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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1928
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich bin an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiter weiß. Fühle

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin an einem Punkt, wo ich nicht mehr weiter weiß. Fühle mich wie gelähmt. Mein ganzes Leben ist ruiniert, weil es eine Sache gibt, die mich immer wieder aus meinem normalen Lebensumfeld reißt. Die Sache kostet mich Jobs, viel Geld, Beziehungen und bringt mir viel Tränen, ein Doppelleben und Verzweiflung. Möchte die Thematik für das Verständnis kurz ansprechen, wobei es jedoch nicht um die Sache selbst geht. Das wurde schon mit vielen Psychologen vor Ort besprochen. Vielmehr geht es um das Jetzt. Mittlerweile habe ich völlig die Orientierung um den weiteren Werdegang verloren.
Bin eigentlich ein Mann, sah mich aber bereits als kleines Kind eher als Mädchen. Was bereits im frühen Alter zu einem Doppelleben führte, was mich sehr belastet. Ich kann mich einfach nicht mit meiner Diagnose „Transidentität“ abfinden und versuche seit Jahrzehnten ein normales Leben als Mann zu leben. Viele Monate geht das auch gut, doch je länger ich das unterbinde, desto intensiver wird der Ausbruch. Dann entsorge ich alle Männersachen. Je fraulicher ich aussehe, umso besser fühle ich mich. Sicher ist das für viele schwer nachzuvollziehen aber ich finde es wunderbar, wenn ich als Frau angesprochen werde. Nach einiger Zeit meldet sich das Rationale wieder und ich kehre zurück in die Männerrolle. Das bedeutet wieder neue Männersachen zu kaufen.
Seit 13 Jahren bin ich mit einer Frau zusammen, die um die Thematik weiß. Es wird immer schlimmer. Wir haben seit 11 Jahren so gut wie keinen körperlichen Kontakt mehr. Keine Küsse, von etwas intensiverem ganz zu schweigen. Ich weiß auch gar nicht, ob ich das will. Es ist nur Fassade, Harmonie nach außen. Leider ist da noch ein wunderbarer 11jähriger Sohn, den ich sehr liebe und nicht verletzen will. Früher war es noch recht einfach meine Sache auszuleben, doch jetzt kommen Fragen über mein periodisches Fernbleiben. Es tut mir so weh, nicht ehrlich zu ihm sein zu können, da ich nicht weiß, wie das ein Kind aufnimmt, wenn es erfährt, dass der Papa lieber so weiblich wie möglich sein möchte. Hatte auch schon mehrere Begegnungen mit Männern, zu denen ich mich sehr hingezogen fühlte.
Meine Frage ist eigentlich nur, wie kann ich aus diesem Teufelskreis ausbrechen? Über einen kleinen Hinweis wäre ich so unendlich dankbar.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 50, männlich und keine Medikamente
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Customer: Hoffentlich habe ich alles wesentliche in meiner Frage angesprochen.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Abend,

verstehe ich richtig?

Sie genießen es zeitweise, ein Mann zu sein, und Sie genießen es andererseits zeitweise, eine Frau zu sein.

Damit haben Sie zwei Geschlechtszustände, die Sie genießen können. Das funktioniert aber offenbar nur, wenn das zu unterschiedlichen Zeiten stattfindet.

Habe ich das richtig verstanden? Wenn nicht, korrigieren Sie mich bitte.

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
An dem Leben als Mann genieße ich nichts.

Okay. Also ist es eindeutig, dass Sie sich nur in der Rolle als Frau wohl fühlen?

Was hat sie bisher daran gehindert, diese Rolle voll einzunehmen?

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Meine Familie und die Angst als Freak angesehen zu werden.

Dafür nehmen Sie seit Jahrzehnten dieses Opfer auf sich?

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Danke für diesen Satz. Meinen Sie, ich sollte mich von allem lösen und mein Leben leben? Später würden es schon alle verstehen?

.Sie schrieben oben noch von einer anderen Sache, über die Sie nicht reden wollen. Hat die auch mit Ihrer Weiblichkeit zu tun?

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Es geht nur um diese eine Sache. Das reicht mir schon völlig. Nochmal auf die Frage; wie sollte ich mich entscheiden? Bitte geben Sie mir nur einen kleinen Hinweis. Hat es Sinn, weiter dagegen anzukämpfen oder sollte ich meinem tiefen Wunsch nachgeben?

Es macht keinen Sinn, dagegen zu kämpfen, Sie können es nicht besiegen. Das Weibliche in Ihnen wird immer wieder kommen, unausweichlich und unbesiegbar.

Sie sollten sich von der Frau in Ihnen besiegen lassen, dann werden Sie glücklich.

Ihr Umfeld wird zunächst schockiert sein, sich dann aber daran gewöhnen. Vielleicht verlieren Sie die eine oder andere Freundschaft, aber Sie gewinnen sehr viel.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Sie wühlen mich gerade sehr auf. Ich denke, Sie sind ein sehr guter Psychologe. Danke. Eine letzte Frage hätte ich noch. Wenn es keinen Sinn ergibt, gegen das Unvermeidliche anzukämpfen,wie sollte ich das meinem Sohn erzählen?

Wie alt ist er?

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
11 Jahre.

Er ist alt genug.

Sie sollten es ihm offen sagen, so wie es für Sie ist und immer war. Und dass Sie sich jetzt nach langem Leiden entschieden haben.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Herzlichen Dank. Sie waren mir wirklich eine große Hilfe.