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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2981
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Vorwurfsgedanken/Schuldgefühle/Zwangsgrübeln

Diese Antwort wurde bewertet:

Vorwurfsgedanken/Schuldgefühle/Zwangsgrübeln

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Abend,

bitte beschreiben Sie diese Probleme etwas konkreter.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Ich habe mal zwei Fragen zum Thema Vorwurfsgedanken/Schuldgefühle/Zwangsgrübeln. Eine Therapie habe ich bereits absolviert und nehme Escitalopram 10 mg ein. Bei konkreten Anlässen kommen die Vorwurfsgedanken/Schuldgefühle hoch und dieses führt zum Zwangsgrübeln. Die Anlässe bzw. Themen der Vorwüfsgedanken/Schuldgeühle können unterschiedlichster Art sein. Ich möchte mir hiermit eine zweite Meinung einholen.
1. Welche Strategie/Therapie würden Sie empfehlen um gegen das Zwangsgrübeln anzugehen?Das nachfolgende Beispiel ist ein Punkt , wie ich versuche mir die Situation klar zu machen und oftmals hört das grübeln dann auf, wenn ich eine plausible Erklärung für mich gefunden habe. Bei dem nachfolgenden Beispiel bzw. dem aktuellen Fall gelingt es mir leider nicht. Es geht dabei um einen aktuellen Kinderwunsch , welcher sich vielleicht mit meiner Partnerin(aufgrund des Alters, medizinischen Aspekten usw. nicht mehr erfüllen könnte).
Der Grübelgedanke/Vorwurf/Schuldgefühl lautet: Wieso habe ich nicht schon früher eine Partnerin gesucht um eine Familie zu gründen, da ich derzeit sehr stark unter der Situation leide das ich mit ihr kein Kind habe und die Chancen derzeit eher dafür schlecht stehen?
Nachfolgend meine Erklärung dazu.
1. Ich hatte noch nicht die Idee mich zum Thema Dating weiter zu bilden bzw. zu entwickeln.Nach meiner Trennung lernte ich viel dazu und hatte nach und nach viele Dates mit Frauen.
2. Ich hatte nach den nervenaufreibenden Zeiten mit der Ex - Frau und meiner Schwiegerfamilie nicht die Energie sofort auf die Partnersuche zu gehen.
3.Es war mir damals nach der Trennung von meiner Frau noch nicht so wichtig sofort eine feste neue Bindung einzugehen, da ich sexuelle Kontakte hatte und mich nicht sofort fest binden wollte.
4. Ich hatte andere Probleme, welche mich beschäftigten und konzentrierte mich auf meine neue Arbeitsstelle.
5. Ich verbrachte nach der Trennung noch gerne viel Zeit mit meiner Ex - Frau.
6. Ich habe gerne oft und viel mit meiner Tochter unternommen und viel Zeit mit ihr verbracht.
7. Meine Ex Frau versuchte nach der Trennung mich immer wieder einzubinden um Zeit mit mir zu verbringen und machte mir ein schlechtes Gewissen ,wenn ich mal nicht Zeit für die Familie hatte, sodass ich mich möglichweise manipulieren lassen habe.
8.Ich hatte in der Zeit einige Verabredungen, kurzzeitige Beziehungen oder eine Beziehung wo die Partnerin ein Kind hatte aber keinen weiteren Kinderwunsch mehr hatte. Bis auf eine kurzeitige Beziehung war keine Frau dabei wo ich mir eine Familiengründung hätte vorstellen können.
9. Da ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wissen konnte wie meine "ideale" Frau sein sollte, welche meinen Fetisch akzeptiert , wäre selbst wenn ich eine Partnerin gefunden hätte mit der ich den Kinderwunsch hätte umsetzen können, möglicherweise eine Trennung daraus resuliert, da vermutlich die selben Ängste und Sorgen hochgekommen wären ,welche in meiner jetzigen Beziehung, aufgrund des Fetisch , ebenfalls entstanden waren. Die Folge wäre ebenfalls eine getrennte Familie oder das Leben in einer belastenden Situation( nicht die ideale Beziehung zu haben) oder eine psychisch belastende Situation (aufgrund der nochmaligen Trennung vom Kind) , sowie weitere finanzielle Lasten hinsichtlich Kindesunterhalt usw. Es ist somit fraglich, ob eine weitere Vaterschaft unter den in Punkt 9 genannten Umständen so erfüllend gewesen wäre.
10. Ich genoss mein Leben und dachte nicht so intensiv an eine Familienplanung, obwohl es mir eigentlich wichtig war. Ich habe eine eigene Tochter aus erster Ehe. Meine jetzige Frau hat kein Kind.
11. Der Kinderwunsch war damalig noch nicht so stark ausgeprägt wie heute.
Nun zu meiner zweiten Frage
2)Sind die 11 hier aufgeührten Gründe aus Ihrer Sicht nachvollziehbar bzw. sehen Sie einen Grund warum ich mir deswegen Vorwürfe und Schuldgefühle machen muss?

