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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1369
Erfahrung:  dasdasd
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Leide seit 12 Jahren unter Panikattacken, habe 2 Therapien

Diese Antwort wurde bewertet:

Leide seit 12 Jahren unter Panikattacken, habe 2 Therapien gemacht und Cymbalta genommen, davon aber Migräne bekommen. Andere AD haben nicht geholfen. Vor 3 Jahren habe ich angefangen 10 Stunden/Woche zu arbeiten. In letzter Zeit stresst mich der Job immer mehr, bis hin zu regelmäßigen Panikattacken auf der Arbeit. Überlege, ob ich kündigen soll, da ich mich überfordert fühle. Habe aber auch Angst vor der Zukunft, zu Hause zu bleiben, da meine Kinder 18 und 16 sind und somit bald erwachsen. Wache morgens schon mit Angst und Panik auf. Was soll ich tun?

Sehr geehrte Kundin,

guten Tag und vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrem Problem justanswer anvertrauen.

Sie beschreiben eine langjährige Leidenszeit durch Panikattacken und Angst vor der Zukunft.

Darf ich noch etwas nachfragen?

Sie sagen, Sie fühlen sich im Job überfordert - können Sie erzählen, was sie da überfordert?

Wenn im Job Panikattacken kommen - wodurch werden sie ausgelöst?

Sie schreiben, dass die Panikattacken vor 12 Jahren begonnen haben - hat sich vor 12 Jahren auch noch etwas anderes in Ihren Leben geändert?

Sie haben Ihre Kinder erwähnt - sind Sie alleinerziehend? Haben Sie Kontakt zu Mitgliedern Ihrer Herkunftsfamilie?

Vielen Dank ***** ***** für Ihre Ergänzungen und freundliche Grüße.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich bin nicht Alleinerziehende, habe intakte Familie. Brauche auch das Geld nicht, was ich verdiene. Vor 12 Jahren kam mein Sohn in die Schule, sonst ist nichts passiert.
Im Job herrscht Stress und Leistungsdruck, ebenfalls verstehe ich mich mit einer Kollegin nicht, die mich ständig kontrolliert, ob ich etwas arbeite. Mir macht die Arbeit auch nicht unbedingt Spaß. In meinem Alter findet man aber auch nicht so schnell etwas neues. Probiere das schon seit 1 Jahr. Fühle mich auch bei anderen Dingen oft schnell überfordert und kraftlos. Weiß nicht, ob es bei einem anderen Job besser wäre. Aber die Gedanken, nur Hausfrau zu sein, wenn meine Kinder bald ausziehen, ängstigen mich auch.
Die Ängste im Job werden durch Stress ausgelöst. Ich empfinde bei fast allen Tätigkeiten Stress, auch z.B. beim Einkaufen, was einen Schwindel auslöst und in einer Panikattacke endet. Im Moment wache ich morgens schon mit heftigen Angstgefühlen auf.
Viele Grüße ***** ***** ***** ***** Antwort

Danke für Ihre Ergänzungen.

Zunächst möchte ich sagen, dass Sie mit der Anmeldung zu einer Psychotherapie einen sehr wichtigen Schritt getan haben. Wenn möglich sollten Sie versuchen, eine Therapie nach den Methoden der Verhaltenstherapie zu erhalten. Das ist nämlich die wirksamste Psychotherapie bei Angst und Depression. Aber Sie können grundsätzlich zuversichtlich sein, dass Ihnen die Psychotherapie helfen wird.

Leider ist es bis dahin noch eine lange Wartezeit. Zur Überbrückung der Zwishenzeit möchte ich Ihnen einige Methoden empfehlen, wie Sie sich mit Selbsthilfe eine Linderung verschaffen können.

1. Für die unmittelbare Anwendung bei einem Angstschub oder einer Panikattacke empfehle ich Ihnen Tiefenatmung. Wie man die macht können Sie in der anhängenden Datei lesen. Die Tiefenatmung wirkt dem Angstgefühl unmittelbar entgegen.

