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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3004
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Panikattacke und Angst, weinen Fachassistent(in): Bitte

Diese Antwort wurde bewertet:

Panikattacke und Angst, weinen
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 48 Jahre, weiblich, 40 Mg Citalopram
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Fragesteller(in): Brust und Rückenprobleme seit Jahren

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

bitte erzählen Sie noch, wie und wann die Ängste begonnen haben.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag Herr Schweißgut,
Vor ca 6 Jahre musste ich aufgrund von Luftnot ins Krankenhaus und es wurde eine Bronchitis festgestellt die bei mir chronisch geworden ist. Nach verlassen der Klinik war auch soweit den Umständen entsprechend noch alles okay. Ca. 2 Monate später fing das mit meiner psychischen Erkrankung an und bin auch in Behandlung, bekomme aber keinen Termin für eine Gespächsterapie. Mein Zustand ist auch stabil gewesen doch seit Corona geht es mir immer schlechter. Trau mich nicht mehr raus, und bin alleine, habe vor allem einfach Angst. Dann kommen noch extreme Wechseljahre Beschwerden dazu das macht das ganze noch problematischer. Ich weiss mir einfach nicht mehr zu helfen. Bewege mich kaum noch und bin eigentlich nur am weinen.

Bitte beschreiben Sie Ihre Lebenssituation von vor 6 Jahren vor und nach dem Krankenhausaufenthalt.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vor dem Krankenhaus war ich Berufstätig in der Gastronomie und habe ein stabiles Umfeld gehabt und habe mein Vater noch teilgepflegt. Nach dem Krankenhaus hatte ich ja noch eine Krankschreibung von 4 Wochen und dann ging ich wieder arbeiten und so nach und nach war ständig der Gedanke ***** ***** Situation wo ich keine Luft bekam und mit Notarzt ins Krankenhaus musste. Irgendwann entstand ein Gedanke ***** ***** das alles nicht mehr und es wird nichts mehr so wie es mal war. Eines Tages hatte ich einen Tages einen Zusammenbruch und ich hatte einfach keine Kraft mehr und war ständig am Selbstvorwürfe machen und weinen. Dann ging meine 17 Jährige Beziehung in die Brüche. Und ich bin dann zum Arzt, dazu kommen noch meine chronischen Verspannungen, die auch in Behandlung waren. Zur Zeit ist das alles wie vor 6 Jahren einfach nur sehr schlimm.

Seit wann ist es so schlimm wie jetzt und wie kam es dazu?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Seit ca 2 Monate, den Auslöser weiß ich leider nicht. Am schlimmsten ist es in Stresssituationen und da fängt es beim Einkaufen schon an. Und die Angst sich mit Corona anzustecken. Arzttermine sind zur Zeit überhaupt nicht drin immer vor Terminen geht es mir extrem schlecht (Panik). Oder wenn man Sachen erledigen muss. Ständig das Gefühl der Anspannung und Muskelschmerzen, die Blicke anderer Mitmenschen machen mir Angst .

Vielen Dank,

ich habe den Eindruck, dass derzeit die Ängste Ihre Psyche und weitgehend auch Ihren Körper im Griff haben.

Ängste dieser Art werden in der Regel am wirksamsten behandelt mit Psychotherapie, speziell Kognitiver Verhaltenstherapie. Ich nehme an, diese Behandlung hatten Sie bisher nicht. Auf lange Sicht möchte ich Ihnen das dringend empfehlen. Leider gibt es da lange Wartezeiten, deshalb sollten Sie sich bald auf Wartelisten setzen lassen.

Es gibt einige Selbsthilfemaßnahmen, mit denen man sich selbst helfen kann:

  1. Sie sollten eine Entspannungstechnik erlernen, mit der Sie Ihre Muskulatur in entspannten Zustand bringen können. Zum Selbstlernen eignet sich am besten die "Progressive Muskelentspannung nach Jacobson", eine Anleitung ist im (Online-)Handel erhältlich. Einüben und dann täglich mindesten zweimal anwenden, am besten morgens und abends.
  2. Möglichst häufig und viel Bewegung im Grünen, am besten mit Jogging, mindestens aber stramme Spaziergänge.
  3. Halten Sie sich streng an die Corona-Regeln. Das hilft nicht nur gegen Infektion, das dient auch der Beruhigung.
  4. Legen Sie sich ein Tagebuch an und machen Sie täglich wenigstens einen Eintrag darüber, was Sie wie bewegt.

Das dient dem Übergang und kann eine Psychotherapie nicht ersetzen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die Hilfe und die Tipps, Ich werde versuchen so nach und nach die Selbsthilfemaßnahmen anzuwenden und mich auf eine Wartliste setzen zu lassen. Ich wünsche ihnen auch alles Gute