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Stellen Sie Ihre Frage an Johann Schweißgut.
Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3194
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, die energie um änderungen anzugehen ist da, jedoch

Kundenfrage

hallo, die energie um änderungen anzugehen ist da, jedoch bremse ich mich immer wieder selbst, aus angst und sorge das gewünschte nicht oder falsch zu erreichen.
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 42, weiblich und keine medikamente
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Fragesteller(in): nein, soweit nicht.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
hallo
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
meine name ist rebecca rieder
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Tag,

Sie sind ja eigentlich in einem Alter, in dem noch alles möglich ist.

Um welche Änderungen geht es Ihnen?

Und welche Art von Bremsen meinen Sie?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
sowohl beruflich, wobei ich hier sehr unerschrocken bin als auch in verhaltensmustern. bin ein sehr emotionaler sensibler mensch der eigentlich sehr taff ist, oft die ärmel hochkrempelt aber sich in manchen dingen schlicht nicht traut. da bremst die angst zu versagen oder die falsche entscheidung zu treffen.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Bei welchen Dingen ist das so?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
228;nderung im übrigen in bezug los zu lassen und wege zu gehen die ich so noch nie bestritten habe. wie z.b. langstreckenflug, job im ausland in erwägung zu ziehen. oder zu versuchen die art der verarbeitung anderer nicht als persönliche ablehnung warzunehmen wenn meine anteilnahme nicht gewünscht ist. emotional und sensibel kann sein, das leid anderer, obdachlose, generell die kühle vieler menschen
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
228;nderung auch in meinem tun... bisher war es eher der sichere weg, am besten wenig änderung, alles passt wie es ist.... jetzt merke ich das kann es aber nicht sein... und schwupps kommt die bremse
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ist noch jemand da?
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Gutes Ding will Weile haben ;-).

Da geht es Ihnen ja auch darum, sich persönlich zu verändern.

Persönlichkeitseigenschaften haben in aller Regel ihren Ursprung in der Kindheit.

Bitte erzählen Sie mir etwas über Ihre Herkunftsfamilie.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
es war in meiner kindheit turbulent aber auch liebevoll. ich sage immer... in einigen familien wurde wenig liebe und wärme gelebt dafür alles (zumindest nach außen perfekt) und strukturiert. bei uns wurde emotion gelebt. von lauten streitereien, über meinung sagen können und dürfen, über weinen. eben sehr authentisch.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
eine mutter die mir immer was zugetraut hat und ein vater der mit "umgekehrter Psychologie" glaubte an meinen ehrgeiz zu appelieren.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Kann man sagen, dass Ihre Herkunftsfamilie Ihrer sicherer Hafen war und auch noch ist?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
theoretisch vom wunsch her ja, von der praxis her nein. ich habe mich von der familie väterlicherseits letztes jahr losgelöst da ich das gefühl hatte das der stellenwert familie für mich höher ist als für meine famile. einzig meine mutter ist mein hafen. und mein sohn.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Leben Sie mit dem Vater Ihres Sohnes zusammen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
nein. ich bin ausgezogen als der sohn 10 monate alt war. und seitdem war ich alleinerziehend. jetzt ist der sohn 19 und ich lerne langsam los zu lassen. erstens weil er es fordert und zweitens weil mir bewusst ist das kein 19 jähriger mensch eine "Klettenmama" möchte. die sorge, das man sich aber irgendwie von der verbindung her "verliert" ist bei mir jedoch präsent.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
mein sohn ist auch der meinung das ich zu festgefahren bin. appeliert an mich etwas zu ändern und meint auch ich habe mich zu lange zu sehr selbst hinten angestellt. er sagt auch dass das schlimme am menschen sei wie er sich mit seinem täglichen trott abfindet. während ich zwar meinen trott habe aber ich mich schwer damit abfinde. sein empfinden.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Ihr Sohn kennt Sie sehr gut.

Sie haben sich in Ihrem Leben sehr stark festgelegt, ja geradezu gebunden.

Zuerst auf den Weg Ihrer Mutter, sie war Ihr Hafen. Und dann an Ihren Sohn, denn Sie offenbar noch immer nicht losgelassen haben, obwohl er schon 19 ist.

Und Sie haben auf diesem Wege die zentralen Konfrontationen des Leben gemieden. Angefangen mit Ihrem Vater und seiner Familie. Sie sind in den sicheren Hafen Ihrer Mutter geflohen. Die Auseinandersetzung mit Ihrem Vater hätte vielleicht bei Ihnen Veränderung erfordert. Und die die vielen Konfrontationen, die eine Partnerschaft mit sich bringt. Da sind Sie lieber den Weg der Alleinerziehenden gegangen, die sich nicht grundsätzlich verändern muss.

