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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1886
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Guten Tag Mein 3jähriger Sohn ist seit ca. einem halben Jahr

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
Mein 3jähriger Sohn ist seit ca. einem halben Jahr total Papa fixiert. Wenn ich morgens zur Arbeit gehe sagt er Tschüss sobald ich Mittags nach Hause komme und mein Mann zur Arbeit muss fängt er an zu schreien und weinen. Sagt manchmal auch Ich will nicht Mami. Er hat viele Launen am Tag. Auch wenn er jetzt nur ab und an Mittagsschlaf macht und danach aufwacht ruft er nach mir. Gehe ich ins Zimmer rein schreit er rum Nein nicht Mami, dann gehe ich und dann ruft er wieder nach mir usw. Klar haben Kinder Phasen aber so lange?

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Ja, die "Phasen" können schon mal so lange und länger gehen. Deshalb gibt es bei Ihrem Sohn in dieser Hinsicht keinen Grund zur Beunruhigung.

Es ist aber auch kein Zufall, welche Art von "Phase" ein Kind hat. Für die Eltern ist das häufig nicht erklärbar, deshalb werden solche Verhaltensweisen ganz neutral als (unerklärliche) Phasen bezeichnet. Aber es gibt immer Gründe für eine Phase.

Sie sollten jetzt aber nicht denken, dass das Kind Sie weniger liebt als den Papa. Manchmal gibt es Gründe für diese Art vcn Verhalten, die man aus der Nähe nur schwer erkennen kann.

Z.B. dass die Zeiten, in denen das Kind täglich mit der Mama und mit dem Papa verbringt, vielleicht in der Wahrnehmung des Kindes unterschiedlich verlaufen. Sie und Ihr Mann arbeiten offenbar abwechselnd und kümmern sich abwechselnd um das Kind. Kann es sein, dass Sie in Ihrer Zeit mit dem Kind parallel mehr mit anderen Dingen beschätgt sind als Ihr Mann? Haushalt, Einkauf oder anderes? Wenn das Kind spürt, dass der eine ihm mehr Aufmerksamkeit schenkt, kann sich das vorübergehend auf die Beziehung des anderen auswirken und die "Phase" ist da.

Oder kann es sein, dass Sie auf ablehnends Verhalten des Kindes ein wenig empfindlich und verletzt reagieren? Wenn er Sie ruft und Sie in sein Zimmer kommen, sollten Sie nicht wegen seiner scheinbaren Ablehnung das Zummer wieder verlassen. Sie sollten gelassen bleiben und mit dem Kind das machen, was dann gerade angesagt ist. Das Kind lehnt Sie nicht ab. Wenn Sie aber dieses Gefühl haben, proviziert es das Kind erst recht zu solchen ablehnenden Äußerungen. In seinen Augen könnte das auch ein ganz interessantes Spiel sein.

Das sind nur einige Möglichkeiten. Sie können ja selbst auch mal darauf achten, was das Verhalten des Kindes ausgelöst haben könnte. Wie gesagt, manchmal sind es Kleinigkeit, die man als Erwachsener gar nicht beachtet.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Freundliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Besten Dank für Ihre schnelle Antwort Herr Dr. Schweissgut
Es ist sicher so dass mein Mann viel mehr Sachen durchlässt, ich bin die strengere. Dafür macht er auch mehr Theater mit meinem Mann als mit mir. Er ist mit dem Sohn 4h morgens da und ich ab Mittag bis abends wenn er ins Bett geht. Klar habe ich mehr zu tun als mein Mann trotzdem unternehme ich viel. Er hat noch eine Schwester (6 Jahre) die aber schon ziemlich selbständig ist. Es ist so das wenn ich ins Zimmer gehe es ihm auch nicht recht ist. Ich frag ihn und er sagt z.B. er will das ich ihn nehme, mache ich das lehnt er es wieder ab. Dann gehe ich.

Sie sollten ihn so etwas nicht fragen (ob Sie ihn nehmen sollen), das überfordert das Kind. Außerdem ist das die Einladung zu dem Spiel, das er wahrscheinlich mit seinem Vater spielt: Mal sehen, wie weit ich bestimmen kann, was der Papa macht. Wenn er mit seinem Papa mehr "Theater" machen kann, versucht er es auch bei der Mama. Und wenn sie auch noch auf seine Einladung in seinem Sinne eingeht umso besser.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Man kann es ihm einfach nicht recht machen. Bleibe ich will er nicht gehe ich passt ihm auch nicht, bis ich ihm dann sage ich mache nicht mit und gehe. wie genau soll ich mich dann verhalten?

Verzeihen Sie, es kann bei einem 3 Jahre alten Kind nicht darum gehen, es ihm recht zu machen. Das kann nie gelingen, weil das Kind nicht weiß, was ihm recht ist. In diesem Alter probieren alle Kinder ihr neu entdecktes "Ich", ihre Gestaltungsmacht aus, Jungen energischer als Mädchen. Und das tun sie zunächst bei ihren Eltern. Die Kinder brauchen Spielraum für ihr Ausprobieren, aber wenn man ihnen keine klaren Grenzen setzt, machen sie das auch wirklich grenzenlos in dem Sinne, dass sie immer neu bestimmen, ohne Sinn und Ziel. Woher sollen sie auch wissen, dass es da Grenzen gibt? Das müssen Eltern ihnen zeigen, eindeutig und konsequent.

Zu Ihrer konkreten Frage: Wenn Sie zu ihm gehen, machen Sie das was Sie beabsichtigt haben, ohne auf seine Aussagen einzugehen. Wenn Sie nur zu ihm gegangen sind, weil er Sie gerufen hat, dann fragen Sie, warum er gerufen hat. Wenn er das nicht sagt, dann sagen Sie nur, dass er ja zu Ihnen rauskommen kann, wenn er etwas will, und gehen raus. Und halten sich dann an diese Ihre Aussage.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.