2. Sie könnten eine Entspannungsübung erlernen und eigenständig regelmäßig einsetzen. Am besten eignet sich zur Selbsthilfe die "Progressive Muskelentspannung nach Jocobson", sie ist mit Hilfe einer Anleitungs-CD (im Handel erhältlich) leicht zu erlernen. Diese Entspannung sollte man einmal täglich, am besten morgens vor dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafengehen, anwenden. Diese Übung baut insgesamt die "Angstbereitschaft" ab.

3. Wenn Sie ein wenig sportlich sind: 3-4 mal leichtes Joggen in der Woche kann bzgl. Angst und Depression Wunder wirken.

Sie werden sicher Rückfragen haben. Schreiben Sie sie mir hier, ich werde sie selbstverständlich beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute. Freundliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Diese Methoden habe ich bereits in meinen beiden Therapien gelernt. Mein wichtigstes Problem ist im Moment: Soll ich weiterhin Arbeiten gehen oder schadet mir das auf Dauer, da Stress immer mehr Panikattacken auslösen?
Bei dem Gedanken, wieder zur Arbeit zu gehen, fange ich an zu zittern. Bei dem Gedanken, meinen Job aufzugeben und zu Hause in ein Loch zu fallen, bekomme ich Depressionen.
Diese Entscheidung, die ernsthafte Konsequenzen für meine Zukunft hat, macht mir im Moment die größte Angst.
Viele Grüße ***** ***** ***** ***** Antwort

Ich verstehe, dass das für Sie eine schwierige Entscheidung ist, es sieht gewissermaßen aus wie eine Entscheidung zwischen Ängsten und Depression.

Aber die Arbeit selbst schadet Ihnen auf die Dauer nicht, auch wenn Sie dort immer Stress haben. Ihre Angst hat sicher andere Ursachen, die außerhalb der Arbeit lieben. Die Stress-Anlässe bei der Arbeit sind daher ein - zugegeben sehr belastender - Nebenbereich, wenn man es von der Krankheit aus sieht. Das schließt nicht aus, dass Sie weiter nach einer anderen Arbeitsstelle suchen und vielleicht haben Sie ja Erfolg dabei und finden eine mit weniger Stress-Anlässen. Dadurch werden Aber Ihne Angst- und Panikzustände nicht wesentlich weniger, es wird dann andere Anlässe geben, solange die Ursache in Ihrer Psyche nicht gefunden und bearbeitet worden ist - und das kann in der Psychotherapie geschehen.

Wenn Sie in eine tiefere Depression fallen, weil Sie die Arbeit aufgegeben haben und zuhause sind, dann wird es sehr viel schwieriger, da wieder heraus zu kommen. Eine Depression ist auch in einer Therapie schwerer zu beheben als Ängste.

Das alles spricht mehr dafür, weiter arbeiten zu gehen und parallel eine neue Stelle suchen. Ich kann Ihnen aber die Entscheidung nicht abnehmen. Vielleicht sind die Panikattacken für Sie so unerträglich, dass es nicht mehr auszuhalten ist, auch nicht mit den Selbsthilfemaßnahmen. Dann kann ich verstehen, wenn Sie sich gegen die Arbeit entscheiden.

Eine Chance, wirklich zur Ruhe zu kommen, können Sie aber leider erst durch eine Psychotherapie haben.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich erwarte mir von der Psychotherapie nicht allzu viel, sonst hätten ja die Kurz- und Langzeittherapie, die ich bereits hatte, geholfen. Aber hier war nicht der Ansatz einer Besserung spürbar. Ich denke, auch wenn man etwas herausfindet wie Zukunftsängste, dann sind die da und man kann sie auch nicht wegzaubern. Bei mir ist Stress der Auslöser und Vererbung. Aber das zu wissen, bringt leider kein Erfolg.
Damit ich bei der Arbeit "funktioniere" , sollte ich dann besser wieder Cymbalta einnehmen und die Migräne als Nebenwirkung akzeptieren oder lieber ohne AD aushalten?
Leide auch unter Schlafstörungen, dafür nehme ich abends 1 Lasea.
Falls ich mich entscheide, mit der Arbeit aufzuhören, wie beuge ich einer Depression vor?