Ja leider, Ihr Lebensmodell ist eines, das seit der Kindheit Veränderung fürchtet und vermeidet. Das ist jetzt eine schwere Herausforderung. Denn das lässt sich selten ein ganzes Leben lang durchhalten.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
naja, meine eltern trennten sich als ich 17 war, und die bindung mit meinem vater vom gefühl her tief verbunden und ich hatte auch nie den zweifel das er mich liebt. dennoch war das verhältnis eher kühl. heute, als erwachsener mensch, würde ich sagen im kern war er unheimlich weich und warm, nach außen hin jedoch sehr jähzornig der schon erwartungen des könnens und schaffens in einen hatte. und als er vor 5 jahren schwer krank wurde und letztendlich auch verstorben ist, haben wir nicht einmal miteinander geweint. ich nicht aus respekt für ihn, weil ich nicht wollte das er sich um mich sorgt und er nicht weil er nicht wollte das es mir noch schlechter geht. seine frau und meine mutter hatten die krankheit und den ganzen verlauf eher mitgekriegt als ich. ich habe das gefühl er hielt mich davon fern. als mutter verstehe ich das verhalten, als erwachsene frau die auch etwas zurück geben hätte können und wollen in dieser schweren zeit, schmerzt es unheimlich die möglichkeit nicht gehabt geschweige denn gefordert zu haben
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
die konfrontation mit der familie ist nicht unbedingt fruchtbar. da wir alle starke charaktere sind. nur 2 inkl. mir haben auch diese unfassbare empfindsame sensible seite. als ich mich damals losgelöst habe, hat außer ein onkel keiner gefragt warum. auch wurde ich nach dem tod meines vaters nie gefragt wie es mir denn eigentlich geht, oder auch mal anderweitig kontaktiert. das war der grund für mich mich loszureißen. ich war es leid einer "phantomfamilie" hinterher zu jagen.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Naja, dann haben Sie Ihrem Sohn eine "Phantomfamilie" geboten? Oder?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ich würde behaupten ich stelle mich konfrontationen, nur, wenn meine wenn auch vielleicht subjektive wahrnehmung mir das gefühl vermittelt etwas ist nicht gut, kann ich dieser situation sehr schnell entfliehen. und genau das möchte ich eigentlich auch ändern.
nein, mein sohn hatte interessanterweise auch nie so den draht zu dieser seite der familie.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Und zu seinem Vater?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
schwierig. das habe ich immer versucht zu unterstützen und aufrecht zu halten. aber besuche oder treffen waren nie regelmäßig. oftmals hat der vater gesagt man mache dies oder jenes, was aber nicht erfolgt ist. stattdessen gab es aktivitäten mit dem bruder meines sohnes, der zweitgeborene des vaters mit der frau die nach mir kam. heute ist mein sohn zwar verletzt von seinem vater, erwartet aber auch nichts (mehr) von ihm.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Ja, die Einspurigkeit setzt sich in der nächsten Generation fort. Nicht mit dem Vater, nur mit der Mutter. Ihr Vater hat das bei Ihnen gespürt und hat Sie nicht mit sich konfrontiert. Er muss Sie sehr geliebt haben.

Sie sind in Ihrem Leben an einem Punkt angekommen, wo deutlich wird, dass diese Einspurigkeit frustrierend ist und eine mächtige Bremse für Kreativität und Veränderung ist.

Veränderung im Leben entsteht aus Gegensetzen, auch scheinbar unvereinbaren. Diese haben Sie immer vermieden und sich für den sicheren "Hafen" entschieden.

Sie stehen nicht so sehr vor der Entscheidung, Veränderung für sich herbei zu führen. Es ist die Entscheidung zwischen dem sicheren Hafen und der Konfrontation mit dem Leben.

Diese Konfrontation ist nicht jedermanns Sache. Man kann mit der Einspurigkeit ruhig und bequem leben.

Aber sich dann der Konfrontation stellen, die außerhalb des sicheren Hafens auf einen zukommt, macht Angst. Und es erfordert de Mut, sich dieser Angst zu stellen

Sie sollten dabei nicht nur an sich selbst denken. Ihr Sohn ist offenbar unglücklich mit dem einspurigen Weg. Der hat es ihm unmöglich gemacht, eine positive Beziehung zu seinam Vater zu finden - so wie Sei zu Ihrem Vater.

Die Veränderung für die Zukunft gelingt dann, wenn die Blockaden der Veränderung in der Vergangenheit aufgearbeitet werden.

Ich möchte Ihnen empfehlen, dafür Hilfe vor Ort durch eine Psychologische Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
ja, dieser frust ist unangenehm. denn wie gesagt, die energie und der wille ist ja da. wie kann man denn die blockaden lösen? ich danke ***** ***** für diesen hinweis bzw. die empfehlung.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Diese Blockaden können in einer Psychotherapie gelöst werden.

Hier https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/

finden Sie alle Kassen-Psychotherapeuten auch in Ihrer Region mit Hinweisen auf ihre Arbeitweise.

Am besten würde Ihnen helfen eine Systemische Psychotherapie. Diese ist nicht sehr weit verbreitet, aber für Probleme wie Ihre am wirksamsten.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und alles Gute.

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 26 Tagen.

Guten Tag,

nochmals vielen Dank für die Nutzung von justanswer.

Wenn noch etwas unklar ist oder wenn Sie weitere Fragen haben - bitte lassen Sie es mich wissen, ich helfe Ihnen gerne weiter.

Und darf ich Sie noch bitten, diesen Chat mit einer positiven Bewertung (3-5 Sterne) zu beenden, damit der Bezahlvorgang abgeschlossen werden kann?

Falls Sie dann doch noch Rückfragen haben, werde ich diese selbstverständlich beantworten.

Vielen Dank ***** ***** Grüße