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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2533
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, ich bin männlich, 45 Jahre alt, verheiratet und 2

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin männlich, 45 Jahre alt, verheiratet und 2 Kinder im Alter von 4 und 6 Jahre. In meiner Ehe fühle ich mich mehr und mehr durch meine Frau einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt, um den Spagat zwischen Job und Verfügbarkeit für Familie und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Hierzu würde ich gern mal mit einem Experten sprechen.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 46, männlich, keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Customer: Nein

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

ja, das ist häufig sehr schwierig.

Bitte beschreiben noch:

Haben Ihre Frau und Sie am Anfang Ihrer Beziehung oder Ehe darüber im Voraus gesprochen und eine Art Vereinbarung getroffen?

Wie ist derzeit bei Ihnen beiden die Aufgabenteilung in der Familie und bei Familie und Beruf?

Ich frage deshalb nach, weil es da keine festen Regeln gibt. Im Wesentlichen ist das ein immer neues Austarieren zwischen den Partnern.

Wenn Sie meine Nachfragen beantwortet haben, kann ich vielleicht einige Anregungen geben.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Hallo Herr Schweißgut,als wir uns entschieden haben eine Familie zu gründen, gab es eigentlich Einigkeit über das Rollenmodel. Meine Frau hatte zu diesem Zeitpunkt auch eine fehlende Motivation für Ihren Job und sah sich eher in der Rolle der Mutter. Natürlich wollte Sie immer schon zu gegebenen Zeitpunkt wieder in den Beruf zurück, was ich auch befürworte.
Seit meine Frau und ich uns kennen, habe ich einen sehr zeitaufwändigen und reise intensiven Job in der IT und Unternehmensberatung. Ich habe allerdings den Vorteil, in den letzten Jahren viel in der Nähe zu unserem Wohnort zu arbeiten und somit meist abends auch immer zu Hause zu sein.
Aktuell arbeitet meine Frau 20 Std .und ich ca. 45Std.
Ich übernehme im Rahmen der Möglichkeiten viele Haushaltsthemen. Da meine Frau aber sehr perfektionistisch und extrem ordnungsliebend ist, priorisiert sie für sich den Haushalt immer über Arbeitsthemen. Insbesondere die HomeOffice Situation macht das ganz komplizierter, da ich ja "da" bin und sie sich dann nicht unterstützt fühlt, wenn ich nicht immer meine Arbeit zu Hause unterbreche, um ihr zu helfen.
Auch meine beiden Kinder wollen die entsprechende Aufmerksamkeit von ihr. Das bedeutet, dass sie selber sehr angespannt ist, weil sie ihre Themen nicht schafft und dann noch mehr die "fehlende" Unterstützung von mir bemängelt.

Ja, das Homeoffice ist in so einer Ausgangslage wirklich eine besondere Herausforderung.

Ich habe den Eindruck, dass es bei Ihnen beiden manchmal an einer klaren Regelung und dann auch Abrenzung von Übertretungen fehlt.

Wenn Sie außerhalb arbeiten fällt das etwas leichter. Außer Haus arbeiten Sie beruflich und für zuhause sollten dann Zeiten verabredet werden, in denen Sie Pflichten übernehmen. Umgekehrt ebenso bei Ihrer Frau. Sie hätten dann mehr Zeit für Haushalt als Sie, weil Sie ja beruflich weniger arbeitet. Die dann verabredeten Zeiten sollten eingehalten werden. Abweichungen sollten nur in einem Notfall bei den Kindern oder im Haushalt hingenommen werden.

Wenn Sie beide Homeoffice ma*****, *****n sollten in der gleichen Weise Berufszeiten und Privatzeiten definiert und erkennbar gemacht werden. Wenn Sie zuhause arbeiten, sollten Sie in Zimmer für sich haben und z.B. ein Schild vor die Tür hängen mit dem Hinweis "Arbeite für den Beruf". Das wäre ein Hinweis, dass Sie nicht gestört werden dürfen (außer in einem Notfall, s.o.). Ihre Frau sollte das genauso machen.

