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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1277
Erfahrung:  dasdasd
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Hi und Danke im Voraus!Vorgeschichte:Ich bin recht ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Hi und Danke ***** *****!
Vorgeschichte:
Ich bin recht ein Glückspilz und bekomme vom Leben glücklicherweise Spiegelpersonen geschenkt. In den letzten zwei Jahren, nach einem "breakup" konnte ich viel über mich lernen.
1) Mir sind Kindheitserinnerungen "erschienen", wo ich gesehen habe das ich quasi ein bisschen die Beschützerrolle meiner Mutter inne hatte, als mein Vater viel unterwegs war und sie meistens gestritten haben. Das war meistens nicht gleich erfolgreich (meine Mutter hat damals auch ein getrunken, nicht excessiv aber emotional auswirklend), wurde zuerst oft (oder auch nur ein paar mal, weiß ich nicht mehr) weggestossen wenn ich sie trösten wollte. Ich musste mir dann viel Mühe geben, Zeichnungen/Geschenke, brav sein etc bis meine Mutter nach einem Streit mit dem Vater wieder gut (auch mit mir) war. So hab ich das in Erinnerung, vermutlich hätte sie sich von selbst beruihgt in der Zeit.
2) Mein Vater hat oft den "Fluchtweg" gewählt, sprich wennimmer die (zweifellos oft starken aber berechtigten) Emotionen auf Seite meinre Mutter hochkamen, ist er meistens geflüchtet da er keine Antowrt darauf hatte. Am Ende dann bei einer Scheidung als ich 16 war. Wobei hier interessant war dass meine Mutter ihm noch eine chance gegeben hätte ("wenn die kinder groß sind"), aber er nicht warten konnte/wollte (hat dann noch 2x mal geheiratet etc, und lebt jetzt alleine)
Bei mir wirkt sich das folgendermassen aus:
Ich habe einen sehr großen Freundeskreis mit sehr guten engen Freunden *klopfaufholz*. Wenn es aber um Mädels (Frauen, für Beziehung oder Sex) geht, wechsle ich irgendwie zwischen Position 1 und 2 wie oben beschrieben. Auf der einen Seite geb ich (zu) viel, und mitigiere das etwas matcho-hafte verhalten meines Vaters in dem ich über-supportive und vielleicht über-nett bin etc (siehe was in meiner Kindheit "funktioniert" hat). Das lieben meine "Partner" oder potentielle "Partner" zwar, aber natürlich nicht auf eine sexuelle Weise (attraktivtät geht da verloren scheinbar).
Das Problem ist, dass ich dann in verschiedenen Situationen (rein innerlich) überreagiere, und denke dann immer sobald es einen Grund gibt, zB ein sexuell attraktiver typ vorbeikommt, sie dann weg ist und mich komplett vergisst, und dann kommt diese "unendliche" Einsamkeit(absoluit übertrieben, aber rein das Gefühl ist so), von der ich weiß dass sie nicht echt ist, vermutlich eine Erinnerung an oben, wo ich dann oft alleine war (vater geflüchtet, mutter hat sich im zimmer weinend eingesperrt).
So, und jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
In Wahrheit weiß ich (inzwischen) dass ich der bin, der irgendwie wie mein Vater, auf kalt sein kann. Wenn ich zB bei einem dieser potentielen Mädels (oder auch welche die mir nicht "so wichtig" waren) keine chance mehr sehe (reinprojeziert, nicht von ihnen aus) oder nicht mehr interessiert bin, dann will ein teil von mir einfach sagen "drauf geschissen", s'leben geht weiter, was manchmal auch stimmt, aber manchmal auch nicht. Da sind dann diese anderen Menschen eigentlich die die "stehen gelassen" werden von mir - aber für mich fühlt es sich gleichzeitig so an als würde das von ihnen ausgehen.
Ich checke nicht was ich mit dieser Spaltung machen soll. Ist die "message" eher - "Du bist kälter als Du glaubst, akzeptiers, werde so, keine Angst wenn Dich weniger Leute mögen", oder eher "siehst Du was Du so anstellst mit Deiner (potentiellen) Kälte, das musst Du abstellen/in den Griff kriegen".
Habt ihr da einen Tipp für mich?
Danke ***** *****
und lG!
Werner

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

das ist eine sehr komplexe Situatation - da ist Ihr Problem nachvollziehbar.

