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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1321
Erfahrung:  dasdasd
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Ich bin weiblich, 19 Jahre. Seit einigen Monaten fühle ich

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin weiblich, 19 Jahre. Seit einigen Monaten fühle ich mich in meiner Haut nicht mehr wohl. Ich könnte morgens schon weinen, wenn ich nur daran denke, das Bett zu verlassen, nachdem ich die Nacht wieder mal nicht schlafen kann. Ich fühle mich schlapp, hilflos, und meistens auch hoffnungslos. Ich kann glücklich sein nicht mehr von Traurigkeit unterscheiden, und manchmal frage ich mich sogar, ob das alles hier noch einen Sinn hat. Jetzt kommt etwas, was mich sehr bedrückt, und zwar, manchmal stehe ich in der Küche, und wie aus dem nichts habe ich das Bedürfnis danach, mir das Messer durch meine Haut zu ziehen, und das gelingt meinen Gedanken dann auch oft. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, und das scheint mir einer der letzten Möglichkeiten zu sein. Es tut mir leid, falls ich sie störe, aber ich möchte nur wissen was mit mir los ist.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

ja, Ihnen geht es wirklich nicht gut.

Darf ich noch etwas nachfragen?

Sie sagen, dass Sie sich seit einigen Monaten nicht wohl fühlen in Ihrer Haut.

Hat sich in den vergangenen ca 12 Monaten in Ihrem Leben etwas geändert? Leben Sie allein?

Hatten Sie in den Jahren zuvor schon einmal ähnliche Probleme?

Vielen Dank ***** ***** für Ihre Ergänzungen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Danke für Ihre schnelle Antwort. Nein, mir geht es wirklich nicht gut, und ich habe mich vor kurzem erst auch endlich getraut, diesen Satz auszuschreiben. (Für mich selbst.) Ich lebe nicht alleine, nein, aber in den 12 Monaten hat sich nichts wirklich geändert. Meine Oma ist im Oktober gestorben, aber ich habe schon vor ihrem Tod mit meinen Gedanken zu kämpfen gehabt. Ich hatte damals mal so eine Phase, wo es mir nicht all zu gut ging, aber das ging nach ein paar Wochen wieder vorbei. Das ist nichts im Gegenteil zu jetzt. Ich habe das Gefühl, dass mein Kopf explodiert, er ist voll von Gedanken, und keine schönen, das können sie mir glauben. Ich will einfach wissen was mit mir los ist, aber das fällt mir alles so schwer, alleine das hier zu schreiben, verlangt so viel Kraft.

Danke für Ihre Offenheit.

Ich möchte noch eine Bitte äußern.

Können Sie noch etwas erzählen über Ihre Oma? Woran ist sie gestorben? Welche Rolle hat sie in Ihrem Leben gespielt?

Sie sagen, Sie leben nicht allein - können Sie auch erzählen, mit wem Sie zusammen leben?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Meine Oma hat schon immer schwer Luft bekommen, und an dem Tag hat ihr auch keine Reanimation geholfen. Meine Oma war einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, aber durch diese Gedanken die mich auch da schon begleitet haben, konnte ich so gut wie keine Träne verlieren, das klingt jetzt hart, aber ich kann keine Trauer mehr wahrnehmen. Ich kann es einfach nicht. Ich hasse mich selbst dafür, aber mein Kopf lässt es nicht zu. Und auf die andere Frage bezogen, ich lebe mit meiner Partnerin zusammen. Wir sind seit Zwei Jahren ein Paar und unsere Beziehung läuft hervorragend. Sie ist nicht der Grund für meine negativen Gedanken. Ich kann mich auch nicht wirklich daran erinnern, wann ich das erste mal solche Gefühle hatte, aber ich weiß, dass diese Gefühle jetzt mein Leben bestimmen. Ich denke an nichts anderes mehr. Jede Kleinigkeit überfordert mich total. Wenn ich zum Beispiel einen Ordner nicht in meine Tasche bekomme, weil er zu groß ist, bekomme ich beinahe einen Nervenzusammenbruch weil mich das total überfordert. Wenn etwas nicht so steht wie ich es haben will, könnte ich anfangen zu heulen. Ich will mich dann am liebsten selbst dafür bestrafen, dass ich es nicht hinkriege, obwohl ich nichts dafür kann. Aber die Schuld habe immer ich, egal was ist. Mein Leben überfordert mich einfach total.