Dabei ist natürlich wichtig, dass die Arbeits- und Privatzeiten so gelegt und zwischen Ihnen beiden abgestimmt sind, dass für die Kinder immer einer von Ihnen ansprechbar ist, wenn sie zuhause sind.

Das erfordert immer wieder ausführliche Besprechung darüber, wo es gut klappt und wo es kneift. Dabei sollten Sie auch klären, dass die perfektinistische Einstellung und Ordnungsliebe für Sie nicht in der gleichen Weise gelten muss wie für Ihre Frau. Jeder Mensch ist anders und jeder hat zu Ordnung und Perfektion eine andere Haltung. Sie sollten für sich in Anspruch nehmen, dass Sie Ihrer persönlichen Haltung folgen und nicht der Haltung Ihrer Frau. Ich fürchte, an dieser Grenzsetzung liegt viel Konfliktstoff. Aber Konflikte gehören im Zusammenleben immer dazu. Da wird es viel Gesprächsbedarf und vielleicht auch Gefühlsausbrüche geben, aber die gehören zu einer guten Beziehung auch dazu.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Hallo,an der klaren Regelung fehlt es eigentlich nicht. Aber die Abgrenzung bei von Übertretungen könnte gut passen. Meine Frau ist jedoch sehr emotional und kann mich mit diesem Verhalten auch schnell gefühlt unter Druck setzen. Beispiel: Eigentlich sind Betreuung / Aufteilung geregelt. Wenn es ihr dann aber zu viel wird, weil etwas ungeplantes dazwischen kommt, dann kommt schnell die Aussage: "Dann mache ich das halt auch noch und wenn ich zusammenbreche, dann ist das so." Somit liegt dann natürlich der "schwarze Peter" bei mir. Ja ich kann mich auf unsere Abmachung berufen, aber dann bin ich halt schuld, wenn es ihr schlecht geht. Mein Vorschlag, dann einfach mal bestimmte Dinge sein zu lassen (aufräumen, ....) und sich um sich zu kümmern, schlägt sie aus. Es muss ja gemacht werden. Leider weiss ich nicht, wie man bei so einer Situation klare Grenzen ziehen soll, ohne seinen Partner direkt leiden zu lassen.

Naja, so wie Sie das beschreiben, leiden Sie ja in dieser Situation, indem Sie den Schwarzen Peter annehmen.

Wenn Ihre Frau sich nicht bereit ist, flexibel zu reagieren, entlastet sie sich selbst durch die Verschiebung der Last auf Sie. Solange Sie das mitspielen, hat sie je keinen Grund, wirklich "einfach mal Dinge sein zu lassen". Sie sind ja da, es zu übernehmen.

Sie lassen sich unter Druck setzen, nehmen ihr die Last ab und klagen dann, dass sie Ihnen die Last zugeschoben hat. Ein Kreislauf, der so weiter geht, wenn ihn nicht einer von Ihnen beiden unterbricht.

Dass Ihre Frau auch heftig emotional sein kann, wissen Sie ja. Aber diese emotionalen Ausbrüche sind auch ein gutes Druckmittel, den eigenen Willen durchzusetzen.

Wie gesagt, solange Sie da mitspielen, sollten Sie sich darauf einstellen, dass es so weiter geht. Wenn Sie einige Male hintereinander bei dem Spiel aussteigen und die zusätzliche Last nicht übernehmen, besteht eine gute Chance, dass das aufhört.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Ich befürchte, wenn ich in dieser Auseinandersetzung auf zu starken Konfrontationskurs gehe, dass es dann zu einem sehr "zerstörerischen" Streit kommt. Ich habe bereits 2-3 mal den Vorschlag gemacht, dass meine Frau und ich eine Art Paartherapie machen sollten, damit wir diese Themen besser geklärt bekommen. Sie sieht das Problem aber bei mir, da ich ja weniger gut organisiert bin und ihr nicht richtig helfen kann. D.h. ich suche nach einer Möglichkeit, wie ich mich in solchen Stresssituationen "besser" verhalten kann.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Hallo, leider habe ich auf meine letzte Frage noch keine Antwort erhalten. Oder muss ich diese in einer erneuten Anfrage senden? Viele Grüße