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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1246
Erfahrung:  dasdasd
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Seit mein Stiefsohn 3 Jahre als ist, ziehe ich ihn mit groß.

Diese Antwort wurde bewertet:

Seit mein Stiefsohn 3 Jahre als ist, ziehe ich ihn mit groß. Das Verhältnis war nicht immer einfach. Er war ein schwieriges Kind, das viel gelogen hat, in der Schule Schwierigkeiten hatte, Probleme hatte, Regeln einzuhalten usw. Beteiligt an der Erziehung waren auch die Eltern meines Mannes, wo er hauptsächlich auch lebt (in unmittelbarer Nähe). Was die Erziehung betrifft, waren wir uns oft uneins. Sie waren mir zu inkonsequent, haben sich aber nie etwas sagen lassen und wollten die Verantwortung aber auch nicht abgeben. Heute ist er 18. Vor einiger Zeit ist er mir nach einer Feier hinterher gelaufen. Er hat mich an die Wand gedrück und mir seine Zunge in den Mund gesteckt. Ich war betrunken an diesem Abend, was ich sonst nie bin. Ich wollte mich an diesem Abend mit ihm vertragen, das weiß ich noch. Wahrscheinlich hat er mein Verhalten falsch gedeutet. Ich weiß auch, dass ich auf der Feier schon einmal zu ihm sagte, dass ich seine Stiefmutter sei. Dennoch kam er mir hinterher. Ich hab ihn zur Tür rausgeschoben. Zwei Mal hab ich danach mit ihm gesprochen, dass das nicht meine Absicht war. Ich wollte das vergessen, weil ich auch das Verhältnis zu seinem Vater, meinem Mann nicht vollends zerstören wollte. Mein Stiefsohn hatte mir dann Monate später noch eine Nachricht geschrieben, dass das nicht unabsichtlich passiert wäre. Er hätte schon länger die Gedanken mich zu küssen. Ich hab Angst vor ihm bekommen. Schließlich habe ich es meinem Mann doch erzählt, es hat mich aufgefressen. Ich konnte den Stiefsohn nicht mehr ertragen, mich hat es so geekelt vor ihm. Nun sind meine Schwiegereltern der Meinung, dass das alles nur meine Schuld sei, weil er mich so (betrunken und irgendwie anhänglich) noch nie gesehen hätte und nehmen den Jungen komplett in Schutz und zweifeln sogar meine Erinnerungen an. Mein Mann steht zu mir, er kennt seinen Sohn. Ich weiß nicht, wie ich in Zukunft mit meinen Schwiegereltern und dem Stiefsohn umgehen soll. Ich weiß, dass ich keinerlei sexuellen Gedanken ihm gegenüber habe und auch betrunken nicht hatte. Er hat es falsch verstanden und bis zu dem Tag, als ich es erzählt habe, auch kein Unrechtsbewusstsein dazu gehabt. Wie soll ich mich weiter verhalten?

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Zunächst zur Klärung: Habe ich richtig verstanden?

Ihr Stiefsohn ist der leibliche Sohn Ihres Mannes und der leibliche Enkelsohn Ihrer Schwiegereltern. Er lebt überwiegend bei Ihren Schwiegereltern. Sie sehen und treffen sich nur gelegentlich. Er hat sich offenbar in Sie verliebt. Sie haben keinerlei erotisches Interesse an ihm. Sie sind sehr erschrocken über seinen Übergriff und seinen weiter bestehenden Wunsch, Sie zu küssen (und wahrscheinlich auch mehr). Sie möchten hier einen Rat, wie Sie mit dieser Situation umgehen können.

