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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2921
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Meine ex Frau und ich leben seit November in Trennung,bin

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine ex Frau und ich leben seit November in Trennung,bin wieder nach Leipzig gezogen und mein Sohn 6 Jahre war bei ihr alleine, nach kurzer Zeit ist er in der Schule aufgefallen, das die Mutter sich kaum um ihm gekümmert hat, nun ist er vom Jugendamt seit April bei mir /beim Vater. NUN zeigt er Anzeichen von lustlosigkeit, kann such nur kurzzeitig mit etwas beschäftigen, ungeduldig und zappelig,redet ununterbrochen und fällt einem immer ins Wort wenn man mit jemandem anderen sich unterhält.Macht Dinge unnötig kaputt. Neulich Post aufgemacht von Lehrerin und als ich gefragt habe, wo ist der Brief,weiß er es plötzlich nicht mehr. Was soll ich unternehmen, das dieses Verhalten besser wird.Bin am erklären,aber nächste tag ist das gleiche.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Er ist 6 Jahre und nimmt keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Kinderarzt wissen sollte?
Customer: Das war es soweit

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

Sie machen sich Sorgen wegen Ihrem Sohn - ich fürchte, zurecht.

Aber darf ich noch nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Was möchten Sie noch wissen?

Wie war die Beziehung Ihres Sohnes früher - zu seiner Mutter / zu Ihnen?

Was waren die Gründe für die Trennung?

Wie sieht gegenwärtig der Tagesablauf von Ihnen und Ihrem Sohn aus?

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Die Beziehung, war anfangs in Ordnung, gegen später als er in Kindergarten gekommen ist und es um Regeln ging, wurde ihrerseits sich nie daran gehalten, wenn ich,, Nein,,zu etwas gesagt habe, wurde das ignoriert und ein Ja daraus gemacht.zum Beispiel, bei dem Fernsehen schauen was er morgens schon wollte, ich habe zu meinem Sohn gesagt es gibt noch keinen Fernsehen, ist er zur Mutter und sie hat ihn angemacht.So ging es mit vielen Dingen.Obwohl viele ihr aus Familie gesagt haben, an einem Strang ziehen.So ging es lange Zeit.Meine Ex leidet an Depressionen und hat Medikamente genommen und seit der Ankündigung der Trennung diese nicht mehr genommen und somit ist das Jugendamt Ende März als ich durch Trennung schon in Leipzig war, auf mich zugekommen, weil mehrfach Polizei bei ihr gewesen ist, weil der kleine alleine zuhause gelassen wurde und auch in Schule aufgefallen ist, ohne Essen und Trinken und nicht ordentlich gekleidet. Darauf ist er seit 1.April jetzt in meiner Obhut.Unser Tagesablauf besteht , nach dem Frühstück mit Schule lernen, er spielt dann zwischendurch, wenn ich meinen Haushalt erledige, gehen jeden Tag zu Oma und Opa und sind viel draußen.Nur was ich nicht verstehe, obwohl ich es ihm erklärt habe, das er an meinen Sachen nichts zu suchen hat.Wie gesagt, als er den Brief von der Schule geöffnet hat, weiß er bis jetzt nicht wo er ihn verlegt hat. Sobald ich frage zuckt er mit den Schultern und sagt ich weiß es nicht mehr. Das ist das was mich stutzig macht, das Verhalten und mich frag, was ich tun soll.wenn Schule wieder anfängt, wird es vielleicht besser, aber momentan weiß ich nicht, warum er das nicht mehr weiß wenn er was weggetan, wo es ist.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Meine Ex hat keine Termine mehr wahrgenommen und die Lehrerin hat es dem Jugendamt mitgeteilt wegen Kindeswohlgefährdung.Nun ist sie seit dem 1.April seitdem dass Jugendamt da war und ich von Leipzig nach Ludwigsburg gefahren bin und ihm abgeholt habe , in Psychiatrie für längere Zeit, da sie eine Psychose festgestellt haben bei ihr.

Vielen Dank,

Ihr Sohn hat zuhause jahrelangen Stress erlebt: Das Hin und Her in der Erziehung, der Weggang des Vaters (wegen Trennung), eine kranke Mutter, die ihn vernachlässigt hat. Da hat sich bei ihm sehr tiefe Angst aufgebaut. Diese ist der Grund für sein seltsames Verhalten. Er hat also eine psychische Störung.

Briefe von der Schule hat seine Mutter sicher ebenfalls bekommen. Und er hat die Folgen erlebt: Die Schule hat die Trennung von seiner Mutter veranlasst. Jeder neue Brief, der von der Schule kommt, löst Angst bei ihm aus, die Schule könnte jetzt auch die Trennung von seinem Vater veranlassen. Also hat er den Brief gut versteckt oder vernichtet.

Sein Verhalten ist insgesamt von der Angst getrieben, dass er plötzlich ganz allein bleibt. Zeitweises Alleinsein hat er ja bei seiner Mutter zuletzt konkret erlebt.

Es wird lange dauern, bis er diese Erlebnisse insgesamt verarbeitet hat, mindestens mehrere Monate.

Man kann ihm bei der Verarbeitung helfen, dann geht es schneller. Dafür empfehle ich Ihnen:

  1. Sprechen Sie nicht mehr über den verschwundenen Brief. Bitten Sie die Schule um ein Dublikat und holen Sie dieses selbst bei der Schule ab, ohne Ihren dahin Jungen mit zu nehmen. Er sollte nichts davon wissen.
  2. Falls ihm die Schule wegen Corona noch nicht richtig bekannt ist, sollten Sie regelmäßig mit ihm das Schulgelände aufsuchen, damit es ihm vertraut wird und seine Angst vor der Schule abgebaut wird.
  3. Haben Sie mit ihm über Ihre Trennung von seiner Mutter gesprochen? Und über ihre Krankheit? Sie sollten über beides mit ihm sprechen, ohne Schuldzuweisung an seine Mutter. Am besten wäre es, wenn Sie alles mit ihrer Krankheit erklären. An einer Krankheit und deren Folgen trägt niemand Schuld.
  4. Seine auffälligen und störenden Verhaltensweisen sollten Sie möglichst wenig beachten. Bleiben Sie ruhig und liebevoll zu ihm.
  5. Versuchen Sie, mit ihm einen regelmäßig wiederkehrenden festen Tagesablauf zu leben. Damit schaffen Sie langsam eine Ordnung in sein Leben und sein Denken.
  6. Parallel könnten Sie sich um einen Therapieplatz für ihn bemühen. Er sollte eine Kinder- und Jugendpsychotherapie erhalten. Ich nehme an, da gibt es Wartefristen, Sie sollten ihn daher möglichst bald anmelden. Hier https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ finden Sie alle Kassen-Kinderpsychotherapeuten auch in Ihrer Region.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Jungen alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.