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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1364
Erfahrung:  dasdasd
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Ich bin 34 Jahre alt und seit einem Jahr mit einem Mann

Kundenfrage

ich bin 34 Jahre alt und seit einem Jahr mit einem Mann zusammen, der neun Jahre jünger ist als ich. Wir kennen uns bereits seit vier Jahren und unser Lebensstil unterscheidet sich sehr stark voneinander. Ich bin berufstätig, er jobbt zwei Mal die Woche und lebt sonst mehr in den Tag hinein. Da wir gemeinsam wohnen, ist es nicht immer leicht für mich, mich damit zu arrangieren, da er mich nachmittags in der Wohnung so empfängt, als wäre er gerade erst aufgestanden (schaut Serien oder auch andere Dinge). Da ich ihn liebe und ich auch um den Altersunterschied weiss, versuche ich das bislang locker zu nehmen und freue mich über kleine Schritte in Richtung "Besserung". Nun aber zu meinem eigentlichen Problem, was die Sexualität betrifft. Er hatte von Beginn an Schwierigkeiten eine richtige Erektion zu bekommen oder sie aufrecht zu erhalten. Nach einer Weile sprach ich ihn vorsichtig darauf an und er sagte mir, dass es nicht an mir läge, sondern er extremen Leistungsdruck verspüren würde. Ich solle ihn nicht unter Druck setzen und der Sache Zeit geben. Es ist auch etwas besser geworden, doch scheint er mehrfach täglich zu masturbieren, sobald ich das Haus verlasse. Wenn ich ihm erotische Bilder von mir schicke, hat es hingegen keinen Effekt hinsichtlich seiner Lust auf mich. Ich bin sexuell sehr offen und so haben wir inzwischen auch mehrfach Pornos zusammen geschaut. Hierbei ist jedes Mal sofort eine komplette Erektion vorhanden. Es ist das Gleiche, wenn ich ihm erotische Phantasien dabei erzähle, die mit anderen Frauen zu tun haben. Neulich fragte er mich dabei "Und wenn sie noch ein wenig jünger wäre? So 16 oder 18?" Das hat ihn dann richtig angetörnt. Nun ja...ich fühle mich so, als würde er mich nicht ausreichend begehren, auch wenn er dies verneint. Für mich hat es nicht mehr viel mit mir zu tun, wenn er von solchen Geschichten oder Bildern von anderen (und sehr viel jüngeren) Frauen so erregt wird, auf mich aber so nicht reagiert. Ich fühle mich zutiefst verletzt, auch wenn ich immer versuche es nicht persönlich zu nehmen. Vor allem weiss ich nicht einzuschätzen, was das Ganze zu bedeuten hat. ALs ich ihm vorschlug, dass er ja vielleicht mal fünf Tage nicht masturbieren könne, da er dann solche Lust hätte, dass er sicher auch die (vorgeschobenen?) Versagensängste vergessen würde, sagte er mir nur "Nein, je weniger ich masturbiere, desto weniger Lust habe ich auch auf Sex...außerdem hält sich die Anzahl Sex/Masturbation ja auch die Waage. Ich wäre dankbar für eine objektive Sicht auf diese Geschichte.

Gepostet: vor 6 Monaten.
Kategorie: Psychologie
Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 6 Monaten.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 6 Monaten.

Guten Morgen,

Ihr Freund hat offenbar eine Erektionsstörung, wenn es um realen Sex geht, während er bei Porno-Bildern und -Geschichten normale Erektionen hat. Das verletzt Sie sehr, weil Sie denken, dass es mit Ihnen und seiner Beziehung zu Ihnen zu tun hat.

Bevor ich Ihre Frage beantworte - darf ich noch etwas nachfragen?

Ist Ihnen bekannt, ob er vor Ihnen eine längere Beziehung hatte? Hat er mal erzählt, wie es da mit dem Sex war?

