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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 2024
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Meine 12 jährige Tochter leidet an einer Angst- und

Kundenfrage

meine 12 jährige Tochter leidet an einer Angst- und Ticstörung. Psychotherapie hst noch nicht die grossen Erfolge gebracht. Der Kinderpsyhiater verordnete jetzt Fluoxetin 10mg.

Sie hat irrationale Ängste, Erklärungen führen zu keinem Erfolg. Wir als Eltern stehen Medikamenten skeptisch gegenüber. Ich fühle mich unwohl wenn ich ihr das Medikament verabreiche.

Können Sie uns beruhigen oder haben Sie Tipps wie man diesen doch völlig "unnötigen" Ängsten begegnen kann. Wir wären sehr dankbar.

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Psychologie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Morgen,

Sie machen sich zu recht Sorgen wegen Ihrer Tochter.

Zuerst möchte ich sagen, dass die Verordnung von Fluoxetin bei dieser Symptomatik ungewöhnlich ist. Dieses Mittel wird in der Regel bei Kindern und Jugendlichen nur bei mittelschweren bis schweren Episoden einer Depression gegeben. Sie haben aber von Ängsten und Tics geschrieben. Außerdem kann dieses Mittel als Nebenwirkung Ängste auslösen oder verstärken. Es könnte daher eine unerwünschte Wirkung eintreten. Sie sollten das mit dem Kinderpsychiater noch einmal besprechen. Es gibt mehrere andere Medikamente zur Wahl.

Darf ich aber auch noch nachfragen?

Wie lange leidet Ihre Tochter schon an Ängsten und Tics? Können Sie sich erinnern, in welcher Lebenssituation die Symptome zum ersten Mal auftraten?

Wie lange läuft die Psychotherapie schon? Ist das eine Therapie bei einem*r Kinder- und Jugendpsychotherapeuten*in?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Herr Schweissgut,
Die Therapie läuft seit einem Jahr bei einer Kinder und Jugendtherapeutin.
Die Tics und Ängste fingen in der 4. Klasse an. In der 3. Klasse hatten sie Schwimuntetricht und dabei ist sie in der Mitzelbahn mal in Panik geraten. Im Sportunterricht der 4. Klasse wurde im Leichtathletikunterricht viel über richtiges und falsches Atmen gesprochen.
Danach begann der Tic(Schulterzucken).
Keiner kann uns sagen was der richtige Auslöser war oder ist. Ihre Ängste drehen sich fast nur ums Atmen und verschlucken und um Krankheiten jeglicher Art.
Sie hat auch Angst vor dem Tod.
Der Psychiater fand das Mittel am "seichtesten" ohne die schweren Nebenwirkungen. Und es hätte kein Suchtpotential.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Welche Schulart besucht sie jetzt? Wie sind ihre Leistungen dort?

Gibt es in der Familie Krankheiten?

Welche Empfehlungen hat die Therapeutin gegeben, wie Sie mit der Krankheit der Tochter umgehen können?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sorry für die vielen Fehler...das Handy hat so ein nicht gutes Schreibprogramm
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sie geht auf ein Gymnasium, hatte auch eine volle Gymnasialempfehlung. Die Leistungen bewegen sich seit dem Schulwechsel im mittleren Bereich.
Sie wird aber voll anerkannt und von den Lehrern unterstützt.
In der Familie gibt es keine besonderen Krankheiten. Meine Mutter ist leider vor ihrer Geburt an einem Hirntumor verstorben. Bluthochdruck ist auch bei meinen männl. Verwandten ein Thema.
Mein Vater ist ängstlich aber wir sehen uns selten...zu grosse Entfernung.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Was empfiehlt die Therapeutin (s.o.)?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ehrlich gesagt empfiehlt sie UNS kaum etwas, ausser ruhig zu bleiben und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Mit unserer Tochter macht sie Spiele, Atemtraining, Entspannungstechnik und mit unter auch Konfrontation.
Gesprächstherapie und eine Gruppentherapie finden statt.
Wir Eltern bekommen leider zu wenig gute Tipps aber vielleicht gibt es die auch nicht. Ausser ignorieren und Sicherheit geben ist kaum ein Rat dabei.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank.

Die Mitglieder scheinen mit einer hohen psychischen Spannung zu leben, das zeigt sich wohl auch an dem Bluthochdruck. Und Ihr Vater ist ein ängstlicher Mensch, das überträgt sich, auch wenn Ihre Tochter ihn nur ganz selten erlebt. Aber diese Eigenschaften sind kein Grund zur Sorge.

Bei Ihrer Tochter spitzt es sich zu in ihren Ängsten. Sie steht offenbar unter starker psychischer Spannung (Tics) und reagiert leicht mit Angst.

Es ist gut, dass sie zur Psychotherapie geht, dort wird im Laufe der Zeit psychische Spannung abgebaut (es dauert halt).

Sie können dazu beitragen, dass Ihre Tochter gelassener und damit psychisch stärker wird.

Sprechen Sie mit ihr über ihre Angst, wenn sie sie erwähnt. Lassen Sie sich von ihr nur erzählen, wovor sie Angst hat, ob sie schon etwas dagegen getan hat, bieten Sie ihr vielleicht sogar an, mit ihr zum Arzt zu gehen, um das abzuklären.

Also nicht die Angst ignorieren, aber ruhig und souverän bleiben. Vielleicht müssen Sie wirklich mal zum Arzt gehen, um zu zeigen, dass Sie sie ernst nehmen. Aber auf diesem Wege stärken Sie die Psyche Ihrer Tochter, so dass sie besser mit der Angst umgehen kann und sie sogar verlieren kann. Und wenn die Angst nachlässt, wird sie entspannter und dann lassen auch die Tics nach.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute.