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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2989
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Gibt es eine Möglichkeit, Dinge, die negativ konditioniert

Diese Antwort wurde bewertet:

Gibt es eine Möglichkeit, Dinge, die negativ konditioniert wurden (harte Kritik von zu nahen Personen im Familienkreis an der eigenen Arbeit), irgendwie wieder ins Positive zu ziehen?Ich habe in dem letzten Jahr wegen dem Lockdown umstrukturieren müssen und bekam von Seiten meiner Freunde kein Feedback und von meiner Familie nur Kritik an Einzelheiten, die im Moment aber nicht änderbar sind, weil ich sonst mit einem Team gearbeitet habe und jetzt jeden dieser Berufe allein ersetzen muss.Es waren nur 10 oder 15 so unfaire "nur Kommentare", aber ich kann die Sachen kaum noch anschauen, ohne loszuheulen und bekomme meine Arbeit fast nicht mehr gebacken, weil ich alle diese "Fehler" sehe, obwohl die Kunden sich bislang immer über meine Arbeit gefreut haben.

Sehr geehrter Ratsuchenderin,

mein Name ist Raquel Diez Machado und ich bin seit über 10 Jahren Ärztin. Ihre Anfrage habe ich hier bei JustAnswer gelesen und möchte versuchen Ihnen zu helfen.

Von was Sie erzählen habe ich den Eindruck, dass ihre Angehörige nicht viel über Ihrem Job wissen, und trotzdem trauen Sie sich "nur Kommentare" zu liefern.

Ich weiß nicht, was der Situation mit Ihrem Freund ist. Es kann sein, dass er nicht weiß wie er Sie helfen kann oder dass er kein Interesse daran hat.

Die negativen Kommentare in positiv zu wenden ist schwierig.

Ich würde lieber andere Strategie vorschlagen:

-Weil ich den Eindruck habe, dass Ihre Angehörige nicht richtig wissen was mit ihr Betrieb los ist. Würde ich in Ihre Lage diese Kommentare als "unwichtig" einschätzen und somit mir nicht so viel Gedanken darüber machen. Anders gesagt; Sie haben ihrem "Instinkt" gefolgt und die Ergebnisse waren gut, somit haben Sie gute Grunde Ihre eigene Kriteria zu folgen. Sie können auch Ihre Familie über Ihre Erfolge erzählen.

-Andere Option wäre Ihre Familie mitzuteilen wie unpassend solche Kommentare sind. Wie diese Kommentare Ihre Arbeit schwer machen, und wie Ihre eigene Lösung gut genug war. Nicht einfach die Kommentare schlucken, sondern klarmachen, dass diese Kommentare Sie verletzen. Dabei können Sie "den Ball auf dem Dach Ihre Familie lassen". Also Sie können Ihre Familie fragen: Ok, und wie würden Euch es machen? Und welche Ergebnisse hätten Euch erwartet? Diese Strategie sollte besonders gut funktionieren, weil Sie jetzt ganz genau wissen, dass Ihre eigene Strategie gut funktioniert hat.

Bezüglich auf Ihrem Freund. Wenn Sie möchten können Sie ihm mitteilen, dass es für Sie wichtig ist seiner Meinung zu hören und dass Sie von Ihm erwarten, dass er an Ihre Dinge Interesse hat.

Ich hoffe, dass meiner Antwort hilfreich war.

Bei weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Bitte nicht vergessen meine Antwort zu bewerten so, dass ich meinem Gehalt bekommen und weiterhin für Sie da sein kann.

Mit freundlichen Grüßen

Raquell Díez.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Danke, ***** ***** versuchen, die deutsche Sprache zu verstehen. Der Übersetzer hat, glaube ich, viele Wörter falsch übersetzt.

Guten Tag,

Sie sind mit der Antwort der Kollegin offenbar unzufrieden.

Ich möchte versuchen, Ihnen zu helfen.

Darf ist vorher noch etwas nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich habe schon 15 euro gezahlt für eine google-übersetzte Frage, die völlig falsch verstanden wurde und nein, ich werde nicht auch noch 39 Euro zahlen, was soll das?

