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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2366
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo ich habe schon seit 8 Jahren KrankheitsSymptome,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo ich habe schon seit 8 Jahren KrankheitsSymptome, welche ich nicht richtig einordnen kann. Ich will ausschließen, dass ich eine paranoide Schizophrenie habe. Können Sie mir helfen, eine Diagnose zu stellen?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 24, männlich, Olanzapin, Risperidon, Seratralin
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Nein
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Ich habe seit 8 Jahren eine körperliche Missempfindung am Rektum, welche eventuell eine Körper- oder Leibeshalluzination sein könnte. Das ist eine Art Krinbeln.
Ich dachte früher eine Zeit lang, dass das ein Zeichen dafür sein könnte, dass ich bisexuell sei.
Diesbezüglich habe ich in manchen sozialen Situationen Angst, dass man mir diese Missempfindung ansieht und mich für homosexuell hält. Ich denke das aufgrund von meinem Verhalten und Mimik (unsicherer Gang) und unsicheres Auftreten, veränderte Ausstrahlung etc.
Sind das Wahngedanken? Wenn nicht, was ist es dann?
Wenn ja, denken Sie, dass ich aufgrund dieser 2 Symptome eine paranoide Schizophrenie habe? Oder kann das auch ganz andere Ursachen haben/ eine andere Diagnose sein?
Und halten Sie es für möglich, dass diese Missempfindung durch einen sexuellem Missbrauch im Babyalter entstanden ist? Dieser Verdacht besteht.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitag von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Darf ich noch nachfragen?

Haben Sie in den vergangenen Jahren noch andere Beschwerden bzw. Symptome gehabt. Wenn ja, beschreiben Sie sie hier bitte. Das hilft mir, Ihre Frage gut zu beantworten.

Sie nehmen Medikamente, die bei Schizophrenie verschrieben werden. Ist bei Ihnen schon einmal eine solche Diagnose gemacht worden?

Sie begründet ist der Verdacht auf sexuellen Missbrauch im Babyalter?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Selbstverständlich dürfen Sie das.Weitere Beschwerden waren Symptome einer Depression wie sozialer Rückzug.
Ängste in sozialen Situationen, Grübelzwang bzgl. meiner sexuellen Orientierung und bzgl. dem Gedanken, ob ich im Alter von 16 Jahren vergewaltigt worden sein könnte, als ich mit einem Freund bei einem Bekannten geschlafen habe und Cannabis sowie Alkohol konsumiert habe. Dieser Gedanke ***** ***** nach dem Aufwachen, als ich die Missempfindung hatte. Ich hatte die Missempfindung aber schon zuvor. Also ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass da etwas passiert ist.
Es wurde bereits einmal die Diagnose Paranoide Schizophrenie gestellt während meinem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, in die ich mich selbst eingewiesen habe aufgrund der genannten Symptome. Meine ambulante Psychotherapeutin hält das aber für eine falsche Diagnose. Es liegt ihrer Meinung nach eine Suchterkrankung vor, sowie Zwangsgedanken und eine Zwangsempfindung. Zur Suchterkrankung kann ich sagen, dass ich früher über einen längeren Zeitraum viel Alkohol sowie Cannabis konsumiert habe. Seit Jahren trinke ich aber selten Alkohol und mit dem Kiffen habe ich seit 2013 komplett aufgehört.
Nun, in der Tagesklinik hat die Ärztin mit im Entlassgespräch mitgeteilt, dass meine Diagnose geändert wurde und nun hebephreme Schizophrenie lautet.
Ich habe mich informiert und das trifft überhaupt nicht zu.
Da sehe ich eher eine paranoide Schizophrenie als wahrscheinlicher an. Wobei ich denke, dass ich wahrscheinlich gar keine Schizophrenie habe.
Darum frage ich Sie, ob meine oben beschriebenen Gedanken, dass man mir die Missempfindung ansehen könnte, Wahngedanken ist. Sind die Kriterien für einen Wahn erfüllt? Ich bin mir nicht sicher, ob ich denke, dass man mir die Missempfindung direkt ansieht, oder ob, was ich passender finde, ich denke, dass man mein durch die Missempfindung verändertes Verhalten bemerken kann (Unsicherer Gang beim Laufen, Mimik, Unsicherheit allgemein, Verspannen der Nackenmuskulatur, Aussprache beim Reden)Der mögliche Missbrauch im Babyalter kam zur Sprache, als meine ambulante Psychotherapeutin ein Einzelgespräch mit meiner Mutter hatte und diese von einer verdächtigen Situation aus der Vergangenheit erzählte.