Sie haben den wichtigsten Menschen in Ihrem Leben, Ihre Oma, verloren. Sie konnten sich nicht richtig verabschieden und Sie konnten und können über ihren Tod keine Trauer empfinden.

Waren Sie nach der Beerdigung mal an ihrem Grab? Wie war das für Sie?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Sie war einer der wichtigsten Menschen für mich, ja. Und ich will ja Trauer empfinden, weil ich weiß, dass es mehr als traurig ist, aber es geht einfach nicht, es geht nicht. Und ich muss zugeben, dass ich nach ihrer Beerdigung nicht an ihrem Grab war. Außer an dem Tag nach ihrer Beerdigung. Und wie war es für mich? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß nicht, was ich in diesem Moment gefühlt habe. Einerseits konnte ich es nicht glauben, dass meine Oma dort ist, andererseits war ich froh, dass sie nicht mehr leiden muss. Ich kann Ihnen nicht sagen, was an diesem Tag meine Gedanken waren. Aber wenn ich daran denke, wird mir das zu viel. Es tut mir so leid, dass sie sich jetzt meine Probleme anhören dürfen.

Könnten Sie sich vorstellen, noch einmal zum Grab zu gehen? Also dem Grab einfach einen Besuch abstatten?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ja, das kann ich mir vorstellen. Aber darf ich fragen, was das Grab meiner Oma mit meinen negativen Gedanken zutun hat? Ich meine, ich hatte diese ja schon bevor Sie verstorben ist..?

Ja, aber sie war auch vorher schon krank.

So ein Problem, das Sie haben, bekommen viele Menschen nach dem Verlust eines überaus wichtigen Menschen. Sie können den Verlust nicht verarbeiten, werden damit nicht fertig, und geraten in einen psychischen Zustand wie sie ihn jetzt haben.

Das muss bei Ihnen nicht so sein! Ich kann das hier ja nur vermuten, weil ich Sie nicht untersuchen kann. Aber vielleicht wäre es Ihnen ja einen Versuch wert, Omas Grab zu besuchen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich komme an sich eigentlich besser mit dem Tod meiner Oma klar, als ich es am Anfang gedacht hätte. Ich kann ihr Grab noch einmal besuchen, ja, aber was mache ich, wenn meine Gedanken davon nicht besser werden, oder gar noch schlimmer?

Sie können sich dann gern hier wieder melden. Dann sehen wir weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich werde ihrem Ratschlag folgen und heute Abend mal das Grab besuchen gehen. Falls es mir danach nicht besser oder sogar schlechter geht, werde ich mich morgen bei Ihnen melden, wenn das Ok ist. Aber vielen Dank schonmal.

Ja, das ist gut.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Guten Morgen. Ich bin gestern Ihrem Ratschlag gefolgt und habe das Grab besucht, aber wie ich es gesagt habe, hat sich nichts verändert. Eigentlich sogar das Gegenteil. Sie müssen wissen, dass ich das Thema Tod nicht mag, aber mir seit gestern jetzt auch noch das in meinem Kopf rumirrt. Ich liege seit Drei Uhr wach und bekomme kein Auge zu, weil ich meine Gedanken nicht abstellen kann. Darf man Ihnen sagen, wenn man den Drang hat, sich selbst zu verletzen? Einfach aus dem Grund, weil man schon wieder eine kleine Aufgabe die man bewältigen sollte, nicht geschafft hat.

Ja, Sie sollten es auch hier sagen, wenn es Sie nach Selbstverletzung drängt. Es war wohl heute nacht wieder so weit?

Sie haben es richtig gemacht, als Sie das Grab Ihrer Oma besucht haben, und Sie haben dabei gar nichts falsch gemacht.

Wenn es seitdem in Ihrem Kopf rumort, dann ist das ein Zeichen, dass mit dem Grab und mit dem Tod Ihrer Oma Gefühle verbunden sind, die Sie tief in sich tragen, die aber heraus wollen. Solche Gefühle wollen gelebt und gefühlt werden. Wenn sie das nicht können, dann bereiten sie dem Menschen aus seinem Inneren heraus große Probleme.

Ihre Gefühle können nicht heraus kommen, also machen sie Ihnen ein großes Problem. Es ist für so eine Situation typisch, dass daraus ein Drang nach Selbstverletzung entsteht.

Es wäre daher wichtig, dass diese Ihre Gefühle einen Weg nach draußen frei bekommen können. Das ist eine sehr schwierige Sache. Am leichtesten lässt sich das schaffen mit einer Psychotherapie, in der die Trauer um die Oma gewissermaßen nachgeholt wird und die dazu gehörenden Gefühle rausgelassen werden können. Dafür müssten Sie sich an einen Psychologischen Psychotherapeuten vor Ort wenden. Sie müssten sich aber leider auch auf Wartezeiten einstellen.

Sehr viel schwieriger, aber auch möglich ist es, das Problem in Selbsthilfe zu bewältigen. Es ist deshalb schwieriger und auch belastender, weil dann starke Gefühle hochkommen, mit denen man dann allein ferstig werden muss. Aber nach einer solchen schwierigen Phase wird man ruhiger und es löst sich das Problem mit der Selbstverletzung auf. Der Weg der Selbsthilfe würde so aussehen, dass Sie das Grab Ihrer Oma alle paar Tage, so wie Sie es aushalten können, aufsuchen und am Grab mit der Oma über Ihre gemeinsame Zeit in der Vergangenheit sprechen.

Ich möchte Ihnen eher den Weg über die Psychotherapie empfehlen, weil er viel leichter zu gehen ist sicher zum Erfolg führt.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich habe wirklich versucht, meine Gefühle unter Kontrolle zu bringen, dass ich den Druck eben nicht an mir selbst auslasse, aber ich habe es nicht geschafft. Nachdem man sich selbstverletzt hat, fühlt man sich für einen Moment frei, und der drang nach mehr kommt, man will sich länger frei fühlen. Manchmal kommt mir in den Sinn, dass es wahrscheinlich besser wäre, wenn ich gar nicht mehr da bin, wenn ich einfach weg wäre, so könnte ich niemanden mehr enttäuschen. Meistens kommt genau dieser Gedanke spät Abends, aber ich denke oft daran. Und im nächsten Moment hasst man sich selbst einfach so sehr, weil man sich wieder verletzt hat. Das ist ein Teufelskreis aus dem man einfach nicht rauskommt! Es fällt mir so schwer, morgens überhaupt noch in den Spiegel zu gucken, oder duschen zu gehen, dann, wenn man seinen Körper ganz betrachten muss, das kostet so viel Kraft. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, mir Hilfe zu suchen, aber mein Kopf sagt mir ‚Nein, du brauchst keine Hilfe, die werden sich deine Probleme nicht anhören, die haben viel mehr Fälle, die dringender Hilfe brauchen als du.‘ Wohl war, das weiß ich. Ich habe einfach schreckliche Angst davor, das macht einen so fertig.

Sie haben das gut beschrieben mit den Gefühlen unter Kontrolle und der Befreiung durch die Selbstverletzung.

Das ist ein Teufelskreis, der Sie vollkommen fertig macht.

Ich habe oben zwei Wege beschrieben, über die Sie dem Teufelskreis entkommen können. Ihre Probleme sind schwerer als bei den meisten anderen Menschen, die eine Therapie machen. Das würde von einem professionellen Therapeuten sofort erkannt und er würde sich für Sie einsetzen. Aber es bleibt ja auch noch der Weg über die Selbsthilfe.

Ich fürchte, dass beide Wege für Sie schwer sind. Aber ich kann Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich glaube, dass ich das mit der Selbsthilfe niemals schaffen werde, ich würde mich aufgeben, das weiß ich. Und das mit der Selbstverletzung, manchmal ist man da so tief drin, dass man nicht mehr aufhören kann. Man weiß in diesem Moment nicht, was man tut. Und dann, wenn man wieder dran denkt, ist es zu spät. Man sitzt in einem Blutbad, was man selbst angerichtet hat, man schneidet zu tief, oder schneidet zu viel von seiner Haut weg, verbrennt sich zu stark, aber der Weg zum Arzt, obwohl er sein muss, kommt nicht in den Kopf, denn der Arzt würde fragen stellen, die man aus Scham nicht beantworten kann. Einmal habe ich tief geschnitten, ein Fußgänger hat mich zum Arzt gebracht. Er musste mich mit mehreren Stichen nähen. Seine Worte waren ‚Da Ich sehe, dass du das selbst angerichtet hast, ist es für dich glaube ich nicht so schlimm, wenn wir das ohne Betäubung nähen, oder?‘ und hat es dann ohne getan, was mir dann noch mehr gezeigt hat, dass ich ihm die Arbeit, die er nicht machen wollte, abnehmen könnte, wenn ich nicht mehr da wäre. Ich vertraue mich niemandem an, sie sind wirklich der erste, dem ich mein Herz etwas ausschütten kann. Sie sagen ich muss mehrere Monate auf einen Termin warten, aber was mache ich denn in der Zwischenzeit? Wenn ich nochmal mehrere Monate mit mir alleine zurechtfinden muss? Ich schaffe das einfach nicht. Die kleinsten Sachen schaffe ich einfach nicht, nie.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Jetzt habe ich schon wieder diesen Drang dazu.