Wenn ich Ihnen jetzt meine Antwort geben, kostet Sie das nichts zusätzlich. Das ist dann der kostenlose Ersatz für die Frage, mit der Sie unzufrieden sind.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich verstehe einfach nicht, dass wenn ich sage, meine FAMILIE kritisiert dauernd an mir herum und ich muss etwas ins negativ konditionierte irgendwie ins positive ziehen, damit ich diese Arbeit fertig bekomme, dann tatsächlich die Antwort bekomme, ich solle mit meiner Familie reden! Oder meinem nichtexistierenden Freund, der scheinbar seit neuestem vorhanden ist....

Ich mache Ihnen das Angebot, dass Sie eine neue Antwort von mir erhalten, ohne Zusatzkosten.

Aber dafür brauche ich noch einige Informationen, siehe meine Nachfragen oben.

Sie können selbstverständlich das Angebot auch ablehnen.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Da stehen keine Fragen...

Also, darf ich noch etwas nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ja

Bitte beschreiben Sie,

welche Arbeit Sie machen,

wie die Umstrukturierung ausgesehen hat,

welche Dinge Ihre Familie daran kritisiert hat,

mit welchen Worten Ihre Familie die Kritik ausgedrückt hat.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Wenn das hier öffentlich gemacht wird, kann ich das nicht sagen.

Das wird erst in einigen Wochen öffentlich gemacht. Sie haben also Zeit genug, den Chat vom Kundendienst hier rechtzeitig löschen zu lassen.

Aber Sie müssen das alles nicht machen. Es ist immer noch nur ein Angebot von mir.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Meine Familie kritisiert nicht. Sie machen nur "Bemerkungen" und "winzige" Kommandos, egal ob per SMS oder wenn sie mich sehen. Immer wieder und immer kleine Sachen. Und wenn es mal wieder oberkante wird und ich sage, dass es mich stresst, werden sie aggressiv. Daher rede ich momentan auch nicht mehr mit ihnen, ausser hallo und tschüss und das Nötigste.Wie kann ich das dann löschen, wo finde ich diesen Kundendienst?

Auf der Eingangsseite hier befinden sich Hinweise zu den Kontaktdaten des Kundendienstes.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Es waren in diesem Jahr einfach viel mehr "Bemerkungen" und obwohl ich weiss, dass sie es wahrscheinlich nicht so meinen, war es einfach too much. Aber ich möchte jetzt diese letzte Sache ins positive ziehen. Stellen Sie sich vor, es ist, wie bei pawlov: Sie arbeiten an einer Sache, die sie ganz alleine machen müssen, weil der Lockdown Sie dazu zwingt. Sie haben keine Kollegen, mit denen Sie etwas besprechen können und auch sonst sind die anderen Fachkräfte jetzt weg. Heisst, sie machen jetzt alles, wo sonst ein Team dran gearbeitet hat, das alleine. Es kommt bei den Kunden gut an. Da es überall zu kaufen und zu sehen ist, schaut es sich ihre Familie an, sagt, dass es ganz ok ist. Oder dass sie die Idee hätten, wie es besser ginge, obwohl sie die Umstände kennen und WISSEN, dass ihre Ideen fast nicht realisierbar sind. Dann denken Sie sich: ok, ich probier das mal. Dann machen Sie das. Haben immernoch keine Kollegen, die sich gegenseitig stützen und wieder kommt ein "kleiner Verbesserungsvorschlag". Und das kommt dann jede zweite Woche. Ein Jahr lang. Naja... und bei der letzten Arbeit von mir hatten sie ja soooooooooooo ein Mitleid und wollten wissen, was ich denn so viel in meinem Zimmer "herumsitze". Da zeigen sie es jetzt ihrem Vater oder Mutter und diese schaut gar nicht auf die Arbeit, sondern auf irgendeine Nebensächlichkeit, die gar nicht änderbar ist und bislang auch noch nie die Kunden gestört hat, und sagt: "Ah, ich sehe, da ist noch was falsch" um zu zeigen, wieviel intelligenter er/sie ist.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Und das ist jetzt auf der einen Seite das letzte Tröpfelchen, welches das Fass zum überlaufen bringt und andererseits auch noch eine Sache, die sie nicht ändern können, die Ihnen jetzt aber fortan überall in den nächsten Arbeiten auffällt und Sie dazu triggert, loszuweinen. Auch, wenn der Verstand sagt: ist doch egal.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich muss das jetzt irgendwie ins positive ziehen, weil ändern kann ich es nicht und wenn ich nur daran denke, kommen mir schon die Tränen. Nach dem Kontaktabbruch haben sie sich für vieles, was sie getan hatten auch entschuldigt (es ist auch sonst viel bei uns passiert, was nicht hätte sein müssen, kleine Demütigungen bei jeder Familienfeier, meine Mutter hat mich eine Schlampe genannt, weil ich überhaupt einen Freund hatte und zuletzt, als ich dachte, dass sie ihren Frieden mit ihm gemacht haben und mich in Sicherheit gewogen hatten, haben sie, um cool zu wirken, mich zu Ostern vor zwei Jahren bei meinem Ex-Freund schlecht gemacht.Ich will einfach meine Arbeit weiter fortsetzen können, ohne los zu heulen....
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich dachte, sie wollten mir noch eine Antwort geben? Ich habe doch nur nach dem Kundendienst gefragt, damit ich den Chat danach sicher löschen kann.... ist das die Art, wie sie mit Kunden hier umgehen? Ich habe mein Problem doch schon beschrieben gehabt. Und nein, man muss dazu NICHT wissen, welchen Beruf ein Mensch hat. Soviel weiss sogar ich.