Guten Morgen,

Ihre Beschreibung hat mich sehr beeindruckt. Vor allem bin ich erstaunt über das "Diagnosen-Jonglieren", das man Ihnen immer wieder vorführt.

Ich kann ja hier keine endgültige Diagnose machen, weil ich Sie nicht persönlich untersuchen kann. Deshalb kann ich Ihnen nur meine Eindrücke schildern und Vermutungen äußern.

Mein Eindruck ist, dass Sie hauptsächlich an Selbstunsicherheit und Ängsten leiden, an sozialen Ängste, großer Unsicherheit bzgl. Ihrer seyuellen Orientierung sowie im Auftreten. Das alles zusammen könnte auch Ihre Missempfindung am Recktum erklären.

Eine Suchterkrankung kann es schon wegen des sehr lange zurück liegenden Konsums nicht sein. Wie man auf eine hebephrene Schizophrenie kommt, ist mit nicht verständlich. Und einen Wahn bzw. eine paranoide Schizophrenie kann ich ebenfalls nicht erkennen.

Wenn Ihre Mutter einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch in Ihrer Kindheit angedeutet hat, sollte man das ernst nehmen. Ein solcher Missbrauch kann der Beginn einer problematischen psychischen Entwicklung sein, die sich dann in der Weise zeigt wie bei Ihnen. Eine solche Entwicklung kann aber erfoglreich behandelt werden.

Ich vermute, dass es sich bei Ihnen eher um eine Angststörung handelt, die der Entwicklung Ihrer Selbstsicherheit im Wege steht. Und unbewusst könnte sich das Trauma des sexuellen Missbrauchs in Ihren Missempfindungen äußern, die dann Ihre Ängste zusätzlich beflügeln.

Sie sollten weiter eine ambulante Psychotherapie machen. Wenn Sie mit Ihrer bisherigen Psychotherapeutin nicht klar kommen, dann sollten Sie wechseln. Für Sie würde sich wahrscheinlich eine Psychotherapie mit den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie eignen. Hier https://www.bptk.de/service/therapeutensuche/ sind alle Kassenpsychotherapeuten Deutschlands gelistet, vielleicht erleichtert Ihnen das die Suche.

Evtl. Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Vielen Dank für ihre ausführliche Antwort!
Das bestärkt mich in meiner Vermutung, dass ich keine Schizophrenie habe.
Ich hätte noch eine wichtige Frage, die auch mit dem Thema zu tun hat. Denken Sie, dass ein gesunder Mensch, der Cannabis konsumiert hat und träumt, nach dem Aufwachen das Geträumte für Realität halten kann?
Ich halte es für unwahrscheinlich, will aber trotzdem nochmal die Meinung eines Experten hören.
Danke für alles!

Ja, man kann Geträumtes nach dem Aufwachen für Realität halten. Das kann schon bei normalen Träumen so sein, unter Cannabis häufiger und über längere Zeit. Wenn der Konsum beendet wird, normalisiert sich das.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Da habe ich jetzt schon verschiedene Meinungen zu dem Thema gehört von verschiedenen Fachleuten.. ich weiß nicht, was oder wem ich glauben soll.
Müssten nicht alle Fachleute die gleiche Auffassung davon haben?
Mein Problem ist nämlich folgendes:
Ich habe eine Erinnerung an eine Situation, in der ich die Missempfindung hatte. Diese Situation fand statt am Abend vor der Nacht, als ich mit einem Kumpel bei einem Bekannten übernachtete und am nächsten Morgen die Missempfindung hatte und mich daraufhin fragte, ob ich vergewaltigt worden sei.
Damit wäre ja eigentlich schon gerklärt, dass die Missempfindung schon vor dieser Nacht da war. Das ist mir wichtig zu wissen. Als die Missempfindung auftauchte, habe ich mich nämlich sexuell in der Region ausprobiert und das ist in meiner Erinnerung chronologisch Monate vor dieser Nacht gewesen.
6 Jahre später kam mir dann plötzlich der Gedanke: was ist, wenn die Missempfindung durch einen Missbrauch vor 6 Jahren entstanden ist? Obwohl es in meiner Erinnerung andersherum ist, war es schon so lange her, dass ich das Gefühl hatte, meiner Erinnerung nicht trauen zu können und fragte mich, ob ich die Erinmerung an die Situation mit der Missempfindung nur geträumt haben könnte. Ich habe einfach das Bedürfnis, es ganz sicher zu wissen, dass die Missempfindung schon vorher da war.
Deswegen stellte ich Ihnen die Frage, ob man Geträumtes für Realität halten kann, um auszuschließen, dass meine Erinnerung nur ein Traum war.
Haben Sie eine Idee, wie ich es schaffen kann, meiner Erinnerung zu vertrauen?Und mir kam auch die Idee, dass ich die chronologische Reihenfolge (Missempfindung, sexuelles Ausprobieren in der Region, Übernachtung bei dem Bekannten) vielleicht, ohne es zu merken, in meiner Erinnerung umgedreht haben könnte, um mich zu schützen? Denken Sie, dass so etwas möglich ist?
Ich hoffe nicht. In dieser Hinsicht hat der Arzt aus der Tagesklinik ganz klar gesagt, dass so etwas nicht möglich ist.
Können Sie seine Aussage bestätigen?Das wären meine letzten Anliegen. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Guten Morgen,