Ich bitte um Rückmeldung und ggflls. Korrektur oder Ergänzungen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Ja. Im Grunde haben Sie das Problem gut zusammengefasst. Mein Stiefsohn ist regelmäßig am Wochenende bei uns, sonst bei seinen Großeltern. Wir wohnen unmittelbar nebeneinander. Seine Mutter war 17, als sie schwanger wurde, mein Mann 18. Als der Junge 1 1/2 Jahre alt war, verschwand sie. Seitdem lebt er bei meinem Mann und seinen Eltern. Seit er 3 ist, bin ich mit seinem Vater zusammen und wir wohnen direkt nebenan. Seine Mutter leidet am Borderline Syndrom. Zu ihr haben wir jahrelang keinen Kontakt gehabt. Jetzt über die sozialen Netzwerke aber wieder. Der Junge möchte sie jedoch nicht kennenlernen.
Ich bin natürlich erschrocken über seinen Übergriff. Und erschrocken bin ich jetzt auch über die Reaktion der Großeltern. Ich weiß einfach nicht, wie ich mich jetzt verhalten soll.

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Sie haben sich offenkundig in der Vergangenheit sehr gut um Ihren Stiefsohn gekümmert. Sie haben sich engagiert und wegen der Erziehung mit Ihren Schwiegereltern angelegt. Dafür haben Sie meinen größten Respekt - denn er ist ja nicht Ihr Kind.

In einer solchen Situation kommen leicht Missverständnisse auf. Das ist bei Ihrem Stiefsohn geschehen. Er weiß, dass Sie nicht seine Mutter sind und er spürt, dass Sie sich sehr für ihn engagieren. Er steht vor der Frage: Ist das Mutter liebe oder was ist das?

Sie haben keinen Fehler gemacht. Sie haben sich um das Kind Ihres Mannes gekümmert. Sie können nichts dafür, wenn der junge Kerl Ihr Engagement falsch versteht. In einer Beziehung zwischen Stiefmutter und Stiefsohn ist das immer ein äußerst schwieriger Balanceakt, bei dem auf der einen oder anderen Seite häufig ein Missverständnis entsteht.

Für Sie ist es ganz klar, dass Sie keine erotischen Gefühle ihm gegenüber haben. Für ihn ist das leider nicht so klar. Er hat erotische Gefühle Ihnen gegenüber. Und deshalb deutet er Ihre Fürsorge falsch.

Ich möchte Ihnen empfehlen, Ihre Fürsorge für ihn auf Null herunter zu schrauben. Er ist jetzt volljährig, da gibt es sowieso keinen Grund mehr, sich erzieherische oder fürsorgliche Gedanken über ihn zu machen. Er muss jetzt selbst die Verantwortung für sich übernehmen. Auch wenn Ihre Schwiegereltern oder vielleicht auch Ihr Mann anderer Ansicht ist - Sie sollten sich von dem jungen Mann ganz zurück ziehen. Dadurch wird ihm deutlich, dass Sie außer stiefmütterlicher Verantwortung keine weiteren Gefühle für ihn haben.

Es würde übrigens nichts bringen, wenn Sie das mit ihm besprechen oder gar diskutieren wollten. Da helfen nur Taten und Fakten. Sie sollten jeden Kontakt mit ihm vermeiden (wenn Ihr Mann, sein Vater, und seine Großeltern Kontakt haben, müssen Sie nicht anwesend sein). Sie zeigen damit ganz klar, dass die Zeit der stiefmütterlichen Fürsorge vorbei ist (er ist volljährig) und dass es darüber hinaus von Ihrer Seite keine Interesse an ihm gibt.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schweißgut,vielen Dank für Ihre Antwort.Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Da der Junge meinem Mann nur immer wieder Probleme bereitet (er kifft, gefährdet gerade seine Ausbildung usw.) habe ich es immer als meine Pflicht gesehen, meinen Mann zu unterstützen, auch wenn ich nie wirklich eine Mutterrolle einnehmen konnte. Mein Mann und ich haben auch noch einen gemeinsamen Sohn. Er ist 10. Von daher funktioniert schon ein kompletter Abbruch nicht. Allerdings wäre es gut, wenn er bei uns nicht mehr übernachtet und ich mich tatsächlich für ihn spürbar zurückziehe. Ohne meinen Mann im Stich zu lassen. Das wird nicht einfach.

Ja, das ist schwer. Aber unter diesen Umständen ist das der beste Weg.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Mühe!

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

BJnD8 und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.