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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2081
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich habe mich vor anderthalb Jahren von meinem Mann

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe mich vor anderthalb Jahren von meinem Mann getrennt, weil ich bei ihm keine Luft mehr bekommen habe. Als ich am Ende Panikattacken und Krampfzustände bekam, zog ich die Konsequenz. Jetzt lebe ich in einer neuen Stadt in einem neuen Job, der mir aufgrund der Arbeitszeiten (12-20 Uhr bzw. 14-22 Uhr) kaum Möglichkeiten für soziale Kontakte bietet. Ich leide unter meiner Einsamkeit. Dazu kommt noch ein festsitzender Liebeskummer, da der Mann, der letztlich den Anstoß zur Trennung gegeben hat, letztendlich doch keine Beziehung mit mir eingehen will. Ich fühle mich auch unter Menschen nicht mehr wohl, obwohl ich mich nach Kontakt sehne. Silvester habe ich unter fremden, wenn auch netten Menschen verbracht. Es hat mir nicht geholfen. Ich muss ständig weinen. Wenn ich allein bin und manchmal auch unter Leuten. Es kostet mich immer mehr Kraft, mich zusammenzureißen. Ich glaube, dass ich nicht mehr lange durchhalte. Mir fehlt auch die Kraft, mir einen Termin bei einem Psychologen zu holen. Das dauert alles zu lange und ich befürchte, dass ich die Zeit nicht mehr habe.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin 54, weiblich und nehme keinerlei Medikamente.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Customer: Eigentlich nicht. Nur, dass es mir sehr schlecht geht und ich möchte, dass das endlich aufhört.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

Die Trennung von Ihrem Mann vor 1,5 Jahren hat Sie offenbar total aus der Bahn geworden. Das einsame Leben in einer fremden Stadt ist für Sie nicht mehr auszuhalten.

Darf ich noch nachfragen?

Wie lange waren Sie mit Ihrem Mann zusammen?

Haben Sie Kinder?

Wie ist Ihre Beziehung zu Ihrer Herkunftsfamilie?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
28 Jahre. Ich habe einen Sohn und ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern.

Leben diese in der selben Stadt wie Sie?

Wie ist Ihre Beziehung zu Ihrem Sohn?

Sind Sie noch da?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Mein Sohn lebt in Bayern, aber wir telefonieren jeden Tag und haben ein sehr gutes Verhältnis. Das hilft mir jetzt aber alles nicht weiter.

Ich weiß. Aber ich muss Sie ja zunächst ein wenig kennen lernen und ich sehe Sie hier ja nicht.

Ich habe den Eindruck, für Sie sind in den vergangenen Jahren viele verschiedene psychische Lasten zusammen gekommen. Ein dieser Lasten würde schon reichen, einen Menschen umzuwerfen. Bei Ihnen sind es gleich mehrere.

Sie hatten eine schwere Zeit bei ihrem Mann, haben es nicht mehr ertragen und sind gegangen.

Sie hatten einen anderen Mann kennen und lieben gelernt und er wollte dann doch keine Beziehung mit Ihnen.

In der neuen Stadt leben Sie einsam, der Beruf macht es Ihnen unmöglich, engere Beziehungen zu knüpfen.

Inzwischen fühlen Sie sich schon allgemein unter Menschen nicht wohl.

Es ist mehr als verständlich, dass Sie das alles bis auf den Boden nieder drückt.

Haben Sie schon mal überlegt, welche dieser Lasten Sie am in Zukunft ehesten abwerfen könnten oder möchten?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Mein Job gefällt mir (ich bin Erzieherin in einem Wohnheim für chinesische Jugendliche), aber er wird schlecht bezahlt und die Arbeitszeiten machen mich krank. Mein Ex-Mann möchte weiterhin mit mir etwas unternehmen, aber rein finanziell stehe ich schlecht da. Dazu müsste ich mich scheiden lassen und auf den Krieg habe ich keine Lust. Der Mann, den ich liebe, hält nach wie vor "freundschaftlichen" Kontakt zu mir, was mir aber eher weh tut. Abbrechen kann ich den Kontakt aber nicht. Das habe ich mehrmals versucht und nicht geschafft. Dazu kommt die auferzwungene Einsamkeit. Ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch. Man sagt von mir, dass ich gute Laune verbreite und mit (fast) jedem Menschen gut auskomme. Nur ist eben zur Zeit niemand da.

Ja, solche Arbeitszeiten machen tatsächlich auf die Dauer krank. Erzieherinnen werden überall gesucht, haben Sie schon mal an einen Wechsel gedacht. Das wäre vielleicht auch finanziell besser?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich habe mich mehrmals beworben. Ich bin eigentlich Sprachlehrerin, habe aber lange Jahre nicht in meinem Beruf gearbeitet, sondern als mitarbeitende Ehefrau in der Praxis meines Ex-Mannes. Als Lehrerin möchte ich nicht mehr arbeiten. Alle sozialpädagogischen und erzieherischen Jobs haben aber ebenfalls schlechte Arbeitszeiten und mir fehlt für viele Stellen das Sozialpädagogikstudium. Mein Diplom in Anglistik/Slawistik interessiert niemanden.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich glaube, das können wir hier beenden, Herr Schweißgut. Was ich brauche, ist Soforthilfe. Eigentlich zieht es mich schon runter, dass ich das hier vor Ihnen ausbreite. Und noch tiefer will ich nicht. Auf Wiedersehen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.