So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Johann Schweißgut.
Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2381
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
Johann Schweißgut ist jetzt online.

Was hat meine Kindheit aus mir / mit mir gemacht? Ich wurde

Diese Antwort wurde bewertet:

Was hat meine Kindheit aus mir / mit mir gemacht?Ich wurde lange und viel gemobbt in meiner Kindheit und Schulzeit.
Ab der Grundschule gab es immer wieder psychische und körperliche Gewalt/Terror.
Bspw. ein Kind das immer wieder auf meinem Heimweg auf mich gewartet hat und mich angegangen ist. Grundlos. Schläge auf Schultern in der weiterführenden Schule oder auch versuche mich in einen Schrank zu sperren . Ich habe meinen Eltern davon nie erzählt. Und wenn doch dann nur so oberflächlich wie nötig /möglich. Ich habe mich geschämt.
Ich selbst hatte einen dominanten Vater der durch seine körperliche Präsens und Lautstärke nicht mein Ansprechpartner war weil ich mich in der Regel eingeschüchtert fühlte.
Lange und laute Streits mit meiner Mutter waren an der Tagesordnung und ich und meine Geschwister haben uns regelmäßig in unsere Zimmer zurückgezogen.
Sie ist sie bis heute zwar eine sehr resiliente Frau aber definitiv gezeichnet und emotional instabil.
Ich hatte das Gefühl als Kind ich bin mit meinen Problemen auf mich allein gestellt. Vllt weil ich die Grundschuld bei meinen Eltern bereits erkannt und akzeptiert hatte (siehe *).Aber ich hatte wenigstens immer meine Bezugsperson nämlich meinen Zwillingsbruder - doch diese Sicherheit wurde mir von meinen Eltern auch genommen.
Meine Eltern hielten es nach pädagogischen Rat und ihrer persönlichen Überzeugung für richtig uns ab der Grundschule zu trennen um unser Eigenständigkeit zu fördern.
Dies war meines Erachtens nach das schlimmste Erlebnis meines Lebens das wohl bis heute Auswirkungen hat und weshalb der Betrug meiner Frau mich so sehr schmerzte denn Sie war mein neuer Anker geworden. Ich erinnere mich wie alleine ich ständig war. Meine wichtigste Bezugsperson fehlte mir von dort an (wie auch nun meine Frau durch die erzwungene Entnabelung). Ich konnte immer nur sehen, dass er im Gegensatz zu mir besser zurechtkam. So wirkte es aber nach Jahren weiss ich nun auch, dass es ihm nicht wirklich gut ging und mobbing sich auch durch seine Kindheit gezogen hatte.Ich weiss wie oft ich totunglücklich und weinend oben im Doppelbett lag weil ich keine Freunde hatte und dies auch laut sagte und mir niemand "half". Alles war immer und durchgängig schwer und ich wollte einfach nur, dass der Alptraum aufhört. Ich hatte mich letztlich damit abgefunden es verdient zu haben bzw. es nicht mehr zu bekämpfen. Es wurde auf perfide Art und Weise einfacher es einfach nur noch zu akzeptieren wie es war. In dieser Destabilisierung konnte ich gefühlt nichts mehr richtig machen und alles und jeder hatte anforderungen denen ich nicht gerecht werden konnte da ich maßlos überfordert war. Ich hatte das Gefühl nie angekommen zu sein. Tag für Tag der Welt ausgeliefert zu sein. *In der weiterführenden Schule wurde es versäumt uns in die Klassen zu schicken in denen die Grundschüler die ich kennengelernt hatte auch gewesen waren.
Ich hatte WIEDER niemanden. ich hatte sie ständig gefragt warum es sein muss und dass ich meinen Bruder gerne in meiner Klasse hätte.
Dies war so schwer zu akzeptieren. Immer hiess es es wäre besser für uns. Nur ich wusste schon in der Grundschule, dass das nicht stimmt. Ich hatte Hoffnung und diese wurde mit dieser Situation wieder zerschlagen. Ich war alleine.Erst im alter von 18 Jahren ist mir wirklich gelungen einen Neuanfang mit mir selber starten Ich konnte wieder auf Klassentreffen gehen und habe auch Entschuldigungen von Peinigern bekommen. Ich wurde Teil einer Band und war auf vielen Bühnen und wurde selbstbewusst. Dann habe ich meine Frau kennengelernt und es fühlte sich einfach alles richtig an. Ich wurde akzeptiert wie ich bin und ich heilte mehr und mehr und konnte meine Vergangenheit soweit verarbeiten und abschliessen, dass ich meinte dort "folgenlos" heraus gekommen zu sein. Dabei bin ich lange Zeit sehr defensiv gewesen und fühlte vieles auf mich bezogen und fühlte mich leicht angegriffen.Die Probleme meiner Frau, sind Ihnen ja mittlerweile bekannt.
Ich denke wir haben einander unbewusst viel Verständnis für unsere Art entgegengebracht ohne wirklich gewusst zu haben warum. Ich denke es ist das eigene Leid das uns geformt hat und das uns ermöglichte instinktiv mehr ineinander zu investieren denn wir haben uns beide etwas gegeben, dass wir beide den Großteil unseres Leben nicht hatten: Stabilität.
Wir beide lernten, dass wir beide keine unbeschadete und gute Kindheit hatten.
Ich habe alles in den 4 Jahren Ehe versucht, dass es meiner Frau und mir und damit uns besser/ gut geht. Speziell in der Schwangerschaft und seit Geburt unseres Kindes.
Habe für Sie versucht alles zu stemmen weil ich stark sein muss und auch war - so habe ich es vor ca. 15 Jahren beschlossen als ich mit meinem ICH im reinen war.
Damit ich nicht als schwach wahrgenommen werde / meinem schwachen Ich meiner Kindheit zeige, dass es dieses nicht mehr gibt. Jetzt kommen diese Wunden wieder hoch.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