Darf ich noch etwas nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Herr Schweißgut,natürlich! Welche Frage kann ich beantworten? :)Bitte entschuldigen Sie aber im Voraus die unregelmässigen Antwortzeiten, bin selbständig und oft länger beschäftigt.lG

Sie schreiben, dass Sie 41 Jahre alt sind. Leben Sie als Single oder in Partnerschaft? Hatten Sie schon mal eine längere, jahrelange Beziehung? Haben Sie Kinder? Leben Ihre Eltern nach?

Danke ***** ***** für diese Ergänzunngen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ja, 41 Jahre, aber jung-geblieben (bisschen "Peter Pan Syndrom" mässig hab ich mir sagen lassen), aber das bezieht sich eher darauf das mein Frauentyp eher die junge/jung-gebliebenen sind, also nicht so die die schon an Kinder denken, und wenn dann nur wenn sie das "mädchenhafte" ("girl" ist das bessere wort) nicht verloren haben.Beruflich erfolgreich selbständig, als Software Entwickler bzw Consultant darin.Ich bin Single. Meine längste (und letzte Beziehung), aber schon sehr ernst mit Kindergedanken und so, waren genau 2 Jahre, von 2/2014-1/2016, die längste davor war im Jahr 2000, 1.5 Jahre, dazwischen einige zwischen ein paar Wochen und einem halben Jahr. Alle diese Partnerinnen waren außerordentlich gut, innerlich und äußerlich, mit den wichtigsten bin ich noch (teilweise sehr gut) befreundet.Mein Eltern leben noch, meine Mutter sehe ich regelmässig, wohnt in der Nähe - zur Zeit wohnen mein jüngerer Bruder, meine ältere Schwester und meine Neffe bei ihr was praktisch ist (hat economische sowie persönliche Gründe dass sie dort sind, verstehen sich alle gut *klopfaufholz*.
Mein Vater wohnt allein im Haus meiner (verstorbenen) Großmutter, reist aber viel und war dazwischen wie gesagt schon 2x verheiratet. Das Verhältnis ist gut eigenltich, aber eher freundschaftlich als "warm".

Vielen Dank, ***** ***** Ihre Frage sehr differenziert begründet, dass hilft mir zu verstehen.

Sie haben die beiden Seiten beschrieben, die Sie in Ihrer Persönlichkeit sehen. Die fürsorgliche, weiche Seite, die Sie bei Ihrer Mutter aufgebaut haben, und eine konfrontierende, harte Seite, die Sie eher bei Ihrem Vater sehen. Sie beschreiben, dass es für Sie schwierig ist, mit diesen beiden Seiten umzugehen.

Damit haben Sie zunächst das allgemeine menschliche Los beschrieben, dass man als Kind Eigenschaften der Eltern oder transportiert über die Eltern übernimmt. Sie werden prägender Bestandteil der Persönlichkeit. Darauf aufbauend kann sich die Persönlichkeit dann im Leben weiter entwickeln.

Ich habe den Eindruck, dass Sie diese Ihre Eigenschaften eher als einen Entweder-Oder-Gegensatz erleben. Dadurch stehen Sie u.a. vor dem Problem, dass die harte Seite manchmal dazu neigt, eine an sich weiche, fürsorglich geprägte Beziehung zu zerstören. So, als wenn nur entweder die eine Seite oder die andere Seite eine Beziehung gestalten kann, aber nie beide.

Dieses Entweder-Oder wird von ihnen selbst ins Spiel gebracht. Die Persönlichkeitseigenschaften selber verhalten sich zueinander nicht entweder-oder, vielmehr ist es tief in Ihrem Inneren eigentlich ein Sowohl-als-Auch-Verhältnis zwischen den beiden.

