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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1960
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Mein Mann (67) und ich (63) lieben uns sehr. Nach dem Tod

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Mann (67) und ich (63) lieben uns sehr. Nach dem Tod meines Mannes vor 5 Jahren haben wir uns per Internet kennengelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich kann sogar sagen, seitdem ich mit ihm zusammenlebe weiß ich erst ,was Liebe ist.
Er ist von Kindheit an sehr vergesslich, eine Eigenschaft, die in jüngster Zeit massiv zugenommen hat. Wir haben eine Vereinbarung, dass ich ihn immer wieder an wichtige Dinge erinnere. Er ist mir dafür sehr dankbar. In letzter Zeit häufen sich aggressive Anschuldigungen vor allem im Zusammenhang mit Freunden von mir, die er ungerechtfertigt schlecht macht. Ich leiste natürlich Widerstand und weise ihn auch, allerdings eher selten, in seine Schranken. Oft ist dann eine Weile alles friedlich, weil diese Situation wahrscheinlich vergessen wurde. Auch der Sachverhalt, der vorher aggressiv kritisiert wurde, ist plötzlich ganz anders und auch bejahend.
Aber es ergeben sich immer wieder neue Situationen, in denen er anfängt aggressiv und verletzend rumzumeckern.. Noch habe ich Verständnis und die Liebe trägt diese Situationen. Aber ich merke, dass ich ständig in Hab Acht Stellung bin, was mir viel Energie raubt.
Wie verhalte ich mich am Besten, um ihn aus dieser Situation rauszuholen und weiterhin in tiefer Liebe mit ihm unser Leben zu leben.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Abend,

Sie befinden sich in Ihrer Beziehung in einer schwierigen Lage. Sie lieben Ihren Mann, er liebt Sie und Sie können das genießen.

Er braucht manchmal Hilfe wegen seiner zunehmenden Vergesslichkeit. Das ist für ihn sicher sehr unangenehm, vielleicht empfindet er das auch als demütigend. Das ist weder Ihre Schuld noch seine. Trotzdem können solche Gefühle bei ihm hoch kommen.

Das kann dazu führen, dass er im Gegenzug unbewusst an anderer Stelle Sie verletzt und demütigt. Damit versucht er unbewusst, das Gleichgewicht zwischen Ihnen immer wieder herzustellen. Wenn Sie ihn auf seine Schwäche (Vergesslichkeit) hinweisen, weist er Sie auf Ihre vermeintliche Schwäche (Ihre Freunde) hin.

Sie sollten ihn darauf hinweisen, dass vermutlich dieser Zusammenhang besteht. Und dann sollten Sie vorschlagen, dass Sie ihn nicht mehr an wichtige Dinge erinnern, weil Sie ihn nicht "klein machen" möchten. Im Gegenzug wünschen Sie sich, dass auch er nicht mehr versucht, Sie "klein zu machen".

Das könnte Ihre Liebe retten und Ihnen das Zusammenleben erleichtern.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ich möchte an obigen Sachverhalt anschließen. Mittlerweile haben wir uns sehr intensiv ausgesprochen und ich habe von ihm Folgendes erfahren: Er sagt, dass ihn immer wieder mal eine Gedankenflut überrollt, die alles was davor war vergessen lässt. Offensichtlich sind diese schweren Anschuldigungen gegenüber meinen Freunden auch wieder vergessen. Wir haben ausgemacht, dass er versucht seine Gedanken auszusprechen, wenn es ihn wieder überrollt. Diese Gedanken sind nicht. persönlich, sondern betreffen Geschichte und Politik und menschliche Verhaltensweisen. Bei den schlimmen Anschuldigungen über meine Freunde habe ich einen Weg gefunden ihn dort rauszuholen. Ich beende das Gespräch mit einer Ansage wie zum Beispiel Geh doch alleine hin oder sprich doch selber mit dem xy. Dann ist Schwiegen. Wie ist denn sowas zu verstehen?