So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Johann Schweißgut.
Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2729
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
Johann Schweißgut ist jetzt online.

Stichwort: Narzissmus in der Familie. Ich habe mit 51 ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Stichwort: Narzissmus in der Familie. Ich habe mit 51 ein autobiografisches Buch geschrieben, wo ich liebevoll erzähle von meinen Fragen und Verwunderungen, von meinen Scherzen und Hoffnungen. Als erstes durften es meine Eltern lesen. Sie haben es gelobt und ich habe mich herauslocken lassen und jetzt wird es unheimlich. Ich glaube das kann keiner wirklich verstehen. Mein Vater schickt mir eben ohne Worte einen Speak von Monika Lewinsky. Ich habe mich immer in Frage gestellt und ich tue es immer noch. Ich habe mich vor lauter Mitgefühl für andere fast selber aufgelöst. Meine Eltern können es nicht, sich Fragen stellen und mitfühlen, wie mir scheint. Es macht verdammt einsam. ich halte durch und frage mich, wo ich Unterstützung finden könnte, denn das Thema will hinaus und mein dickes Fell könnte nützlich sein viele Menschen aus diesem Drama zu befreien... E li sabeth
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin eine Frau von 53 Jahren.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Customer: Ich habe eine Autoimmunerkrankung.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

beim Lesen Ihres Textes konnte ist spüren, wie sehr Sie leiden.

Darf ich noch nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ja, gerne.

Bitte erläutern Sie mir die beschriebenen Auswirkungen nachdem Ihre Eltern Ihr Buch gelesen hatten.

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Guten Tag Herr Schweißgut. Schön, dass Sie mir ein wenig zuhören. Ach, was die Reaktion meiner Eltern betrifft, sie haben mich gelobt. Das haben sie immer getan. Dadurch bin ich stark geworden und konnte den ganzen Wahnsinn aushalten. Jetzt, wo ich mutiger mal eine Frage stelle, da werde ich von meiner Mutter angeschriehen, dass mich und mein Buch niemand versteht und dann lockt sie wieder mit Smily Bullerbü. Mein Vater sagt, dass schon zu Hitlers Zeiten Kinder ihre Eltern verraten haben und dann bietet er mir philosophischer Exkurse. Sie sind fast 35 Jahre geschieden... Puh. In dem Buch beschreibe ich mein Empfinden und erzähle auch dankbar von alldem, was sie mir mitgegeben haben.

Was ist das für ein speak von Lewinsky?

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ich fühle mich wie eine geschlagene Magd und nach außen sind meine Eltern so verständnisvoll für ihr Gefolge. Welch eine Gewalt. Der Speak von Monika Lewinsky ist, dass sie erzählt wie brutal die Medien mit Fehlern umgehen. Sie ruft zu mehr Empathie auf. Ich kann nicht mehr, so viel Mitgefühl und Verständnis und Barmherzigkeit wie ich ihnen gegeben haben. Es reicht niemals und meine Geschwister, die diese Abhängigkeit mitmachen sind ihre Geliebten weit weg. Ich habe jetzt einfach mal Mitgefühl mit mir und gebe mir eine Stimme, nach diesem Leben als lebende Selbstmörderin...
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Sie sehen in mir eine Heilige, die ihr Märtyrertum nicht verstanden hat.

Ja, Ihre Qual spricht aus jedem Satz, den Sie schreiben.

Ich vermute, dass Ihr Buch ein Befreiungsversuch war?

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Danke für das Mitgefühl. Und die Erinnerung. Ja. Mein Buch Teil 1 ist noch der Befreiungsversuch (Die Verteidigung meines eigenen Landes). Teil 2 ist dann der Befreiungsschlag (Die Eroberung meines Lebens). Ja, ich werde jetzt wieder dort hinein meine Energie stecken... Ich fühle so einen Energieverlust bei der Beschäftigung mit meinen Eltern. Ich habe selber formuliert: Das größte Geschenk an meine Eltern ist, dass ich ihre Schätze hinaus ans Licht lasse und das eben genau durch dieses Schreiben und Fühlen und natürliche Sein.

Ja, Sie sollten diesen Weg der Befreiung noch weiter gehen, langsam, aber Schritt für Schritt.

Monica Lewinsky hat ja mehrfach über ihre Affäre mit dem Präsidenten geschrieben und dabei immer stärker mit die Unterdrückungsmuster beschrieben, die darin bei ihr gewirkt haben.

Ihren Vater scheint das ja irgendwie berührt zu haben. Vielleicht sieht er Parallelen zu Ihnen?