Wenn es mit einer Therapie schnell gehen soll, können Sie auch zu der "Notaufnahme" eines Krankenhauses in der Nähe gehen. Dort wird man nicht sofort stationär aufgenommen, aber man wird ärztlich versorgt. Dort können Sie vielleicht auch mit einem Psychiater oder Psychologen sprechen. Daraus könnte sich für Sie ebenfalls ein Lösungsweg entwickeln, sogar ein recht schneller.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich möchte auch bei einer normalen Therapie nicht stationär aufgenommen werden. Ich glaube ich würde durchdrehen, wenn die Leute mich irgendwo einsperren würden. Ich habe eher daran gedacht, dass man das in Stunden macht, ich weiß es nicht, pro Woche eine Stunde, das ist doch normal oder nicht? Ich möchte nicht in einer Klinik schlafen, so Krank bin ich dann doch nicht, denke ich. Das ist alles so schwer.

Ich sagte oben, dass Sie in der "Notaufnahme" nicht automatisch stationär aufgenommen werden - und schon gar nicht gegen Ihren Willen.

Ich glaube wie Sie, dass ein stationärer Aufenthalt für Sie eine Katastrophe wäre.

Eine ambulante Psychotherapie läuft über regelmäßige Termine in der Praxis, ca 1 mal pro Woche, so wie Sie sich das gedacht haben.

Manchmal können auch Medikamente eine Entlastung schaffen. Das gelingt aber meistens nur vorübergehend. Aber damit könnten Sie die Wartezeit für die Psychotherapie überbrücken. Medikamente können Sie bei Ihrem Hausarzt oder bei einer Psychiatrischen Praxis erhalten. Oder eben auch in der Notaufnahme an einem Krankenhaus.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Was ist, wenn mir der Psychiater oder Psychologe nicht gut tut, oder ich unzufrieden bin? Muss ich dann weitere Monate auf einen neuen warten? Ich möchte auf keinen Fall eine Frau haben, berücksichtigen die meinen Wunsch? Und wenn ich mich selbstverletze, und die das sehen, muss ich denen das zeigen und mich dafür rechtfertigen? Oder sprechen die mich darauf nicht an? Ich habe wirklich keine Ahnung davon. Und wenn ich in der Zwischenzeit Medikamente nehme, die wirklich meine Gedanken anstellen, bekomme ich dann überhaupt noch was mit? Weil das ja dann sehr starke Medikamente sein werden, oder? Hängt das von der Schwierigkeit des Patienten ab?

Medikamente machen die Gedanken nur schwächer und weniger störend, sie werden sie aber kaum ganz abstellen können. Medikamente sind deshalb nur für den Übergang bis zur Psychotherapie sinnvoll. Sie werden so dosiert, dass Sie den Alltag sonst noch voll mitgekommen.

Sie können sich den Psychologen und Psychiater selbst aussuchen. Wenn Sie in die "Gelben Seiten" schauen, finden Sie alle in Ihrer Region. Sie können aber auch hier online suchen:

http://www.bptk.de/service/therapeutensuche.html

Sie sehen dann auch, ob es Mann oder Frau ist. Wenn Ihnen beim ersten Termin der Psychologe oder Psychiater nicht gefällt, können Sie problemlos wechseln. Für die Psychotherapie sollten Sie sich deshalb von vorne herein bei mehreren Praxen auf die Warteliste setzen lassen. Dann können Sie ohne lange Wartezeit wechseln. Sie müssen dann aber auch die anderen absagen, wenn Sie sich für einen Psychologen entschieden haben.

Der Psychologe sollte schon von Ihnen erfahren, was Ihr Problem ist, also auch von der Selbstverletzung wissen. Sie müssen sich für gar nichts rechtfertigen. Dieser Drang zur Selbstverletzung ist eine psychische Krankheit, und für eine Krankheit muss sich niemand rechtfertigen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich würde so gerne wissen, was ich für eine Krankheit habe, wenn ich überhaupt eine Krankheit habe, außer das selbstverletzen.
Wird mit der Psychologe oder Psychiater eine Diagnose geben, oder muss ich diesbezüglich zu einem Arzt gehen?
Meistens schauen die Leute um einen rum, nur komisch, wenn sie Narben auf meinem Körper sehen, oder ich mitten in der statt einen Nervenzusammenbruch bekomme, weil mir das zu viele Menschen sind. Hält mich der Psychologe dann nicht auch für komisch, wenn ich ihm all das erzähle, oder er meine Narben sieht?