Vielen Dank für Ihre ausführlichen Ergänzungen.

Ich möchte dazu Folgendes sagen:

  1. Ich habe den Eindruck, dass Ihre Familie, vor allem Ihre Eltern, sehr übergriffig Ihnen gegenüber sind. Ich vermute, dass sie keinerlei Fachkenntnis zu Ihrer Arbeit haben und sie dennoch beurteilen. Und sie greifen massiv in Ihr Leben ein (damals bei Ihrem Ex-Freund). Das ist übergriffiges und für Sie demütigendes Verhalten.
  2. Ich möchte Ihnen empfehlen, auf keinen Fall mit Ihrer Familie darüber zu sprechen. Sie werden es nicht verstehen. Einerseits wegen ihrer Inkompetenz für Ihre Arbeit und andererseit, weil solch übergriffiges und demütigendes Verhalten meistens von unbewussten Haltungen gesteuert wird. Und das lässt sich nicht in Gesprächen ändern.

Fortsetzung folgt. Ich bin nicht so schnell wie Sie ;-).

Also, sind Sie der Psychologe oder ich.

Wenn Sie besser wissen als ich, wie ich meinen Job machen muss, dann sollten wir das Gespräch beenden.

Ich hatte eigentlich vor, Ihnen noch weitere Empfehlungen zu geben.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Sie sind der Psychologe, aber ich kann Ihnen wenigstens eines sagen: Mein Studium beinhaltet auch 2. Fach Psychologie. Man braucht keinen Berufsstatus, um zu helfen ;)
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Und die Hilfe, die sie mir geschrieben haben, hilft mir!! Also gerne weiter machen! ;)

Habe gerade einen anderen Kunden übernommen, melde mich später wieder.

Übrigens, ich bin nicht nur Psychologe, sondern auch Psychotherapeut.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Alles klar. Ich bin dafür am telefon mit einem Kollegen, der ein ähnliches Problem hat....

Fortsetzung:

  1. Sie sollten über Ihre Arbeit gar nicht mehr mit Ihrer Familie reden. Nur so können Sie die Übergriffe und Demütigungen vermeiden. Auch bei privaten Kontakten sollten Sie sich zu diesem Thema nicht mehr äußern.
  2. Evtl. ist es dafür erforderlich, dass Sie sich eine Wohnung im Abstand von Ihren Eltern nehmen.
  3. Wenn dennoch Bemerkungen kommen, sagen Sie: Ich bin hier die Einzige, die etwas davon versteht, also mache ich es so wie ich es für richtig halte.

Das wird vielleicht auch mal Ärger zwischen Ihnen und Ihrer Familie geben. Aber dann stehen Sie auf der sicheren Seite Ihrer Kompetenz. Undn Sie können so die Übergriffe abwehren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Und darf ich Sie noch bitten, die Bewertung zu ändern (3-5 Sterne), denn nur dann werde ich für meine Arbeit hier bezahlt.