Diese Eigenschaften sind ja im Grunde unterschiedliche Fähigkeiten bzw. Begabungen. Beide sind da und keine kann man ignorieren oder beseitigen. Aber Sie können sich anschauen, in welchen Lebenssituationen eher die eine Fähigkeit zum erwünschen Erfolg führt und in welcher Situation die andere erfolgreicher ist. Also jede der Eigenschaften muss leben können, aber jeder wird gewissermaßen ein Platz in Ihrem Leben zugewiesen. So kommen sie sich nicht in die Quere und Sie können im Ganzen davon profitieren.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Danke! Das ist schon sehr mal aufschlussreich. Macht auch Sinn!Ich hätte da noch eine Frage zur "Praxis".Ein Beispiel, ich lerne eine Frau (ein Mädel) kennen, sie mag mich, liebt mich relativ bald auf eine sehr enge und vetraute weise, weil von mir auch bald viel Liebe kommt, aber verliert oder bekommt garnicht das sexuelle (im Sinne mann-frau-attracted) interesse -weil "zu einfach"- und ist entweder enttäuscht weil das eine fehlt, oder (im regelfall) ganz happy einen weiteren so guten Freund zu haben, was für mich auch ok und verständlich ist (ich kenne das ja auch von meiner Seite in anderen Fällen).Das ist ein Muster das so in der Form auch immer wieder mal auftaucht, und vermutlich weit verbreitet ist - aber nur die Grundlage meiner Frage:Wenn -wie geagt, zum Beispiel in obiger Situation- dann dieses Mädel scheinbar Interesse verliert, dann fühlt sich das an als würde (hab ich glaub ich schon erwähnt) sie null(!) interesse mehe haben, quasi mich vergessen, und als würde mich die person dann garnicht mehr brauchen. Ich fühle mich ungeliebt, generell. Aber DAS ist eben projeziert.Der Punkt, wenn ich diese "Kälte" rausprojeziere und quasi als Empfänger rein bekomme dann gehts mir schlecht und ich bin "vampirisch" mit dem quasi falschen Bild dieser Frau verbunden. Wenn ich dann aber ganz abschneide, nehme ich die andere Seite ein und das würde "backfiren", weil die Gefühle ja echt sind, nur diese Abhängigkeit nicht.Ich hoffe das macht Sinn Sie verstehen was ich meine.Die Frage ist - Was für einen Tip hätten Sie für mich in diesen Situationen wo meine "eigene potentielle Kälte/übertriebene Abgrenzung" mich "als Opfer verletzt". Wie kann ich aufhören das auf andere zu projezieren und mir damit diese unwahre Einsamkeit zu bescheren?In der Arbeit ist es übrigens ähnlich, Kunden von mir (ich arbeite vor Ort bei Kunden, im Schnitt für ein Jahr ca) werden gegen Ende hin distanziert (zwar höflich aber eindeutig distanzierter zum fast-familien feeling vorher) und es fühlt sich an als würde es von ihnen kommen - in Wirklichkeit bin aber ich der der schon vorher auf Distanz geht und bei menschlichen Auswirkungen meines Abgangs halt sagt "naja, das ist die arbeitswelt, so rennt das hier, sorry".Wenn ich Ihre erste Antwort richtig verstanden habe, wäre letzters ein Ort wo das ok ist, diese Distanz (weils tatsächlich gut ist als sebständiger).
Aber ersteres sollte nur die "warme" Seite berücksichtigen? Soll ich bei Freunden, Frauen etc diese "kältere" Seite einfach nicht leben? Weil sie eigentlich dort keinen Platz hat?Hm, ich bin mir nicht sicher ob Sie mir auf diesen Salat antworten können, aber freue mich über jede Rückmeldung.Danke,
LG

Ja, Ihre Gefühlslandschaft ist außerordentlich komplex.

Der "Salat" entsteht dadurch, dass Sie die Verhaltensmuster "Wärme" und "Kälte" nicht auseinander halten. In den beiden letzten Beispielen kommt beides in beiden Situationen vor.

Sie sind ein guter Sohn Ihrer Mutter, denn Sie leben die Gefühle der Fürsorge und des Verlassenwerdens, die Sie bei ihr empfanden, unverändert weiter. Und Sie übertragen (projezieren) dieses Muster offenbar auf jede Frau, mit der Sie eine Beziehung beginnen.

Und Sie sind ein guter Sohn Ihres Vaters. Auch die Gefühle von Kälte und Abweisung leben Sie weiter und übertragen diese ebenfalls wohl auf jede für Sie interessante Frau.

Sie haben recht, Sie machen das alles selbst und nicht die Frauen in der Beziehung.

Ich sagte schon: Das Problem sind nicht so sehr diese Gefühlsmuster. Das größere Problem ist die Vermischung.

Ich weiß nicht, ob es Ihnen gelingen kann, diese Vermischung aufzulösen (siehe mein Text oben). Das ist tatsächlich äußert schwierig.

Vielleicht könnte es sinnvoll sein, sich dafür professionelle Hilfe bei einer Psychotherapeutischen Praxis vor Ort zu suchen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

BJnD8 und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Herr Schweißgut,vielen Dank ***** *****ür Ihre "insights", die mir einige Denkanregungen geben haben!Alles Gute für Ihre weitere Arbeit, und generell!
lG,
Werner

Danke für die Rüclmeldung und alles Gute für Sie