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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Wie schaffe ich es, dass mein Ex wieder Respekt vor mir hat?

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich war 2 Jahre mit meinem Freund zusammen. Er hat sich damals sehr zurück gezogen und ich habe mit Klammern reagiert, ich nahm ihm die Luft zum atmen, so sagte er. Hinzu kam schlimme Eifersucht. Ich hab dadurch alles zerstört, er hat sich vor drei Wochen getrennt. Ich habe in diesen drei Wochen bemerkt wie daneben mein Benehmen war. Anfangs bettelte ich darum mir noch eine Chance zu geben aber er blieb die erste Woche hart. Also fing ich an mir bewusst zu machen, dass ich so keine Beziehung führen kann, mit keinem.
Nach einer Woche meldete er sich wieder, es kam zum Gespräch, ich sagte ihm das es mir sehr leid tut und ich an mir selbst arbeite. Er freute sich, ist aber auch sauer, dass ich jetzt erst die Augen geöffnet habe.
Die momentane Situation ist so, wir treffen uns ab und zu und er schläft dann meistens bei mir. Jedoch fühl ich mich damit nicht ganz wohl, ich weiß er will momentan keine Beziehung und trotzdem verführt er mich jedes mal und danach tut es mir einfach weh, da ich mich hingehalten fühle. Das habe ich ihm auch gesagt, und er sagt das es nicht so sei und er mir nicht weh tun möchte, aber momentan noch zu große Angst davor hat, dass ich wieder so werde wie früher.
Mein Leben interessiert ihn nicht mehr, er fragt gar nicht mehr danach sondern erzählt nur von sich und lässt sich auch gern bemitleiden.
Ich habe das Gefühl, dass er kein Respekt mehr vor mir hat und es nicht schafft mir zu verzeihen.
Ps: die Treffen gehen immer von ihm aus.
Was kann ich tun, dass er wieder Respekt vor mir hat ?
Sehr geehrte Fragestellerin,
es ist nie leicht, eine grosse Veraenderung im Leben vorzunehmen. Hut ab, dass Sie diese Einsicht hatten und jetzt an sich arbeiten moechten. Oft ist es sehr schwierig, das so ganz alleine zu tun. Eifersucht hat ja in der Regel mit einer tiefen inneren Unsicherheit zu tun, dass man "nicht gut genug" ist. Diese Angst stammt meist aus der Kindheit oder Jugend. Koennten Sie sich vorstellen, eine Therapie zu machen, um sich diese Angst anzuschauen und hinter sich zu lassen?

Sie sagen "ich versuche unabhaengig auf ihn zu wirken", was ja besagt, dass Sie es nicht wirklich fuehlen. Wenn man versucht, jemandem etwas vorzuspielen, was nicht wirklich wahr ist, dann merkt man das und fuehlt sich komisch im Umgang mit dieser Person.

Wir respektieren in der Regel Personen, die Fehler zugeben, um Hilfe bitten, offen Veraenderung gegenueber sind und die "mit sich selbst im Reinen" sind. Und man respektiert Menschen, die schwere Entscheidungen treffen, weil das langfristig richtig ist, auch wenn es kurzfristig nicht einfach ist - also Menschen, die tun, was sie sagen und zu dem stehen, was sie glauben. Das waere also Ihr Ziel. Wenn man aus Angst handelt - und wenn Sie den Treffen zustimmen, dann tun Sie das ja aus der Angst heraus, dass es sonst ganz aus ist - dann merkt er das. Sie tun es nicht weil Sie es wollen, sondern weil er Sie "verfuehrt". Koennten Sie sich vorstellen, etwas zu sagen wie: "Ich vermisse dich sehr und wuerde gerne wieder zusammen sein. Und im Moment muss ich mir mal 2 Wochen (oder 3 Wochen) nehmen, um an mir selbst zu arbeiten." Vielleicht vereinbaren Sie, dass Sie in der Zeit nur telefonieren? Oder auch gar keinen Kontakt haben? Und dann muessten Sie das natuerlich auch durchhalten, denn sonst verlieren Sie noch mehr Respekt. Darum waere es wichtig, genau zu ueberlegen, was Sie sagen.