bitte lassen Sie mir die Zeit, mich mit Ihrer Frage zu befassen. Ich werde Ihnen dann antworten, aber es kann sein, dass ich erst morgen dazu in der Lage bin.

Guten Tag,

verzeihen Sie bitte, dass ich Sie so lange warten ließ.

Sie haben 2 Grundprobleme aus Ihrer Kindheit beschrieben. Diese Probleme haben Sie geprägt und haben noch heute Einfluss auf Sie.

  1. Sie sind wie alle in Ihrer Familie von Ihrem Vater brutal beherrscht und erniedrigt worden.Es gab für Sie keine Chance, sich dem zu entziehen oder sich dagegen zu behaupten. Dieses Muster hat sich dann fortgesetzt, als Sie von den anderen Kindern gemobbt wurden.
  2. Man hat Ihnen die wichtigste Bezugsperson weg genommen, Ihren Zwillingsbruder. Dadurch waren Sie endgültig ganz allein und hilflos. Sie glauben, dass sich das jetzt in Ihrer Beziehung wiederholt, weil Ihre Frau versucht, sich unabhängiger von Ihnen zu machen.

Diese Traumas aus Ihrer Kindheit verfolgen Sie noch heute. Sie haben die Rettung davor lange Zeit in Ihrer Beziehung gesucht. Dabei haben Sie nicht bemerkt, dass Sie nicht als reifer und innerlich unabhängiger Mann in die Beziehung gegangen sind. Vielmehr haben Sie Ihre Beziehung gebraucht wie eine Art von Medikament gegen diese Kindheitsprobleme. Das hat Ihnen lange ermöglicht, in der Illusion zu leben, dass bei Ihnen alles in Ordnung und gut ist. Aber Sie waren und sind abhängig von der Beziehung und von dieser Illusion.

Ihre Frau war und ist damit objektiv überfordert. Wenn sie innerlich mehr Abstand zu Ihnen sucht, dann ist das gesund für Sie. Mehr innerlicher Abstand, mehr Unabhängigkeit wäre auch für Sie gesund. Daraus würde sich auch die Beziehung zum Besseren verändern.