Selbstverletzendes Verhalten wie Sie es haben gilt als psychische Krankheit. Die definitive Diagnose wird der Psychologe oder Psychiater stellen. Ein Psychologe kann das nicht für komisch halten, weil es weiß, dass es eine sehr ernsthafte Krankheit ist.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ist das Selbstverletzende Verhalten ein Symptom einer Krankheit oder ist das eine eigene Krankheit? Muss der Psychologe mich untersuchen? Körperlich? Oder durch Tests, die ich zum Beispiel ausfüllen muss? Wie würde das erste Gespräch ablaufen?

Das ist meistens eine eigene Krankheit. Ein Psychologe spricht nur mit seiner Patientin, selten macht er einen Test. Das erste Gespräch dient vor allem erst einmal der Klärung, was die Patientin wünscht und ob eine Zusammenarbeit möglich ist.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Also stellt er die Diagnose anhand von meinen Äußerungen? Ich habe wirklich Angst davor, sie denken bestimmt, dass ich mich total aufspiele, und wieso ich Ihnen Tausende von Nachrichten schreibe, aber ich weiß einfach nicht wohin sonst mit meinen Gedanken. Das tut mir ja auch leid, sie haben bestimmt duzende Leute hier, die schlechter dran sind und vielleicht einen besseren Rat brauchen, aber mir tut das irgendwie gut, dass sie mir zuhören und sich meine Probleme anhören. Dann habe ich sie wenigstens ausgeschrieben.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Und wenn ich Ihnen über meine Gedanken erzähle, wird der Drang den ich habe auch etwas besser, weil ich weiß, dass ich gerade mit jemandem schreiben kann, der mir hilft.

Der Psychologe wird sich in aller Ruhe und verständnisvoll mit Ihnen unterhalten. Und dabei wird er nach und nach die genaue Diagnose stellen und Ihnen dann einen Vorschlag machen, wie die Therapie verlaufen sollte. Für diese Klärungsphase zahlt die Krankenkasse 5 Termine und danach kann dann die eigentliche Therapie losgehen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Sie sagten mir, ich sollte es hier sagen, wenn ich den Drang habe, mir etwas anzutun. Gerade stecke ich wieder in so einer Situation, so, so oft am Tag. Das Kontrolliert das Leben von einem total. Man will das gar nicht tun, ich kämpfe auch, es nicht zutun. Aber gerade ist niemand da, niemand der einem aus der Situation raus hilft.

Wie möchten Sie sich jetzt verletzen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Das ist immer eine kurzschluss Reaktion. Ich habe gerade den Drang dazu, mich zu schneiden, zu verbrennen. Ich weiß nicht was ich dagegen tun soll, wenn niemand da ist. Und in solchen Situationen ist nie jemand da.

Ihre Oma ist da - sie liegt in ihrem Grab. Gehen Sie zu ihr.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Es ist viel zu dunkel für mich, um jetzt auf den Friedhof zu gehen, und hier fahren auch keine Busse mehr, ich wohne in einem kleinen Dorf. Generell weiß ich nicht, ob das jetzt eine gute idee wäre..

Oder setzen Sie sich an eine ruhige Stelle in Ihrer Wohnung, stellen Sie sich vor, wie Ihre Oma früher aussah, und sprechen Sie mit ihr. Erzählen Sie ihr von Ihrem Drang, sich zu verletzen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich weiß, dass meine Oma mir Vorwürfe machen würde. Sie war früher auch nicht darauf anzusprechen, als sie damals eine Verletzung gesehen hat. Sie sagte, in Ihrer Zeit gab es das nicht und man hat Probleme früher anders gelöst, anstatt sich ‚aufzuschneiden‘. Ich weiß nie, was ich in solchen Situationen machen soll, außer mich zu verletzen, damit man etwas frei im Kopf wird.

Was hat denn Ihre Oma gemacht, wenn sie Probleme hatte?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Meine Oma hatte nie ‚solche‘ Probleme. Sie hatte generell nie Probleme, oder hat sie nicht gezeigt. Sie war immer das Gegenteil von mir. Wenn sie meine Verletzungen gesehen hat, hat man ihre Wut schon im Gesicht gesehen, und das hat einem nicht wirklich geholfen, im Gegenteil eher.