Die Idee mit dem Hobby ist hilfreich und auch die Tatsache, dass Sie sich selbst gut behandeln. Aber wichtiger ist, dass Sie Ihren WErten entsprechend handeln und darum auch mal nein sagen. Koennen Sie sich das vorstellen?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke ***** ***** Antwort. Leider kann ich mir keine Therapie vorstellen, da ich geschäftlich sehr eingespannt bin (Nebengewerbe und Firma der Eltern). Ich habe mir drei Bücher gekauft ,,Eifersucht" ,,wenn das Leben zur Last wird" und ,,ab heute kränkt mich niemand mehr"
Ich war vor ca 1 Jahr beim Psychologen, leider brachte das nichts, außer die Erkenntnis das ich ein gestörtes Vater Tochter Verhältnis Habe, helfen konnte sie mir nicht, weil ich wahrscheinlich noch nicht bereit war. Ich habe mich inzwischen viel durch das Internet gelesen.
Das ich die Beziehung wieder will, habe ich ihm bereits gesagt. Momentan ist leider er derjenige, wo nicht weis ob er es nochmal will, aus Angst. Ich respektiere seine Angst und Unsicherheit. Und gestern als er kam war ich total entspannt hab ihm von meinem Tag erzählt, wir haben gelacht und gekuschelt. Als er sagte er möchte da schlafen habe ich mich sehr gefreut und zugestimmt und als er dann wieder versuchte mich zu verführen habe ich nein gesagt, gesagt das ich das nicht möchte, da ich das Gefühl gäbe er wolle nur auf das hinaus. Er war etwas verwirrt und ich habe gemerkt, dass er sich zurückgewiesen fühlte. Aber es war richtig für mich!
Ich glaube ich bin gerade auf einem guten weg und muss nun an diesem Weg festhalten.
Ich glaube jedoch auch, dass er selbst ein sehr geringes Selbstbewusstsein hat. Bzw ich spühre es, schon immer. Und dass er mich manipuliert hat weiß ich auch. Ich würde ihm wirklich gern helfen aber das raten Sie mir bestimmt ab, oder?
Sehr geehrte Fragestellerin,
Sie scheinen wirklich auf dem richtigen Weg zu sein. Das freut mich zu hoeren. Ein schwieriges VErhaeltnis zum eigenen Vater macht tatsaechlich oft Probleme bei "anderen" wichtigsten Mann im Leben. Da gibt es sicherlich einen Zusammenhang.

Sie ueben es gerade, "Grenzen" zu setzen, damit Sie sich selbst und dem, was Ihnen wichtig ist, treu bleiben. Das ist oft schwierig, lohnt sich aber auf jeden Fall, weil man sich da einmal selbst besser fuehlt und es in der Regel von anderen Menschen mit Respekt betrachtet wird.

Sie haben REcht, ich rate davon ab, dass Sie im Moment versuchen, Ihrem "Freund" zu helfen. Erstens ist es fast unmoeglich, dem Partner zu helfen und eine erfolgreiche Partnerschaft zu fuehren (wenn ich jemandem helfe, dann sind wir ja nicht "gleichwertig") und zweitens waere es wahrscheinlich sinnvoller und effektiver, wenn Sie sich auf sich selbst konzentrieren.

Ich wuerde Ihnen gerne noch ein paar Gedanken zu der Angst vor Ablehnung und Eifersucht mit auf den Weg geben und ein weiteres Buch vorschlagen.

Eifersucht hat in der Regel mit der Angst vor Ablehnung zu tun. Man fuehlt sich nicht "wertvoll" genug und befuerchtet, dass der Partner das merkt und jemanden findet, der "mehr wert" ist. Und die Angst vor Ablehnung ist eng mit der Selbstablehnung verbunden. Je mehr man sich selbst ablehnt, je mehr man sich für minderwertig oder nicht liebenswert haelt, je mehr man an seinem eigenen Wert zweifelt, umso groesser ist die Angst vor Ablehnung, umso mehr leidet man unter der negativen Bewertung durch seine Mitmenschen - insbesondere in einer Partnerschaft.