Können Sie etwas über seine Beziehung zu seiner Herkunftsfamilie sagen? Wie ist seine Beziehung zu seiner Mutter und seinem Vater?

Vielen Dank ***** ***** für Ihre Ergänzungen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Erst einmal Danke für Ihre Antwort. Ja, er hatte vor mir bereits längere Beziehungen. Hier hätte es auch eine lange Zeit gedauert, bis das Problem verschwunden war. Er brauche das Gefühl die "Kontrolle" über den Sex zu haben, zudem kannte er vor mir wohl auch keinen partnerschaftlichen Sex (Er nennt es "Liebessex"). Und zu Pornos masturbiert habe er auch immer schon viel, findet aber auch nichts dabei.Die Beziehung zu seinen Eltern ist problematisch und konfliktbeladen. Beide kritisieren ihn sehr viel. Die Mutter eher auf histrionische Art und Weise (Womit habe ich das nur verdient? Ich habe doch immer mein Bestes gegeben) ---> macht ihn aggressiv. Sein Vater eher auf narzisstische, heruntermachende Art und Weise (War ja klar, dass das wieder schief läuft) und häufig auch mit verbalen Attacken (Halt endlich deine dumme Schnauze) --> lässt er sich gefallen und macht ihn eher betroffen, wobei ihm im Streit mit mir durchaus die gleichen Worte als vermeintliche Konfliktlösung rausrutschen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Er hängt insgesamt emotional stärker an seinem Vater und bewundert ihn, während er für seine Mutter eher Verachtung übrig hat.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Zudem habe ich bei der Pornografie auch das Gefühl, dass es immer extremere Dinge sein müssen, die ihm einen Kick verschaffen können, da ihn das "ganz Nor ale" kaum mehr zu reizen scheint. So, als würde er immer nach weiteren Grenzen suchen, die man überschreiten kann. Je tabubeladener, desto besser. Er möchte häufig solche Phantasien von mir hören und ergänzt sie dann selber mit noch etwas Extremerem.
Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 6 Monaten.

Vielen Dank.

Die starke Neigung Ihres Freundes kann man im Zusammenhang mit seiner Persönlichkeit sehen und verstehen.

Sie schreiben, er brauche das Gefühl der Kontrolle (über den Sex, wahrscheinlich auch über die Beziehung). Er lebt wohl ein eher selbstbezogenes Leben, übernimmt wohl ungern Verantwortung und tut sich schwer mit partnerschaftlichem Verhalten.

Offenbar hat er viele Verhaltensweisen von seiner Mutter und seinem Vater übernommen bzw. "geerbt". Seine Beziehung zu den Eltern ist ja noch sehr eng, ein Erwachsenwerden stand wohl bisher nicht im Vordergrund.

Auf diesem Hintergrund kann man nachvollziehen, dass auch beim Sex für ihn wichtig ist, die Kontrolle zu haben, eher eine selbstbezogene Form der Befriedigung zu bevorzugen, Sex nicht als Interaktion innerhalb einer Beziehung zu leben.

Seine Bevorzugung des Masturbierens mit Pornos als Vorlage hat daher nichts mit Ihnen und Ihrer Attraktivität zu tun. Sein Verhalten ist Bestandteil seiner Persönlichkeit und orientiert sich somit auch ausschließlich an ihm selbst und nicht an Ihnen oder an seiner Beziehung zu Ihnen.

Allerdings kann man auch keine wesentliche "Besserung" erwarten, was immer Sie in dieser Richtung versuchen. Diese Persönlichkeitszüge unterliegen nicht seinem Willen, er kann darüber nicht entscheiden. Kein Mensche kann aus eigenem Willen oder auf Wunsch anderer seine Persönlichkeit ändern.

Deshalb ist sein Verhalten eine große Herausforderung für Ihre Liebe. Es braucht eine starke und tiefe Liebe, um auf längere Sicht mit ihm zusammen zu sein.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.