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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3133
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, ich habe 2020 eine tiefenpsychologische Therapie

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe im Dezember 2020 eine tiefenpsychologische Therapie abgeschlossen, leider quälen mich noch immer Schuldgefühle und ich habe soziale Probleme in Gruppenkonstellationen, zudem lasse ich, vor allem, Familienangehörige nicht an mich ran und halte sie auf Distanz. Deshalb wollte ich noch eine zweite Therapie beginnen, aber so wie es scheint möchte mich kein Therapeut mehr haben. Ich gehe davon aus das es schwer ist eine zweite Therapie innerhalb von zwei Jahren zu machen und deshalb der Antrag (der ja aufwendig ist zu schreiben ist) eventuell abgelehnt werden kann. Was ist ihrer Meinung nach sinnvoll? Eine zweite tiefenpsychologische Therapie (diese mal aber analytische Therapie), eine Verhaltenstherapie, oder eine Gruppentherapie?
Kann ich in der Gruppentherapie oder Verhaltenstherapie die Schuldgefühle auch behandeln?
Diese kommen voraussichtlich aus der Kindheit, bin mir ziemlich sicher..
Die Therapeuten bei denen ich bisher war, lehnen ihre eigene Therapieform ab und sagen ich sollte lieber Therapieform xy machen.Vielen Dank ***** *****!!!Beste Grüße,
Volker

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Hallo Herr Schweißgut

Guten Tag,

bitte beschreiben Sie mir noch Ihre Schuldgefühle.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Meine Vater hat sich umgebracht als ich 12 Jahre alt war, anschließend bin ich von daheim "ausgebrochen" und war ständig mit Freunden unterwegs, hab beim Haushalt und im Garten daheim nicht geholfen obwohl ich mich dafür verantwortlich gefühlt habe. Ich konnte die Last nicht ertragen, das ich meinen Vater ersetzen musste. Ich hab dein einfach gar nicht mehr daheim gemacht und alles meine Schwester und Mutter machen lassen. Nun fühle ich mich für vieles Verantwortlich und denke immer das ich an den dingen schuld bin, egal ob auf der Arbeit oder sonst wo.

Vielen Dank,

Sie haben damals zugleich auch ein schweres Trauma erlitten, den Verlust Ihres Vaters - ausgerechnet durch Suicid. Wie gehen Sie damit um?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Den Suizid habe ich mit meiner ersten Therapie "gut" verarbeitet, die Thematik mit meiner Mutter aber nicht, ich habe mich von ihr öfter verletzt gefühlt. Da meine Vater Alkoholiker und sehr launisch war, hat er uns Kinder teilweise verbal terrorisiert und meine Mutter hat nichts dagegen unternommen da sie selber Angst vor ihm hatte. Es gab noch andere Vorfälle weshalb ich mich verletzt gefühlt habe. Kurz gesagt, Vater ist meiner Meinung nach gelöst, Mutter aber nicht. Zudem hatte ich Probleme in meinem alter Freundeskreis. Ich hatte eine zeitlang Sprachprobleme und wurde dann von meine Freundeskreis aufgegeben, das war auch wie eine Art Trauma, für mich gefühlt. Deshalb tue ich mir in Gruppen schwer.

Vielen Dank,

ich komme zu Ihrer Frage:

Bei Ihrer psychischen Lage wäre wohl eine Kognitive Verhaltenstherapie sehr geeignet. Damit können Schuldgefühel gut behandelt werden, denn es gibt höchstwahrscheinlich auch einen Zusammenhang zwischen Ihren Wahrnehmungen und Gedanken zu damals und Ihren Gefühlen.

Leider ist die Befürchtung berechtigt, dass ein Antrag für eine zweite Therapie in zwei Jahren abgelehnt werden könnte. Und die Therapeuten scheuen deshalb den Aufwand. Aber ich denke, da können Sie selbst Abhilfe schaffen.

Sie sollten sich direkt an Ihre Krankenkasse wenden, Ihre Lage darstellen und um eine weitere Therapie bitten. Die Chancen dafür sind - vermute ich stark - ganz gut. Damit wird dem/der Therapeuten/in Ihrer Wahl der zusätzliche Aufwand erspart.

Noch eine Anmerkung von mir:

Ich finde es beeindruckend, dass und wie Sie bisher Ihre Probleme angepackt haben. Und Sie haben schon viel Klarheit über die Ursachen hergestellt.

Sie sollten aber nicht fixiert bleiben auf die Erklärungen der bisherigen Therapie. Die Tatsache, dass Sie immer noch erhebliche Probleme haben, könnte auch ein Hinweis dafür sein, dass diese Therapie alle Ihre Probleme nicht im Zusammenhang verstanden hat. Alles hängt miteinander zusammen. Auch "tiefenpsychologische" Therapie kann hier Grenzen haben.

Bei einer weiteren Therapie sollten Sie offen sein für einen Blick, der alles mit einbezieht.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit der Therapie und alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Vielen Dank ***** *****ßgut für die ausführliche Antwort und ihre positiven Worte. Ich wusste nicht das ich selbstständig um eine neue Therapie bitten kann. Da werde ich morgen gleich mal meine Krankenkasse kontaktieren und um eine neue Therapie bitte.
Vielen Dank ***** ***** einen schönen Abend!
Beste Grüße,
V.B.