Da haben Sie sicher nicht genau hin geschaut: Jeder Mensche hat Probleme, jung und alt, kleine oder große Probleme. Nicht alle sprechen darüber, aber man kann es ihnen trotzdem ansehen.

Sie waren wahrscheinlich so sehr mit sich selbst beschäftig, dass Sie das bei Ihrer Oma nicht gesehen. Dabei hätten Sie vielleicht von ihr lernen können.

Ihr Oma hatte ja wohl Kinder. Wie kam sie damit zurecht?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Entschuldigung, dass ich jetzt erst antworte..
Ich war mit mir selbst beschäftigt, hatte wohl genug eigene Probleme, die ich lieber für mich behalten habe, wahrscheinlich habe ich die Probleme meiner Oma deswegen nicht gesehen oder bemerkt.
Meine Oma hat ihre Kinder geliebt, wirklich geliebt.

Wie sind Ihre Eltern und die Oma miteinander klar gekommen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Meine Eltern waren immer für meine Oma da, generell Ihre ganzen Kinder. Waren Tag und Nacht bei Oma, wenn es ihr körperlich nicht gut ging. Und genauso konnte man auch immer zu meiner Oma gehen, wenn man etwas hatte. Aber wie gesagt, mit meinen Problemen konnte ich das nicht. Bei Kleinigkeiten schon. Sie war immer da.

Habe ich richtig verstanden? Bei Kleinigkeiten gab es die totale Harmonie, bei großen Problemen gab es kein Vertrauen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ja, so war es leider. Wenn man zum Beispiel Probleme am Arbeitsplatz hatte, konnte man mit Ihr reden. Aber wenn ich Ihr von meinen Problemen erzählt hätte, von meinen Gedanken, dann wäre das totale Chaos ausgebrochen. Als sie das erste mal eine Verletzung gesehen hat, habe ich Ihr sowieso überhaupt nichts mehr von meinen Problemen erzählt.

War das bei Ihren Eltern ebenso?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Sie sind bei größeren Problemen auch nicht zu ihr gegangen. Bei kleineren Problemen ja, aber bei größeren nicht. Ich denke jetzt irgendwie wieder zu lange an den Tod nach, und das stärkt meinen Drang etwas.

Und wie war das zwischen Ihnen und Ihren Eltern?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich bin noch nie bei Problemen zu meinen Eltern gegangen, ich schäme mich dafür, dass sie ein Kind haben, was solche Probleme hat. Das fällt mir schwer darüber zu reden, generell mit Menschen, und noch schwerer mit meinen Eltern. Sie kommen bei Problemen oft zu mir, umgekehrt aber nicht.

Sie sind offenbar von Kindheit an daran gewöhnt, mit Ihren Problemen allein zu sein.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Das bin ich. Aber nicht von außen Einfluss, sondern weil ich glaubte, meine Probleme alleine in den Griff zu bekommen.

Ja, bisher haben Sie das ja auch. Mit einigen Ausrutschern.

Ich muss jetzt für heute hier Schluss machen. Morgen früh können Sie mich wieder erreichen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ja, mit einigen Ausrutschern, das ist wahr.
Aber diese Ausrutscher sind doch sicherlich normal, oder nicht?
Vielen Dank, ***** ***** sich so viel Zeit für mich nehmen, und Danke, ***** ***** mich morgen wieder melden darf. Gute Nacht.

Gute Nacht

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Danke, ***** *****
Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Guten Morgen. Meine Nacht war nicht so gut, hatte gestern Abend riesigen Streit mit meiner Freundin, sodass sie einfach abgehauen ist und sich jetzt immer noch nicht gemeldet hat. Solche Situationen sind echt schwer für mich, ich weiß gar nicht wie ich damit umgehen soll.

Ich rede gern hier weiter mit Ihnen. Aber wir haben in den vergangenen Tagen schon sehr viel geredet. Für das Geld, das Sie geboten haben, habe ich für Sie schon sehr viel getan.

Ich möchte sie daher bitten, dieses Gespräch mit einer positiven Bewertung abzuschließen und ein neues Thema zu eröffnen. Dort können wir dann weiter miteinander reden.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Ich werde Ihnen eine Positive Bewertung geben und ihnen dann eine neue Nachricht schreiben.

Danke

BJnD8 und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.