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BJnD8
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1197
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Unser 18 jähriger Sohn ist zurzeit stationär in der

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser 18 jähriger Sohn ist zurzeit stationär in der Psychiatrie. Reicht eine Vollmacht zur Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht?
oder wie können wir als Eltern schneller zu einem Gespräch kommen. Braucht es noch eine Vollmacht dass wir ihm helfen dürfen?
Seit ca. 8 Tagen werden wir, und vor allem unser Sohn im ungewissen gelassen, wie eine Hilfe aussieht wie lange das dauert und wie es weitergehen soll. Er versuchte sich die Pulsadern aufzuschneiden und ist freiwillig in der Klinik. Wir haben den Eindruck man wird hingehalten.
Was können wir als Eltern tun? Wir warten auf schon einige Tage auf eine Info vom Zuständigen Psychiater
Vielen Dank

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

zunächst die einfache Frage: Wenn Sie mit dem behandelnden Arzt sprechen wollen über die Krankheit Ihres Sohnes und die Hilfemögichkeiten, dann reicht eine Bescheinigung Ihres Sohnes, dass er die Ärzte von der Schweigepflicht entbindet. Das bedeutet aber nicht, dass Sie dann einen Anspruch auf einen "schnellen" Termin haben. Das legen die Ärzte fest.

Wenn Sie Ihrem Sohn helfen wollen, stellt sich die Frage, welche Hilfe Sie zusätzlich zur ärztlichen Hilfe geben können und welche Hilfe aus Sicht der Ärzte sinnvoll ist. Über die Art der Hilfe entscheiden die Ärzte. Wenn Sie eine Entbindung von der Schweigepflicht haben, brauchen Sie keine weitere Vollmacht, dass Sie Ihrem Sohn helfen dürfen.

Noch komplizierte wird es beim dritten Teil Ihrer Frage. Verständlicherweise machen Sie sich große Sorgen wegen Ihrem Sohn. Er hat offenbar einen Suicidversuch unternommen. Das ist ein Hinweis auf eine schwere psychische Störung bei ihm. Da ist es nicht immer leicht, die Störung genau zu diagnostizieren und die Hilfen bzw. Therapie festzulegen. Und das dauert in der Regel länger, eine Woche reicht meistens nicht. Vielleicht lässt man Sie deshalb warten, weil das alles noch unklar ist. Ich denke, sobald die Ärzte Klarheit haben, werden Sie auch mit Ihnen sprechen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag Herr Schweissgut,vielen Dank für Ihre Info. ich frage mich ob es den Ärzten nicht hilfreich wäre, wenn sie auch uns anhören würden?
Bei unserem Sohn ist das Problem dass er im 3 Lehrjahr ist und ihm der Beruf seit Anfang nicht gefällt. zusätzlich hat er einen Chef der launisch ist und die Mitarbeiter ab und zu anschreit. Das bestätigte auch sein Ex Frau die im Büro tätig ist. Unser Sohn sei sehr gut im Team aufgenommen macht seine Arbeit gut und gibt sich Mühe. In der Gewerbeschule hat er es schwierig, was wir auch seit Anfang vom Lehrer wissen. Viele Lehrabgänger mit schwierigem familiärem Hintergrund die auch von der Schule fliegen.
Unser Sohn hat in der ganzen Zeit mehrere Bewerbungen für andere Lehrstellen geschrieben, aber leider nur absagen bekommen. Er nimmt keine Drogen, raucht nicht und auch kein Alkohol. Wir haben immer wieder über die Berufliche Situation mit ihm gesprochen. Konnten aber da nicht weiterhelfen. Es ist aber offensichtlich dass er auch in der Klinik schon bei Eintritt die berufliche schwierige Situation der Auslöser ist.
Er hat sich selber eingeredet dass er nur noch gut ein Lehrjahr vor sich hat, und er es auch besser findet eine Ausbildung abgeschlossen zu haben. Der Druck war aber zu gross.
Zudem hat er bei Eintritt eine freiwillige Erklärung unterschrieben dass er freiwillig in der Klinik ist. Somit sollte es doch kein Problem sein ihn frühzeitig zu entlassen. Nun versuchen die Ärzte ihn zu überreden und für mich sieht es wie Manipulation aus um ihn länger dazu behalten. ist das richtig?
vielen Dank ***** ***** Grüsse
Irene. Aeberli

Guten Abend,

ich kann von hier aus nicht beurteilen, ob es richtig ist, dass Ihr Sohn noch weiter in der Klink bleibt. Nach allgemeiner Erfaharung kann ich aber sagen, dass ein Klinik-Aufenthalt von 8 Tagen eine sehr kurze Zeit ist für eine seriöse Abklärung der Problematik des Patienten. Ihr Sohn hat einen Suicidversuch unternommen und wenn die Ursache nicht geklärt und eine Behandlung deshalb noch nicht beginnen konnte, besteht eine hohe Wiederholungsgefahr. Vielleicht sind die Ärzte deswegen so vorsichtig.

Für eine fachlich fundierte Diagnose müssen die Ärzte sich ein eigenes Bild verschaffen. Deshalb steht das Gespräch mit den Angehörigen am Anfang häufig nicht im Vordergrund. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Ärzte sicher eher zu einem Gespräch mit Ihnen bereit sein.

Für Sie als Eltern ist es sicher kaum zu ertragen, dass Sie derzeit so wenig wissen über die ärztliche Betreuung Ihres Sohnes. Sie lieben Ihren Sohn offenbar sehr und sind jetzt von Ihrer Sorge um ihn sehr belastet. Sie sollten aber bedenken: In der derzeitigen Situation - nach einem Suicidversuch - werden die Ärzte sicher alles Erdenkliche für ihn tun. Niemand kann sich wünschen, dass er zu früh entlassen wird und dann einen neuen Suicidversuch unternimmt.

Deshalb ist es besser, wenn Sie jetzt versuchen, etwas Geduld aufzubringen.

BJnD8 und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag,
Vielen herzlichen Dank, Sie haben mich gut informiert. Wir hatten jetzt ein Gespräch mit unserem Sohn und dem zuständigen Psychiater. Es ist so, dass der Arzt ohne Einverständnis vom Sohn, gar nicht mit uns reden darf. Das ist auch ok für mich. Das nicht wissen, und keine Informationen zu bekommen war für uns eine zermürbende Zeit. Da unser Sohn ja völlig neben den Schuhen stand und er nur noch nach Hause wollte.
Es war umso mehr hilfreicher mich übers Internet mit Ihnen auszutauschen.
Ich danke ***** *****
Freundliche Grüsse
Irene Aeberli