Wegen dieser Gründe müssen Sie sich keine Vorwürfe und Schuldvorwürfe machen.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass Sie sich dennoch Vorwürfe und Schuldvorwürfe machen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Guten Tag, die Frage 1 ist noch gar nicht beantwortet. Zur Frage 2 war die Frage ob meine Gründe aus ihrer Sicht auch nachvollziehbar sind ? Und sehen Sie einen Grund warum ich mir deswegen Vorwürfe /Schuldgefühle machen muss? Und eine Begründung wäre hilfreich.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Nein ich möchte auch nicht telefonieren

Guten Tag,

nach meinem Verständnis hatte Ich Ihre beiden Fragen mit einem Satz beantwortet. Aber ich führe das gern etwas weiter aus.

Ich beginne mit Frage 2:

Die genannten 11 Gründe sind vollkommen nachvollziehbar. Sie haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Lebensziele gesetzt und das ist legitim, im Grunde macht es jeder Mensch so. Lange Zeit war der Kinderwunsch im Hintergrund, auch das ist normal.

Sie haben auch die Unsicherheiten gesehen, die die Zukunft bringen kann, wenn die Beziehung, in der Sie den Kinderwunsch sich hätten erfüllen können, nicht gut gelingt. Niemand hat eine Garantie, dass eine Beziehung gelingt. Und eine Trennung ist durchaus auch belastend, wenn es in der Beziehung ein Kind gibt. Es ist daher nachvollziehbar, wenn Sie sich damals entschieden haben, das Leben zu genießen.

Jetzt ist der Kinderwunsch stärker geworden. Aber leider kann Ihre jetzige Frau möglicherweise kein Kind bekommen. Das ist jetzt ein harter Schlag für Sie. Aber wenn Sie mit dieser Frau zusammen bleiben, bedeutet das wohl den Verzicht auf ein Kind. Oder Sie suchen sich eine andere Frau. Das ist aber alleio Ihre Entscheidung. Und egal wie Sie sich entscheiden, für jede gibt es plausible Gründe.

Zur Frage 1:

Sie haben ja bereits gute Erfahrungen mit "Selbsttherapie gemacht". Wenn Sie eine plausible Begründung finden, löst sich das Zwangsgrübeln auf. Offenbar klappt das aber nicht bei dem Punkt "Kinderwunsch". Vielleicht helfen Ihnen die - wie ich finde - plausiblen Begründungen, die in zu Frage 2 geschrieben habe. Denn alle Gründe, die Sie angeführt haben, erklären schlüssig und plausibel, dass Sie lange andere Ziele hatten und jetzt eine Frau haben, die wohl kein Kind mehr bekommen kann. Aber ich hatte ja schon erwähnt, das diese Sätze von mir vielleicht als Hilfe für Sie ncht ausreichen. In diesem Falle würde ich Ihnen eine Psychotherapie vor Ort empfehlen, am besten mit den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Hier https://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/nc/patienten/psychotherapeutensuche/

finden Sie alle Kassen-Psychotherapeuten in Ihrer Region.

Nach diesen ausfühlichen Ausführungen von mir bitte ich Sie noch, Ihre Bewertung von 2 Sternen in 3-5 Sterne umzuwandeln, denn nur dann wird meine Arbeit hier bezahlt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
1)Also meinen Sie das meine Gründe nachvollziehbar waren und es keinen Grund gibt mir deswegen Vorwürfe und Schuldgefühle zu machen. Verstehe ich das so richtig???2)Mit Strategie meine ich was man im allgemeinen tun kann wenn man zum zwangsgrübeln neigt?3) Was muss ich hier tun in diesem Portal wenn ich nich eine weitere Meinung hören möchte?Gerne bewerte ich nochmal

Zu 1: ja, genau das meine ich.

Zu 2: Bei dieser Art von Zwangsgrübeln können nur individuelle Strategien, weil es sehr individuell ist. Zu der derezeitigen Situation habe ich Ihnen oben Vorschläge gemacht. In einer Psychotherapie würden ebenfalls individuelle Lösungen entwickelt.

Zu 3: Sie können einen neuen Chat eröffnen und zu Ihrer Frage um eine Zweitmeinung bitten.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Ok vielen Dank

Von mir auch danke.