So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Johann Schweißgut.
Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3280
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich bin heut mit totaler Unruhe, Angst, Panik aufgewacht.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin heut mit totaler Unruhe, Angst, Panik aufgewacht. Heut wird mein Sohn 11 Jahre und ich funktioniere nicht. Bin erkältet, Magen rebelliert. Zeitgleich noch Periode. Ich will ihm doch nur einen schönen Geburtstag ermöglichen. Und was macht mein Körper - streikt
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Ich bin 39, weiblich. Medikamente nehme ich keine
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Morgen,

heute, am Geburtstag Ihres Sohnes, ist diese Unruhe und Angst über Sie gekommen. Und Sie möchten Ihren Sohn nicht enttäuschen.

Bitte erzählen Sie noch:

Kommen diese psychischen Zustände bei ihnen häufiger? Wenn ja, seit wann?

Was hat Sie heute so ihn Panik versetzt?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich hatte 2013 schon mal mit Angst zu tun, nachdem mein Vater mit gerade mal 61 Jahren an Darmkrebs gestorben ist. Seitdem habe ich auch immer mal wieder einen empfindlichen Magen bzw mache ich mir gern und oft nen Kopf, wenn mein Magen rebelliert. Zwischenzeitlich war alles weg und seit Corona grüble ich wieder sehr viel. Mach mir Sorgen um meine Kinder. Und steh unter Stress. Aber einen direkten Auslöser für die Unruhe gab es heute nicht.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Allerdings merke ich auch jetzt, dass diese Unruhe und Angst verstärkt auftritt, wenn ich meine Periode bekomme/habe oder einen Infekt habe.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Bei mir geht diese Unruhe dann meist mit Übelkeit oder Schwindel einher und das macht mir wiederum Angst, da ich seit einer Magen-Darm-Infekt vor 3 Jahren echt Angst vor Erbrechen habe.

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Ergänzungen.

Sie schreiben, dass es mit der Angst nach dem Ableben Ihres Vaters vor 8 Jahren begonnen hat. Damals waren Sie da 31 Jahre alt.

Dazu noch eine Frage:

Gab es auch in Ihrer Kindheit und Jugend Phasen, in denen Sie so unter Unruhe und Angst gelitten haben?

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Ja, damals war ich 31 Jahre alt, als mein Vater starb.Als Kind hatte ich in der 1. Klasse Schulangst. Danach war ich aber angstfrei.

Wie war vorher Ihre Beziehung zu Ihrem Vater und Ihrer Mutter?

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Ich habe vor den Tod meines Vaters meine Eltern 1-2 die Woche gesehen.
Als Kind hatte ich eher ein schwieriges Verhältnis mit meinem Papa. Nachdem ich allerdings mit 19 Jahren daheim ausgezogen bin, wurde es immer besser.
Nach dem Tod meines Vaters musste ich das meiste erledigen, da meine Mutter in dem Moment nicht in der Lage war, das Begräbnis usw zu organisieren. Damals war meine Tochter gerade mal 4 Monate alt.
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Von meiner Mutter komme ich mir oft sehr allein gelassen vor. So, als wäre ich nicht wichtig
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Als Kind bin ich auch die meiste Zeit bei meiner Oma/Opa gewesen. Wir lebten in einem Doppelhaus. Meine Eltern im einen Teil, meine Großeltern im anderen
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Mein Vater war von Montag bis Samstag arbeiten. Ging um 6 Uhr aus dem Haus und kam gegen 19 Uhr heim
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Ich wurde sehr streng erzogen und durfte nicht viel. Meine Freunde gingen weg auf Partys und ich musste daheim bleiben. Früher war ich deshalb echt sauer auf meine Eltern. Aber als erwachsene Person hab ich es dann auch verstanden. Glaub sie wollten mich so nur beschützen
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Meine Mama arbeitete 2-3 Tage pro Woche und in der Zeit wurde ich voll von meiner Oma erzogen.

Vielen Dank, ***** ***** zu verstehen.

Zunächst: Alle Ihre Beschwerden haben wahrscheinlich ihren Ursprung in Ihrer Angst. Ihre Unruhe, der rebellierende Maden, Übelkeit und Schwindel sind Audruck Ihrer Angst.

Sie hatten offenbar eine für ein Kind schwierige Rolle in Ihrer Familie. Die Oma war Ihnen scheinbar näher als Ihre Eltern. Die Beziehung zu Ihrem Vater veränderte sich positiv, als Sie mit 19 ausgezogen sind. Deshalb traf Sie der frühe Tod des Vaters besonders hart.

Da kam dann die Angst mit voller Kraft.

Ich weiß nicht, wie Sie das jetzt mit dem Geburtstag Ihres Sohnes geregelt haben, ich hoffe, er ist nicht zu sehr enttäuscht.