In den meisten Fällen entsteht die Angst vor Ablehnung schon in der Kindheit, genauer gesagt in den ersten 7 Lebensjahren. In dieser Zeit lernt man oft:

  • Ich werde nur akzeptiert, wenn ich perfekt bin.

  • Ich bin nur liebenswert, wenn ich mich richtig verhalte.

  • Ich werde nur akzeptiert, wenn ich eine gute Leistung bringe.

Wenn man von den Eltern nur angenommen oder geliebt wird, wenn man sich so verhaelt, wie sie es sich wünschen, und sie einen ablehnen, wenn man sich anders verhaelt, dann lernen man, dass man nur gemocht wird, wenn man tut, was andere verlangen. Tue ich, was ich will, stoße ich auf Ablehnung.

Dabei reicht es schon, dass man als Kind den Eindruck hat, nicht bedingungslos gemocht zu werden. Es müssen keine Worte fallen und man muss nicht geschlagen werden, um das Gefühl zu haben, nicht in Ordnung zu sein und abgelehnt zu werden. Schon ein strafender oder tadelnder Blick reicht oft, um sich in Lebensgefahr zu sehen. Oder die Krankheit und Abwesenheit eines Elternteils, die vom Kind als Ablehnung interpretiert wird.

Warum nimmt man sich als Kind solche Worte so zu Herzen und warum reagiert man als Erwachsener immer noch so verängstigt? Als Kind weiss man, dass man völlig abhängig von der Zuwendung und Fürsorge der Eltern ist. Ohne sie kann man nicht überleben. Eine Ablehnung empfinden Kinder immer als ein lebensgefaehliches Verlassen oder Verstossen werden. Und das kommt für ein kleines Kind gefühlsmäßig einem Todesurteil gleich.

Als Erwachsener hängt das Leben nicht mehr vom Urteil anderer Menschen ab. Dennoch empfindet man bei Ablehnung reflexartig so, wie das kleine Kind, das seinen Eltern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war, denn man traegt immer noch das kleine veraengstigte Kind in sich, das eine Ablehnung als existenzielle Bedrohung oder Todesurteil empfindet.

Eine andere Lektion in der Kindheit und Jugendzeit bestand vielleicht darin, auf sehr persönliche und verletzende Weise auf Fehler und Schwächen aufmerksam gemacht worden zu sein. Wenn man sich häufig anhören muss: Du taugst nichts. Du bist ein Tollpatsch. Du bist so was von blöd. Wegen dir muss man sich schämen. - dann glaubt man das irgendwann und lernt, an sich selbst zu zweifeln und wenig Selbstvertrauen zu entwickeln. Man hat Angst davor als Mensch und in Beziehungen zu versagen, nicht zu genügen und abgelehnt zu werden.

Und oft hatten auch Erfahrungen mit Spiel- und Schulkameraden einen Einfluss auf die seelische Entwicklung. Vielleicht wurde man in der Schule gemobbt. Vielleicht wurden man durch körperliche oder persönliche Auffälligkeit zur Zielscheibe von Spott und Hänseleien, die weiter am Selbstwertgefühl genagt haben und von denen man sich bis ins Erwachsenenalter nicht erholt hat.

Wenn wir lernen, unseren Selbstwert und damit unser Selbstwertgefuehl zu stärken, dann machen wir uns unabhängiger von der Reaktion anderer und erleben eine Ablehnung nicht mehr als Todesurteil. Eine Ablehnung ist dann nur noch bedauerlich und schade, aber nicht mehr bedrohlich. Und damit verlieren wir unsere Angst vor der Ablehnung.

Wichtig ist auch sich zu fragen über wen die Ablehnung etwas aussagt. Über den Abgelehnten oder den Ablehnenden? Letztlich eigentlich nur über den Ablehnenden. Seine Ablehnung ist Ausdruck seiner Werte, seiner Ansichten, seiner Moral, seines Geschmacks, seiner Weltanschauung, seiner Glaubenssaetze.