Es wäre gut, wenn Sie Ihren Vater und Ihre Mutter besuchen würden. Sie müssen Ihren Eltern nicht verzeihen, das würde wohl auch gar nicht gelingen. Sie sollten ihnen nur gerade in die Augen schauen, ohne über die Vergangenheit mit ihnen zu reden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Analyse. Meine Mutter ist aber mutmaßlich nicht erst durch die Ehe mit meinem Vater geformt worden sondern ist selbst in einem instabilen Familienumfeld gross geworden. Sicherlich war dabei in der Ehe nicht zuträglich, in der mein Vater dominant gewesen war. Ich habe nun aber gemerkt, dass genau diese beiden von Ihnen benannten Probleme der Ursprung von allem ist was mich verfolgt hat. Ich denke, dass Sie Recht haben, dass eine beidseitige gesunde Abstandshaltung hinsichtlich der Verantwortung sich gegenseitig glücklich machen zu müssen gut für uns ist. Ich bin aber seit Jahren an dem Punkt individuell meinen Hobbies und Interessen nachzugehen die nichts mit meiner Partnerin zu tun haben. Wir haben beide ein gemeinsames und jeweils individuelles Umfeld und wir erleben ausgehend von der Basis der gemeinsamen Beziehung unsere Bedürfnisse und "klammern" nicht. Zumindest war dies vor der Schwangerschaft der Fall. Mittlerweile kann meine Frau ohne es rückwirkend zu legitimieren sagen, dass der Ehebruch in ihrer eigenen Zurückstellung begründet ist, die sie durch die Bedürfnisskette von mir und meinem Sohn erfahren hatte. Besonders tragisch daran ist, dass ich für meinen Teil keine privilegierte Rolle eingenommen hatte sondern wie erwähnt in voller Rücksicht und Unterstützung mich bis zur Selbstaufgabe abgearbeitet hatte. Dies hatte sie nie so empfunden aber mitlerweile sehen wir was und wie sich alles entwickeln konnte. Selbstverständlich liegen anders gelagerte Beziehungsprobleme zugrunde die wir mitlerweile in der Kommunikation als auch in unseren Rahmenbedingungen der letzten Jahre identifiziert haben. Zusätzlich kommen unsere durch unsere Kindheit geprägten Verhaltensmuster dazu. Wir wissen nun was sich ändern muss. Vielen Dank für Ihre bisherige Hilfe und Unterstützung Herr Schweißgut.

Guten Morgen,

darf ich Sie noch bitten, diesen Chat mit einer positiven Bewertung (3-5 Sterne) zu beenden, damit der Bezahlvorgang abgeschlossen werden kann?

Falls Sie dann doch noch Rückfragen haben, werde ich diese selbstverständlich beantworten.

Meine Antwort auf Ihre andere Frage kommt im Laufe des Tages.

Freundliche Grüße

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Was ich gerne noch sagen möchte ist, dass ich vor Jahren bereits erkannt habe was ich den beiden nicht verzeihen kann nämlich die Trennung von meinem Zwillingsbruder. Ich hatte beide zur Rede gestellt. Ich weiss, dass mein Vater vergleichsweise sehr erschüttert war und nur im besten Wissen und Gewissen handeln wollte. Wenn er wüsste wie sehr ich darunter gelitten habe. Es scheint ihn auch zu verfolgen selbst ohne die Details meines jahrelangen Leidens ab der Grundschule denn er erwähnt es über die Jahre immer wieder mal. Ich denke ich bin weiterhin in der zwar nicht mehr dominierten Rolle wenn ich meinen Vater sehe und treffe aber ich kann nicht sagen dass ich mich komplett von ihm gelöst habe. Meine Frau meinte immer ich bin am schlimmsten wenn mein Vater dabei ist. Ich glaube da ist viel wahrheit dran denn ob es mir bewusst ist oder nicht komme ich in innere Konflikte / Kämpfe allen aber besonders meinem Vater es recht zu machen während ich das nicht will sondern mir selbst gerecht werden muss und will. Und meiner Frau.