Ja, wenn Sie sich entscheiden, die Arbeit zu behalten, können Sie mit den von Ihnen genannten Maßnahmen dafür sorgen, dass Sie funkionieren.

Aber vielleicht gelingt es Ihnen ja, eine andere Arbeitsstelle zu finden, das wäre der beste rigen sinWeg.

Es ist sehr schwer, einer Depression vorzubeugen. Es könnte gelingen, wenn Sie sich dann eine Beschäftigung (Hobby, ehrenamtliche Tätigkeit o.a.) suchen, die für Sie einen ähnlichen Stellenwert hat wie die Arbeit. Im Übrigen sind die Erfolgsaussichten bei der Therapie einer Depression nicht sehr hoch.

Außerdem noch eine Anmerkung: Wenn man meint man weiß die Ursache dieser Probleme und wenn dieses Wissen nicht hilft - dann weiß man die Ursachen nicht wirklich. Wenn man die wirklichen ursprünglichen Zusammenhänge kennt (weiß), dann lösen sich auch die Probleme auf.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Damit ich bei der Arbeit "funktioniere", sollte ich besser wieder Cymbalta einnehmen und die Migräne als Nebenwirkung akzeptieren oder lieber ohne AD aushalten? Opipramol hat leider nicht gewirkt. Nehme bei der Arbeit Bromazepam, damit ich es aushalten kann. Für die Schlafstörungen nehme ich Lasea, hilft aber auch nicht wirklich.

Alle diese Medikamente sind für das jeweilige Problem geeignet. Aber alle Medikamente wirken unterschiedlich bei verschiedenen Menschen. Wenn sie bemerken, dass ein Medikament bei ihnen nicht wirkt, dann müsste man die Medikation umstellen. Das kann ich aber von hier aus nicht machen, dass wäre sehr unseriös und gefährlich, weil ich Sie ja nicht persönlich untersuchen kann und Ihre Verfassung nicht einschätzen kann. Gerade wenn man mehrere Medikamente nimmt, muss bei Änderung eines Medikaments darauf geachtet werden, ob vielleicht der ganze Cocktail verändert werden muss. Sie sollten sich deshalb diesbezüglich an Ihren Arzt vor Ort wenden.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Wie merke ich, ob ich jetzt nur Anststörungen habe oder schon Depressionen ?

Angst geht immer einher mit einer Aktivierung von Psyche und Körper: Unruhe, Erregung, Schlafstörung, Nervösität, Herzklopfen, Zittern, bei längerer Dauer von Ängsten Schmerzen an verschiedenen Körperstellen usw..

Depression geht einher mit einer generellen Verminderung der Aktiviität von Psyche und Körper: Müdigkeit, Mutlosigkeit, die psychischen und körperlichen Kräfte lassen nach, man spürt nur wenige oder keine Gefühle, fühlt sich innerlich leer.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Dann ist es bei mir zum Glück "nur" Angst.
Ich bin mir aber im Moment nicht sicher, ob es die Arbeit ist mit Stress, Überforderung und Mobbing, die mich krank macht. Mir ging es von Beginn an, also vor 3 Jahren bis jetzt, kontinuierlich schlechter und ich habe immer das Gefühl gehabt, ich will hier weg. Jetzt hat die Geschichte ihren Höhepunkt erreicht, dass ich sage, ich will gar nicht mehr hin.

Arbeit "macht" selten krank, nur wenn man dabei mit giftigen Stoffen in Berührung kommt. Eine psychische Krankheit bring man mit auf die Arbeit und findet dort manchmal verstärkende Auslöser vor. Diese Auslöser "machen" also nicht krank, aber die Krankheit macht den Menschen weniger belastbar für die Belastungen bei der Arbeit und im Leben überhaupt.

Die ursächlichen Zusammenhänge von so schweren Anststörungen wie Ihren liegen in der Regel in der Vergangenheit und im privaten Lebenszusammenhang.