Wenn man ein modernes Gemälde oder eine bestimmte Musikrichtung schrecklich findet, bedeutet das nicht zwangslaeufig, dass dieses Bild oder diese Musik wertlos sind. Wahrscheinlich gibt sogar es viele Menschen, denen dieses Gemälde oder diese Musik gefällt. Folglich sagt die Ablehnung nichts über den Wert oder die Qualität des Bildes oder der Musik aus, sondern lediglich etwas über den Geschmack der betreffenden Person.

Wenn man also lernen kann, Ablehnung und Konflikt anders zu interpretieren, dann gehen Sie nicht so "unter die Haut" und man kann dann gesunde Grenzen setzen und dem anderen FReiheit lassen.

Das Buch, das ich Ihnen empfehlen wuerde, um dieses neue Denken zu lernen und zu ueben ist:

Gedanken verändern Gefühle: Fertigkeiten, um Stimmungen, Verhalten und Beziehungen grundlegend zu verbessern von ***** *****berger, Christine A. Padesky, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr von Junfermann (Oktober 2007).


Fuer Ihre weiteren Nachfragen stehe ich natuerlich gerne zur Verfuegung. Mir ist es wichtig, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.
Mit freundlichem Gruss,
Annegret Noble



Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gestern hatte ich ein Schlüsselerlebnis. Ich war gut drauf und als mein Vater zur Arbeit kam verschlechterte sich meine Laune extrem. Ich fühle mich von ihm total abgewertet und nicht ernst genommen. Aber im Endeffekt sagt er nichts schlimmes oder will auch gar nicht, dass ich mich so fühle... Ich kann mit ihm über sowas nicht sprechen.
Als ich dann daheim war und mein Freund mir schrieb was los ist, habe ich gesagt dass mein Kopf voll ist ich meld mich morgen. Er reagierte nur bohrend, warum.... Hab ihm gesagt, dass es nichts mit ihm zu tun hat usw. Und er drängte mich fast, mich bei ihm zu melden.
Am späten Abend schrieb ich ihm noch eine ,,schlaf gut" SMS und darauf reagierte er nicht mehr. Was ist denn so falsch daran gewesen, dass er mich gleich ignorieren muss?
Sehr geehrte Fragestellerin,
Sie haben absolut nichts "falsch" gemacht, Sie haben etwas "anders" gemacht. Sie haben eine Grenze gesetzt. Alles, was neu und anders ist, macht uns als Menschen erst einmal Angst und verunsichert uns. Sie haben ja angedeutet, dass Ihr Freund auch Unsicherheiten hat. Durch Ihr "ungewohntes" Verhalten, haben Sie moeglicherweise auch bei ihm Unsicherheit ausgeloest. Aber das bedeutet nicht, dass Sie etwas falsch gemacht haben. Sie versuchen ja, in Ihrer Beziehung etwas zu veraendern und das wird mit Unsicherheit und ungewoehnlichen Reaktionen verbunden sein - und das ist GUT.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Danke. Eine Frage habe ich noch, ist es überhaupt möglich wenn zwei Mensche so extrem unsicher sind, ob eine Beziehung ohne daran kaputt zu gehen, möglich ist?
Sehr geehrte Fragestellerin,
ich bin ein ewiger Optimist, wenn es darum geht, dass Menschen sich veraendern koennen (Teil meines Berufsrisikos....), darum denke ich natuerlich, dass es moeglich ist, hier einen Weg zu finden. Ist es schwer? Ja. Kann man das ohne Hilfe von Aussen, wie z.B. ein Paartherapeut/in? Schwer zu sagen. Kann ich die Zukunft voraussagen? Nein. Kann Ihnen irgendjemand versichern, dass es klappt? Nein.

An dieser Stelle muessten SIe entscheiden, ob die Arbeit und das Risiko es Ihnen wert sind, es auszuprobieren. Und das ist eine Entscheidung, die nur Sie treffen koennen.
InternetCoach und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.