Alles Gute für Sie.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Das sind alles Dinge, die ich schon probiert habe und die Demütigungen und Verletzungen nicht besser gemacht haben. Ich verliere ausserdem das Haus, wenn ich ausziehe, da ich dann eine Erbschaftssteuer zahlen muss und mir diese nicht leisten kann. Ganz zu schweigen davon, dass ich keinen Arbeitsplatz in einer Wohnung einrichten kann, das heisst, dass ich dann wieder doppelte Miete zahlen muss und trotzdem das Auto halten muss. Dass ich wegen dem Lockdown wenig verdiene, ist ja das Problem, es wird komplett gegen mich ausgenutzt. Und es löst auch nicht das Problem, wie ich das negativ konditionierte ins Positive ziehe. Meine Familie hat es geschafft, mich zu verletzen, als ich in die Schweiz ausgewandert war. Sie haben es sogar per SMS zuletzt hinbekommen. Sie finden IMMER etwas, um mich zu verletzten. Es geht dabei nicht darum, ob es meine Arbeit oder ich bin. Ich habe auch schon mehrmals meinen Job verloren, weil meine Mutter hinter meinem Rücken über mich übles Zeug geredet hat, musste ich vor 2 monaten herausfinden. Wenn man solche Eltern hat, bringt auch das ausziehen nichts mehr. Ich brauche dieses Haus, so blöd das klingt. Und ich brauch die Hilfe, wie ich etwas negativ konditioniertes ins positive ziehe, nicht, wie ich mit meiner Familie umgehen muss. Versuchen Sie mal etwas geheim zu halten, was nunmal öffentlich ist... Dass ich es nicht hätte herzeigen dürfen, weiss ich jetzt auch, dass ich den Kontakt auf ein Minimum beschränken muss, ebenfalls. Aber ich weiss nicht, wie ich meine Arbeit JETZT ins positive ziehen soll, was sie da schlecht gemacht haben. Es ist ja schon passiert.

Tja, wie sollte ich das alles wissen. Sie waren ja nicht sehr auskunftsfreudig.