Wenn es Ihnen seit 3 jahren schlechter geht - was hat sich vor 3 Jahren in Ihrem Leben geändert außer dieser Arbeitsstelle?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Nut die Arbeitsstelle, da ich mich verpflichtet gefühlt habe, wenn die Kinder größer sind , wieder berufstätig zu werden, um gesellschaftlich anerkannt zu sein. Ich bin immer mit Abneigung zur Arbeit gegangen, hatte dort Stress und daheim Stress, weil mir die beiden Vormittage für die Hausarbeit gefehlt haben.
Ich bin mittlerweile von den beiden Vormittagen im Geschäft so erschöpft, dass mir die Kraft für alles andere fehlt.

Sie waren also vor diesen 3 Jahren Mutter und Hausfrau und nicht berufstätig?

Haben Sie früher mal gearbeitet? Haben Sie eine Berufsausbildung gemacht? Welche?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich bin Bankkauffrau, habe 11 Jahre gearbeitet ( das Arbeiten fiel mir immer schwer), dann 5 Jahre Mutterschutz, dann 1 1/2 Jahre wieder 10 Stunden als Aushilfe bei der Bank gearbeitet (war froh, als es vorbei bei - war zeitlich befristet). Dann 10 Jahre Mutter und Hausfrau

Wie war das in Ihrer Herkunftsfamilie: Waren beide Eltern berufstätig? In welchen Berufen? Leben die Eltern noch?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Meine Eltern leben beide noch, sind jetzt 79 und 76 Jahre alt. Mein Vater ist Kfz-Meister und meine Mutter Näherin. Sie war nicht mehr berufstätig nach meiner Geburt, hatte aber 2 Putzstellen an 2 Vormittagen. Geschwister habe ich keine.
Meine Mutter macht für mich die Wäsche, bügelt und kocht. Meine Eltern wohnen bei uns im Haus. Ich habe panische Angst, meine Mutter zu verlieren, da ich denke, die Belastung mit der Hausarbeit nicht bewältigen zu können

Seit wann spüren Sie diese Angst Ihre Mutter zu verlieren?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Schon seit ich denken kann

Gibt es konkrete Gründe? Leidet sie an einer Krankheit? Gab es sonstige Bedrohungen ihres Lebens?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sie hatte vor 6 Jahren Brustkrebs, ist aber geheilt

Wie geht es Ihrem Vater?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Er hat keine gesundheitlichen Probleme

Vielen Dank für Ihre Offenheit.

Ihre alte Angst, die Mutter zu verlieren, ist vermutlich so etwas wie die Mutter aller Ihrer anderen Ängste. Deshalb sagte ich ja schon, ein Stellenwechsel macht Ihre Ängste nicht weg, er lindert sie vorübergehend. Aber durch die langjährige Angst um Ihre Mutter ist Ihr Angstlevel ständig erhöht und Ihre Angstbereitschaft immer aktiv. Ihre Angst wird immer und überalle neue Auslöser finden, solange die Mutter aller Ängste weiter bestehen bleibt.

Deshalb noch einmal meine Empfehlung: Behalten Sie die Arbeitsstelle, eine Kündigung wäre keine Lösung für Ihre Ängste. Sie können selbstverständlich eine andere Stelle suchen, die Ihnen sympathischer ist. Aber auch das löst die Ängste nicht auf. Versuchen sie, die Wartezeit für die Psychotherapie zu überstehen und sprechen Sie in der Therapie über Ihre Angst, die Mutter zu verlieren. Wenn hier ein Abbau der Angst gelingt, sind alle anderen Ängste und die Gefahr einer Depression beseitigt.

BJnD8 und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
War jetzt 1 Woche krank geschrieben, aber mir geht es eher noch schlechter. Wache jetzt morgens um 5 mit heftigen Angstgefühlen auf und bin innerlich zerrissen. Morgen soll ich wieder Arbeiten gehen. Habe Angst, dass ich es nicht schaffe.

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Es tut mir sehr leid für Sie, aber Ihre Krankschreibung hat sich wohl eher negativ ausgewirkt.

Darf ich noch etwas rückfragen?

Wir sprachen darüber, dass die Medikation evtl. durch Ihren Hausarzt überprüft werden sollte. Habe Sie da etwas machen lassen?