Sie sollten etwas unternehmen, um Ihre Angst langfristig unter Ihre Kontrolle zu bekommen. Ich möchte Ihnen dafür eine Psychotherapie vor Ort empfehlen, speziell eine Kognitive Verhaltestherapie. Hier

https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

finden Sie alle Kassenpsychotherapeuten auch in Ihrer Region.

Wenn Sie noch Rückfragen haben,schreiben Sie sie mir bitte hier. Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Danke für Ihre Antwort
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Eine Verhaltenstherapie hatte ich schon nach dem Tod meines Papas. Diese hat mir aber anscheinend nur bedingt geholfen. Sonst hätte ich ja seit Corona nicht wieder verstärkt Angst und Sorgen. Mache mir da sehr viele Sorgen und Gedanken um die Kinder. Wahrscheinlich auch deshalb, da bei uns der Wert aktuell bei über 400 liegt.

Ja, das ist ein wichtiger Aspekt. Da haben Sie realistische Angst um die Gesundheit Ihrer Kinder. Diese sollte man nicht weg therapieren.

Aber Sie haben eine hohe Angstbereitschaft. Auf dieser Grundlage kann eine "normale" Angst überschießen in eine Angststörung. Und wenn Sie dann die Kontrolle über sich verlieren wie gestern, dann ist das ein Alarmzeichen.

Deshalb empfehle ich Ihnen, noch einmal eine Verhaltenstherapie zu machen, um Ihre Resilienz gegen Angst zu stärken.

Vielleicht können Sie das auch in Selbsthilfe schaffen, das ist aber schwierig. Probieren Sie Folgendes:

  1. Sie sollten eine Entspannungstechnik erlernen. Körperliche Entspannung wirkt den Ängsten entgegen. Zum Selbstlernen eignet sich am besten die "Progressive Muskelentspannung nach Jacobson", eine Anleitung ist im (Online-)Handel für wenig Geld erhältlich. Diese Entspannungstechnik sollten Sie einüben und dann mindestens 2 mal täglich anwenden, z.B. morgens und abends.
  2. Ängste werden auch abgebaut, wenn man Sport treibt. Am besten Laufen, also Joggen, ohne Leistungsanspruch, aber so, dass Atmung und Kreislauf angekurbelt werden, ca 3-4 mal pro Woche.
  3. Legen Sie ein Tagebuch an. Tragen Sie da täglich ein, was Ihnen an dem Tag Stress gemacht hat. Und schreiben Sie dazu, wie Sie wieder runter gekommen sind. Das Tagebuch ist nur für Sie, also geheim, schließen Sie es nach jedem Eintrag gut weg.

Wenn es damit gelingt, können Sie die Therapie weglassen.

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Vielen Dank für die Tipps.
Sport betreibe ich schon. Täglich 1-2 Stunden. Laufband, Radfahren, Pilates. Des Weiteren habe ich noch einen Hund und ein Pferd, wodurch ich täglich an der frischen Luft bin.Meine Angst kommt komischerweise dann, wenn ich merke, dass mein Magen streikt. Erst kommt die Übelkeit, dann die Angst.Das mit den Entspannungstechniken versuche ich schon sehr lange. Merke aber immer, dass meine Gedanken abschweifen.Ich kann auch nie lange ruhig sitzen, seh immer nur, was noch zu tun ist. Abschalten und Entspannen passt nicht wirklich zu mir. Leider…
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Leider merke ich es sofort, wenn ich keinen Sport treibe. Aktuell bin ich erkältet und ich denke, dass diese Unruhe auch durch den fehlenden Sport kommt.
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Das mit dem Tagebuch werde ich gleich nächste Woche beginnen. Vielen Dank für die Tipps
Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Mein Magen ist einer meiner Hauptprobleme. Kaum rebelliert dieser, assoziiere ich das gleich mit der Krebserkrankung meines Vaters und mache mir sofort Sorgen um meine Kinder.
Ich versteh es halt leider nicht, da diese Unruhe und Ängstlichkeit erst wieder auftrat, als sich die Coronalage bei uns extrem zugespitzt hat. Davor ging es mir so gut.Jedenfalls werde ich versuchen Ihre Tipps umzusetzen und bedanke ***** *****ür Ihre Hilfe.

Ich denke, Sie sollten mittelfristig doch auch wieder eine Therapie machen.

Und darf ich Sie noch bitten, diesen Chat mit einer positiven Bewertung (3-5 Sterne) zu beenden, damit der Bezahlvorgang abgeschlossen werden kann?

Falls Sie dann doch noch Rückfragen haben, werde ich diese selbstverständlich beantworten.

Vielen Dank ***** ***** Grüße

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.