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Mein Leben hat sich schon immens verändert. Meine Kinder spiegeln mir die freigesetzte Energie. Ich traue mich, mein Buch zu bewerben. Das sind alles wunderbare Zeichen. Die Rückmeldung zum Buch kommen erst langsam. Manche Freunde sind beschämt über meine neue Offenheit. Die meisten sind noch aus der alten Garde. Neue Freundschaften werden sich bilden... Das Alleinseinkönnen haben wir ZuHause gut geübt (und auch hart trainiert). Das hilft mir jetzt. SiSi.

Sie sind auf einem guten Weg.

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ich sehe jetzt erst Ihre Antwort zu Monica. Welche Parallelen sehen Sie?
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Genau dieser Glaube, dass da etwas meine Eltern berührt, hat mich immer weitermachen lassen. Und eben daran bin ich fast verrückt geworden. Wie kann eben genau das sein: Mitgefühl für das Leid, was sie selber ausrichten? Wie kann man dann einfach damit weitermachen? Und sich nie entschuldigen. Die Forderung von ihnen ist, dass ich mich für meine Respektlosigkeit entschuldigen muss...

Ihre Eltern haben wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen, welches Leid sie Ihnen zufügen. Bei dem Lewinsky-Speak scheint ihr Vater aber einen Hauch davon gespürt zu haben.

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Sie bringen mich jetzt zum Heulen. Ja, sie haben es nicht wahrgenommen, wohlmöglich aus einer Verhärtung und Unfähigkeit heraus und was ist wenn ich davon erzähle und ein Gespräch anbiete, dann kämpfen sie nur um ihre Haut. Nach dem Hitlerzitat bezüglich meines Verhaltens glaube ich nicht, dass er mein Leid spürt. Oder doch, er spürt Leid und meint es wäre seins und lenkt es vielleicht um. Ein Stück hat er recht, ich tue ihm Leid an, ihn in der Öffentlichkeit bloß zu stellen, auch wenn es nur ein Tatsachenbericht von meiner Sichtweise aus is und mein Leben. Mein ganzes Leben eine Entschuldigung. Mein ganzes Leben eine Frage. Jetzt bin ich es satt. Bin Antwort. Vielleicht bin ich selber etwas gestört, doch das Bewusstsein dessen, ermöglicht mir, offen von der Situation zu sprechen mit dem guten Glauben und der Hoffnung auf Heilung, für die Menschen, die den Mut haben, sich selber anzuschauen, sich selbstverantwortlich zu bergen und zu befreien...

Ja, gehen Sie diesen Weg weiter. Und erwarten Sie nichts von Ihrer Familie.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Wenn ich den Terror, der in der Luft ist, nicht annehme und schlucke, dann bin ich die Terroristin. Da hilft wohl nur Abstand und eine Maske, auch wenn das Dorf und mein Vater (er ließ sie damals einfach im Stich) und meine Geschwister sich empören, wie ich mit meiner Mutter (nicht) umgehe. Das Ganze fühlt sich an, wie eine unsichtbare Strahlung aus einer Spaltung heraus. Und man gibt mir die Verantwortung für den bildlichen Reaktorunfall. Zeit für eine Energiewende. Ich gehe jetzt mal raus und rodele durch den Schnee den Berg hinab. Wir haben Neuschnee. Danke für's Zuhören. Sie haben mir ein Stück Verständnis geschenkt. Mein strapaziertes Bedürfnis. Haben Sie vielleicht noch einen Tipp, wo ich jemanden finden kann, der oder die mich bei den nächsten Schritten fachmännisch begleiten kann... Ich baue mir nämlich gerade mit diesem Schritt, meinem Buch und der Gründung meiner Selbständigkeit ein neues Leben auf. Reich beschenkt und doch ganz nackig und verletzbar. Schlimmer als es war, kann es nicht werden - ich lebe. Ich wünsche auch Ihnen guten Mut, mit oder ohne Hut. E li sabeth vom Steg MERCI ***** ***** deutschsprachigen Ostbelgien. Hart an der Grenze und auch ganz weich.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Bin zurück. Falls Sie noch noch einem Tipp suchen oder einen finden sollten, dann freue ich mich über diesen. Schonmal viele DANK.

Ja, noch vielleicht hilfreiche 2 Tipps:

  1. Sie könnten sich als regelmäßigen Gesprächspartner eine*n Psychotherpeutin*en vor Ort suchen.
  2. Für den Aufbau Ihrer Selbstständigkeit gibt es sicher auch in Belgien (wie in Deutschland) Berater bei der Industrie- und Handelskammer.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.