Haben Ihnen die Maßnahmen zur Selbsthilfe, die ich vorgeschlagen habe, ein wenig helfen können?

Wie denken Sie über das, was ich Ihnen über Ihre Angst, die Mutter zu verlieren, gesagt habe?

Vielen Dank ***** ***** für diese Informationen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich habe hin und wieder in der Vergangenheit Cymbalta genommen, das hat mir geholfen, aber vermehrt Migräne ausgelöst.
Opipramol wirkt gar nicht. Bromazepam wirkt gut, ist aber nur zur Not wegen Abhängigkeit. Besser ist es ohne Medikamente auszukommen, meint der Arzt.
Die Entspannungsübungen helfen nicht immer, das hilft bei mir nur wenn die Anspannung nicht ganz so hoch ist. Oft hilft es mir mehr, eine Landschaft zu betrachten.
Die Angst, meine Mutter oder ein anderes Familienmitglied zu verlieren, ist unbeschreiblich groß. Immer wieder schaue ich in alle Gesichter, ob jemand blass ist. Ein Familienfest ist unerträglich, weil ich immer denke, jemand fällt um.
Ein weiterer Auslöser für meine Ängste ist mein Perfektionismus und die Angst, alles nicht zu schaffen.
Meine größte Angst im Moment ist es, dass ich morgen auf der Arbeit nicht in der Lage bin, meine Arbeit zu tun.

Jetzt können Sie es ja noch entscheiden: Sie können zur Arbeit gehen oder Sie können von der Arbeit wegbleiben. Was meinen Sie?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich würde schon gerne gehen, weil ich in den 12 Jahren noch nie etwas vermieden habe.
Auf der anderen Seite habe ich eine tiefe Abneigung gegen den Job (stumpfsinniges Abarbeiten von Listen, was mich nervös macht, 5 Stunden ausschließlich PC-Arbeit, unfreundliche Kollegen, Stress)
Wenn ich wüsste, dass es mir nach einer Kündigung besser gehen würde, würde ich sofort kündigen.

Darüber haben wir ja schon gesprochen, niemand kann Ihnen garantieren, dass es Ihnen nach einer Kündigung besser geht.

Haben Sie schon versucht, einen anderen Job zu finden?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ja, seit 1 Jahr, aber es ist schwierig....

Es also leider ungewiss, ob es Ihnen nach Kündigung besser geht. Das ist das Risiko, das Sie bei Kündigung eingehen würden.

Wenn Sie nicht kündigen, haben Sie das Risiko, dass es Ihnen vorerst weiter so schlecht geht wie bisher.

Ich hatte Ihnen noch weitere Vorschläge zur Selbsthilfe gemacht:

Sie könnten anfangen, regelmäßig zu laufen, joggen. Das lässt sich ja leicht verbinden mit "eine Landschaft anschauen", was Sie ja - wie Sie sagen - ebenfalls entspannt. Sie könnten ja noch heute nachmittag einen Anfang machen, vielleicht zunächst mit einem Spaziergang, und dann in den nächsten Tagen mit immer mehr Joggen weiter machen.

In der konkreten Situation bei der Arbeit können Sie die "Tiefenatmung" einsetzen, diese hilft meistens unmittelbar etwas. Ich hatte Ihnen eine Adresse gegeben, wo Sie zur Anwendung der Tiefenatmung mehr erfahren können.

Das könnten Maßnahmen sein, die auf jeden Fall sinnvoll sind, die aber auch helfen könnten, wenn Sie sich für die Arbeit morgen entscheiden sollten.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Die Tiefenatmung und weitere Entspannungsübungen sind mir noch von den Therapien bekannt. Diese wende ich regelmäßig an.
Ich habe mir vorgenommen, heute noch Golf spielen zu gehen. Vielleicht hilft das etwas.
Habe nämlich letzte Nacht schon Schlafprobleme gehabt wegen der Arbeit morgen.

Wenn Sie sich beim Golf entspannen können, dann tun Sie das - das ist eine gute Idee.