die Aussage des Arztes kann ich als Psychologe nicht bestätigen. Erinnerungen verändern sich häufig, wenn es einen Grund gibt, sich zu schützen.

Darf ich noch etwas fragen?

Haben Sie sich damals homosexuell ausprobiert?

Würden Sie sich heute als homosexuell bezeichnen?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Ok, dann bleib ich wohl weiterhin im Ungewissen.. Bin mir aber ziemlich sicher, dass es so abgelaufen ist, wie ich es in Erinnerung habe.
Nein, ich bin mir inzwischen sicher, dass ich heterosexuell bin.

Ja, Sie sollten Ihrer Erinnerung vertrauen.

Sie waren sich offenbar ein zeitlang unsicher, ob Sie vielleicht homosexuell seien. Aus dieser Zeit und der damals daraus sich ergebenden inneren Anspannung kann eine solche Missempfindung am Rektum entstehen. Wenn es tatsächlich einen Missbrauch in der Kindheit gab, könnte damit ein Nährboden für die später aufkommende Missempfindung entstanden sein. Wenn dann eine solche Missempfindung sich etabliert, automatisiert sie sich leicht unabhängig von Ursache und Anlass.

Man könnte das mit den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie beheben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Darf ich Sie noch bitten, diesen Chat mit einer positiven Bewertung (3-5 Sterne) zu beenden, damit der Bezahlvorgang abgeschlossen werden kann?

Falls Sie dann doch noch Rückfragen haben, werde ich diese selbstverständlich beantworten.

Vielen Dank ***** ***** Grüße

Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2366
Erfahrung: Psychotherapeut
Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Alles klar, vielen Dank! Ja mach ich!
Liebe Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 19 Stunden.
Hallo Herr Dr. Schweißgut,
Ich schaffe es nicht, meiner Erinnerung zu vertrauen. Sie haben ja selber gesagt, dass es auch ein Traum gewesen sein könnte oder ich, um mich zu schützen, die chronologische Reihenfolge in meiner Erinnerung verändert haben könnte.
Ich will so viel Sicherheit, wie es nur geht, um dieses Thema endlich abhaken zu können.
Können Sie mir einen Rat geben?Vielen Dank!

Es tut mit sehr leid, aber ich fürchte, Sie stellen eine unerfüllbare Erwartung an sich selbst und an Ihre Umwelt.

Es kann keine absolute Sicherheit über Erinnerungen und Träume geben. Und die realistisch erreichbare Sicherheit ist gerade bei diesen Themen deutlich geringer als bei anderen Lebensfragen.

Deshalb kommt jeder Mensch immer wieder in die Situation, dass er mit der Unsicherheit leben muss.

Sie haben ja schon viele Fachleute konsultiert. Wenn Sie teilweise unterschiedliche oder widersprüchliche Antworten erhalten haben, zeigt das, dass auch Fachleute in diesen Fragen keine absolute Sicherheit geben können.

Alle müssen so mit der Unsicherheit einer Einschätzung oder Diagnose leben.

Deshalb kann ich aus meiner Sicht nicht mehr sagen als ich oben bereits ausgeführt habe.

Es tut mir sehr leid. Aber niemand von uns ist Gott. Der allein kennt die absolute Wahrheit über uns.