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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3044
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Guten Tag, Seitdem mein Arbeitskollege letzte Woche ganz

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,Seitdem mein Arbeitskollege letzte Woche ganz plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben ist, habe ich das Problem, dass ich nicht mehr einschlafen kann, weil ich ständig Angst habe, mein Freund neben mir könnte aufhören zu atmen und im Schlaf sterben. Deshalb liege ich wach und achte darauf, dass er noch atmet, was logischerweise wenig sinnvoll und auch nicht gesund ist. Ich bin bereits in Psychotherapeutischer Behandlung, jedoch im Moment aufgrund eines Umzuges auf der Suche nach einem neuen Therapeuten. Deshalb habe ich gerade in dieser akuten Phase keinen Ansprechpartner. Können Sie mir bitte ein paar Tipps geben, wie ich es schaffe, mich von dem Gedanken lösen zu können, meinen Freund im Schlaf „bewachen“ zu müssen?

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

darf ich noch nachfragen?

weswegen sind Sie bereits in Psychotherapie?

Wie alt sind Sie? m/w/d?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Hr. Dr. Schweißgut,Ich bin wegen einer Panikerkrankung in Therapie gekommen, habe aber seit Jahren keine Panikattacken mehr gehabt. Mittlerweile hat sich das Ganze in eine nicht genauer differenzierte Angststörung entwickelt.
Ich bin weiblich und 29 Jahre alt.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich kann Ihre Nachricht leider nicht lesen

Guten Morgen,

vielen Dank für Ihre Ergänzungen.

Demnach scheinen Sie schon seit Jahren eine Neigung zu Angst-Problemen zu haben. Aktuell ist Ihre Angststörung durch den Herzinfarkt Ihres Arbeitskollegen offenbar getriggert worden, so dass es jetzt zu Panikattacken gekommen ist.

Sie haben ja schon einmal eine Therapie wegen ihrer Panikattacken gemacht, offenbar mit Erfolg. Die aktuelle Verschlechterung könnten also ein getriggerter Rückfall sein. Ein Rückfall lässt sich in der Regel schneller und leichter beheben als die ursprüngliche Störung.

Ich möchte Ihnen dazu empfehlen:

  1. Wenn es eine Möglichkeit dazu gibt, könnten Sie sich erneut an Ihre*n damalige Therapeutin*en wenden. Eine Kurztherapie mit wenigen Terminen könnte bereits Ihr jetziges Problem bewältigen.
  2. Falls das kurzfristig nicht möglich ist, empfehle ich Selbsthilfemaßnahmen:
  • Erlernen Sie eine Entspannungstechnik, die Sie in kritischen Situationen einsetzen können. Am besten eignet sich dafür die "Progressive Muskelentspannung nach Jacobson", eine Anleitung ist im (Online-)Handel erhältlich. Sie sollten sie jeden Abend vor dem Einschlafen einsetzen und auch sonst gezielt, wenn eine Angstattacke droht.
  • Gegen Angst generell hilft auch Sport, speziell Joggen im Grünen, ohne Leistungsanspruch, aber so, dass Atmung und Kreislauf in Schwung kommen, mindestens 3-4 mal wöchentlich am frühen Abend.

Ganz kurzfristig kann auch eine Atemtechnik helfen: Wenn Sie im Bett liegen und die Panik kommt, atmen Sie tief durch, Bauchatmung, 10 mal zählen dabei von 10 bis 2 rückwärts.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.