Ich muss jetzt neu nachdenken, melde mich wieder.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Der aprupte Kontaktabbruch zuletzt hat mir zwar Freiheit verschafft, aber er hat das eigentliche Problem, was ich jetzt mit meinen Arbeiten habe, nicht aufgehoben. Sobald ich mich dran gesetzt habe, kamen sofort die Tränen, sobald das Problem mit dieser Sache auftauchte. Ein Auszug verschafft mir räumliche Distanz, sie ändert nichts an den Verletzungen, die schon längst passiert sind. Und wie gesagt: Solche Eltern würden nach aussen nie zugeben, was sie mit ihren Kindern tun. Sie stellen sie schlecht dar und man hat immer verloren, weil man sich dauernd (auch von Fremden, die meine Eltern aber nicht mich kennen) anhören muss, dass man ein verwöhntes Prinzesschen sei. Egal, ob man seine ganze Schulzeit mit Arbeit verbracht hat, um die entsprechenden und fördernden Lehrer zu bezahlen und anschliessend das schweizer Studium. Das viele Arbeiten wird nur ausgenutzt und dass ich damals den Kontakt das erste mal abgebrochen habe, hat sie dazu verleitet, meine ganze Umwelt davon zu überzeugen, wie weh ich ihnen doch getan hatte, obwohl ich das Gefühl hatte, dass sie sich ehrlich entschuldigt hätten und mich anfing, wieder wohl zu fühlen. ICH dachte ja, es sei vorbei, bis vorletztes Jahr diese Geschichte mit meinem Ex-Freund passiert ist....Ich habe gelernt, damit umzugehen. Aber das letzte Lockdownjahr hat mich in eine blöde Lage gebracht.Ich will nur noch wissen, wie man etwas negatives umdreht. Irgendwie habe ich das früher immer geschafft, aber ich weiss nicht, wie ...
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Entschuldigung, sie haben nach meinem Beruf gefragt und nicht nach den Hintergründen.... Deswegen war ich doch so angefressen ;)
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Was hinter meinem Rücken übrigens alles gelaufen ist, ist erst vor zwei Monaten aufgeflogen. Moment. Ich schreibe mal alles auf, aber das dauert ein wenig
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Also: ich hatte damals diesen Lehrer. Er förderte mich sehr, aber als ich die 1. Aufnahmeprüfung versiebt habe, ging es mir sehr schlecht. Wie Sie sich denken können, sagten alle in der Familie, dass es halt nicht meins ist. Ich ging mit einem unangenehmen Gefühl in den Unterricht und mein Lehrer schwor Stein und Bein darauf, dass wenn ich mich selbst um Kontakte kümmerte, ich auch die richtigen bekäme, schickte mich um die Welt und ja... er hatte letztenendes Recht. Ich habe dann den richtigen Kontakt bekommen, den ich brauchte.
Meine Mutter führte sich damals auf, was ich von mir hielte, dass ich es wagen würde einen Menschen in so einer Position einfach nur anzurufen. Später, bei anderen anrufen, war sie dann ruhiger, aber hatte immernoch einen strengen Blick.
Als ich es dann endlich schaffte, erzählte sie mir des öfteren, das mein Lehrer angerufen hätte und "ebenfalls dagegen wäre, eine Karriere zu machen UND auch noch einen Freund zu haben" (da hatte ich meinen ersten Freund). Es wurden dann immer schlimmere Anrufe (von dem was er gesagt hätte) und zuletzt kam ich dann heim und sie schrie in den Hörer "Rufen Sie nie wieder an und lassen Sie meine Tochter in Ruhe" und sagte mir, ich müsse von ihm weg gehen, da er nichts von mir hielt.
Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das sehr traf und ich ohnehin schon zur Unsicherheit erzogen worden war. Ich kündigte wütend und verletzt und mein Lehrer war traurig. Er reagierte nur traurig und später wütend, aber nicht hasserfüllt wütend, sondern traurig-wütend. Danach brach der Kontakt vollends ab. Ich sah ihn noch einmal, grüsste ihn und er grüsste auch, sah aber betreten und verletzt auf den Boden.
Danach ging ich in die Schweiz und brach zu meinem alten Leben den Kontakt für eine Weile vollends ab. Nur das Grübeln über den Blick von meinem alten Lehrer ging mir nicht aus dem Kopf und seit ich erfuhr, dass er geschieden war, wollte ich ihn wieder sehen und habe jetzt ca. 15 Jahre gebraucht, um ihn zu finden, weil auch er den Kontakt zu seinem alten Leben abgebrochen hatte.
Wir haben sehr viel miteinander geschrieben und wir tauschten uns über sehr vieles aus, was in den letzten 25 Jahren passiert war.
Als wir uns dann wieder trafen, stellte er mich auf (seehhr) charmante Art zur Rede, warum ich eigentlich über ihn so viel gelästert hätte und dann auch noch so abrupt den Unterricht gekündigt hatte ....Sie können sich vorstellen, wie mir die Kinnlade herunter fiel.Er meinte, dass meine Familie vielleicht eifersüchtig sei und sie "nur das beste vom Besten" für mich wollen (was auch immer das sein sollte, es war so ziemlich das schlimmste) und deswegen so darauf acht geben, dass ich auch ja bei ihnen bleibe...Naja und danach fing ich an, nachzuforschen, um noch ein paar solcher Dinge herauszufinden und da war einiges nicht so schönes dabei. Ich hab zu meinem Bruder und seiner Frau den Kontakt komplett abgebrochen und naja.. mit meinen Eltern rede ich halt seit geraumer Zeit nicht mehr viel, seit ich diese Dinge herausgefunden habe und als ich zuletzt 1 Monat in die Schweiz bin und sie mir auch noch eine Kommando-SMS (so nenn ich diese Dinger immer) hinterhergeworfen bekam,schrieb ich ihnen, dass ich nicht ihre Marionette bin und das kam endlich an.So langsam gewöhne ich mich auch dran, wenig mit ihnen zu reden und bete, dass dieser verdammte Lockdown irgendwann auch mal ein Ende hat.
Mit meinem alten Lehrer kann ich zur Zeit auch nicht reden, der hat gerade mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und ist wegen seiner Vergangenheit jetzt auch in Therapie. Ich möchte ihn daher jetzt auch nicht mit meinen Wehwechen belasten.
Und bis zum Lockdown-Ende und endlich alles wieder "normal" brauch ich jetzt einfach jemanden, der mir sagt, wie man etwas negatives ins positive zieht...

