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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2381
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich träume seit 20 Jahren einen gleichen Traum, der mein

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich träume seit 20 Jahren einen gleichen Traum, der mein Leben immer mehr einnimmt und mich mittlerweile sehr belastet. Momentan träume ich ihn mehrmals die Woche, die Erinnerung daran bewegt mich den ganzen Tag. Der Traum nimmt mich so ein, dass ich derzeit Probleme bekomme ihn von der Wirklichkeit zu unterscheiden, das ist neu. Gerade wenn es mir nicht gut geht, nimmt er mir jeden klaren Gedanken. Daher muss ich jetzt Hilfe suchen.
Vor ein paar Jahren, habe ich ihn nur 1 Mal im Monat geträumt, aber seltener gab es ihn nie. In diesem Traum treffe ich eine alte Jugendliebe. Ich sage ihm, dass ich große Sehnsucht nach ihm habe, ab und an sagt er mir das auch zurück, ich spüre tiefe Liebe dabei, will ihn umarmen ihm nah sein. Wir suchen nach einem Ort wo wir ungestört sein können, finden ihn aber in Traum nicht, immer wieder kommt jemand/etwas dazwischen. Dann wache ich auf und fühle mich nicht wohl den ganzen Tag, seit 20 Jahren immer das gleiche.
Ich weiß, dass diese Jugendliebe einen Teil meiner Persönlichkeit darstellt in meinem Traum. Lange bin ich davon ausgegangen, dass sie mein altes Leben darstellt als Freigeist im Teenager Alter. Dass ich als erwachsene Mutter mit Verantwortung Sehnsucht habe nach freien, verrückten Gedanken und lauter Musik. Seit ein paar Jahren arbeite ich mit vielen Persönlichkeitstrainings und Selbstreflektions Übungen daran mehr zu mir selbst zu kommen. Auch ein Stück von dieser alten Persönlichkeit wieder zuzulassen, mit der Hoffnung, dass die Träume aufhören. Aber die Träume werden nicht weniger, obwohl mein Leben immer besser und schöner wird und ich niemals so nah an mir selbst war wie jetzt.
Vor einem Jahr ist die alte Jugendliebe wie durch ein Wunder nach so vielen Jahren im Ausland ins Nachbarort gezogen. Seither treffen wir uns regelmäßig. Ich hatte irgendwie gedacht, dass sich das Thema vielleicht damit auflöst, wenn ich mich mit ihm treffe, aber aktuell es wird immer schlimmer. Ich habe ihm sogar von meinen Träumen erzählt mit der Hoffnung, dass es vielleicht dadurch aufhört. Mittlerweile vermischt sich der Traum mit der Wirklichkeit, das macht mir Angst. Ich weiß einfach nicht wie ich das ganze auflösen kann.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 38, weiblich, keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Customer: Nein

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

bitte lassen Sie mir etwas Zeit, mich mit Ihrer Frage zu beschäftigen, damit ich Ihnen gut antworten kann.

Dieser Traum hat sich in Ihrem Unbewussten offenbar festgesetzt - ein Traum von einer unerfüllten Liebe. Das Unbehagen am Tag danach könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Traumgeschichte mit dem Ende des Traumes noch nicht abgeschlossen ist. Im Traum bleibt die Frage offen, wie es weiter geht, wenn der Ort für ein ungestörtes Zusammensein gefunden worden ist.

Es könnte helfen, den Traum aufzulösen, wenn Sie versuchen, die Traumgeschichte zum Ende zu führen. Sorry, ich meine nicht, in der Wirklichkeit mit Ihrer Jugendliebe. Ich meine, in Ihrer Erinnerung, in Ihrer Vorstellung ein Ende des Traumes finden.

Sie könnten ein Tagebuch anlegen, Ihr Traumtagebuch. Das ist nur für Sie, es sollte ein geheimes, intimes Tagebuch sein können.

Schreiben Sie nach jedem Traum da hinein, welche Fantasien Sie haben, wie der Traum zu Ende geht.

Fangen Sie mit dem Schreiben möglichst bald nach dem Aufwachen an. Anfangs wird es Ihnen vielleicht schwer fallen, Fantasien dafür zu entwickeln, das wird mit der Zeit besser. Schreiben Sie jede Fantasie auf, egal wie Sie sie in diesem Moment empfinden oder bewerten.

Damit können Sie eine Grenze zwischen Traum und aktueller Realität aufbauen, das Eine ist Träumen im Schlaf und das Andere ist Fantasieren und Schreiben im Wachzustand, beides zum selben Thema. Damit könnte es Ihnen vielleicht auch gelingen, den Traum wirklich anzunehmen. Denn wenn er sich über eine so lange Zeit immer wieder aufgedrängt hat, zeigt das, dass Sie ihn unbewusst abgelehnt haben. Und mit Ihren Fantasien, die Sie aufschreiben, könnte es gelingen, die Traumgeschichte zu beenden, denn dann wäre das Ziel erreicht.

Damit verschwindet der Traum sicher nicht von einer Nacht zur anderen, aber er wird im Laufe der Zeit weniger und sich schließlich auflösen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.