aber im Bereich des Möglichen

Bei einer Psychotherapie geht es nicht nur nach den Wünschen des Patienten. Der Therapeut wird schon wissen, wie er an die Probleme Ihres Mannes herankommt. Das ist nun einmal sein Job.

Ihre Versuche, zuhause immer zu vermitteln, sind auch immer Öl auf Feuer der Konflikte.

Sie sollten aufhören, zwischen Ihrer Tochter und Ihrem Mann zu vermitteln. Ihre Tochter ist kein kleines Kind mehr, sie kann für sich selbst sorgen. Sie sollten sich da heraus halten.

Sie haben derzeit einen psychisch kranken Mann zuhause. Deshalb macht er ja die Therapie. Wie würden Sie sich verhalten, wenn jemand schwer körperlich krank und vorübergehend behindert bei Ihnen zuhause läge? Und wenn dieser ständig heftig über Schmerzen klagen würde? Das wäre ebenfalls eine schwere Belastung für alle Beteiligten. Aber dennoch würden dann andere Maßstäbe angelegt als vei einem Psychisch Kranken. Hier wird häufig eigennütziges, gemeines, verletzendes Verhalten beklagt - vielleicht ist aber auch dieses Verhalten die Folge von Schmerzen, von psychischen Schmerzen.

Sie sollten sich immer sagen: "Er ist krank, und er hat immerhin so viel Einsicht, dass er eine Therapie macht".

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Danke für Ihre ehrlichen Worte, dass muss ich erst einmal verdauen.
Er ist schon sehr lange so und jetzt endlich hat er es endlich eingesehen, dass er krank ist und Hilfe beanspruchen muss. Für mich dauert dieser Zustand nunmehr 30 Jahre an in denen ich immer versucht habe ihm zu „helfen“, Dinge zu entschärfen wenn er sich verrannt hat. Wenn Nun ist eventuell der Tiefpunkt erreicht, aber zum Glück sucht er sich nun professionelle Hilfe.Als ich ihn früher darum gebeten habe sich Hilfe zu holen, argumentierte er immer… wer andere zur Therapie schicken möchte sollte bei sich selbst nachsehen ob man alle Tassen im Schrank hat..
was ich auch tat, ich war bei einem Therapeuten, da ich sie Abgrenzung zu meinen Eltern lernen musste.
Ich muss nun lernen mit sei er Erkrankung umzugehen und eine neue Verhaltensweise zu trainieren um von der Rolle des ständigen Mediators loszukommen.
Das fällt mir sehr schwer, da ich sehr harmoniebedürftig bin und Streit, besonders künstlich hervorgerufener, für mich schwer zu ertragen ist.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Aber wie Sie sagten, jede Einmischung und wenn sie auch noch so gut gemeint ist verschlimmert die Situation.
Nur was soll ich machen wenn er sich vor meiner Tochter aufbäumt und sie anbrüllt, verbal verletzt etc…. ich sage es Ihnen ganz ehrlich, das ist kaum zu ertragen und ich fühle mich wie ein Lump

Ja, Sie sollten da noch an sich arbeiten. Vielleicht nehmen Sie noch ein paar Stunden Psychotherapie.

Wenn Sie noch Rückfragen haben, schreiben Sie sie mir bitte hier. Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Danke ***** ***** Schweissgut!