Okay, vielen Dank für Ihre Offenheit.

Zunächst: Ein Mensch ist kein Hund. Pavlov hat an Hunden geforscht und dabei das klassischen Konditionieren entdeckt. Ein Mensch ist viel komplexer als ein Hund, da läuft das alles sehr viel vielschichtiger ab.

Ich vermute, dass Ihr zentrales Problem Ihre psychische Abhängigkeit von Ihren Eltern ist. Das ist bei Pavlov wie ein Hund, der immer von dem selben Menschen Futter bekommt. Das macht den Hund abhängig und der Speichel fließt schon beim Anblick dieses Menschen.

Wir Menschen sind komplexer strukturiert - das macht es aber nicht einfacher.

Ich vermute, Ihr zentrales Problem ist Ihre Abhängigkeit von Ihren Eltern. Sie reagieren auf deren Kritik wie ein kleines Kind. Sie haben noch nicht den Abstand eines erwachsenen Menschen zu den Eltern gefunden. Und Sie machen sich abhängig wegen des Hauses. Also Abhängigkeit auf mehreren Ebenen. Aus dieser abhängigen Position kann es Ihnen leider nicht gelingen, die Aktionen Ihrer Familie für sich vom Negativen ins Positive zu wenden.

Erwachsen werden bedeutet auf der einen Seite Freiheit gewinnen und auf der anderen Seite auf die Liebe/Bestätigung und evtl. auch die Güter der Eltern verzichten. Das ist bei allen Menschen so.

Also sehr vereinfacht auf Ihre Frage: An die Stelle der gewünschten und leider fehlenden Bestätigung der Eltern, des Negativen, die eigene persönliche Freiheit, das Positive, setzen.

Das geht über viele Details: Auf den Kontakt komplett verzichten, auf das Haus, sich notfalls "unsichtbar machen", indem man alle Kontaktdaten löscht bzw. unter Verschluss hält.

Ich bin jetzt sehr gespannt, ob Sie die negative Bewertung dieses Chats in eine positive wenden. Ich muss zugeben, nach dem Verlauf dieses Gespräches erwarte ich das nicht.

Dennoch wünsche Ihnen alles Gute.

Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2989
Erfahrung: Psychotherapeut
Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.

Danke

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Sie haben Recht, ab dem Moment, wo Eltern Kinder bekommen, verlieren sie die Fähigkeiten zu lieben, das ist mir auch schon aufgefallen.
Das heisst, wenn ich sie jetzt mit ihren 80 Jahren das zweite Mal für 20 jahre wieder allein lasse und dieses mal auch den Kontakt komplett abbreche, brauche ich auch kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. Den Pfleger zahlt dann mein Bruder. Sie sind eh alle gefühlslose Rinozerosse. So hab ich das noch nie gesehen, aber sie haben echt Recht!Das ist eigentlich eine echt gute Idee, muss ich sagen!!!Danke!! :))) Dann muss ich mich nämlich auch nicht um die Beerdigung kümmern!!Ist eigentlich gar nicht so blöd.... *grübel*

Sie haben keinerlei Verantwortung für Ihre Eltern. Und Sie haben keine Liebe von Ihren Eltern mehr zu erwarten.

Gute Nacht.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Der Gedanke ***** ***** zwar immernoch fest, und ich werde so oder so diese Belastung weiter mit mir tragen und vielleicht auch nicht mehr arbeiten können, aber wenigstens ist dann schon mal die Familie weg vom Fenster.Operation gelungen, Patient tot.

Ja, vielleicht. Das liegt dann bei Ihnen.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Wegrennen ist leider nicht die Lösung.Der Gedanke ***** ***** immernoch fest.Mein Lehrer hat 40 Jahre keinen Kontakt mehr aus diesem Grund zu seinem Vater gehabt und muss jetzt nach seinem Tod trotzdem in Therapie.

Ja, das ist ganz unterschiedlich, da kann man nicht von einem Menschen auf den anderem schließen.

Ich möchte jetzt hier zum Ende kommen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.