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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1471
Erfahrung:  dasdasd
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BJnD8 ist jetzt online.

Guten Tag, ich hätte gern einen Rat, wie ich mich meinem jüngeren Sohn gegenüber verhalten

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich hätte gern einen Rat, wie ich mich meinem jüngeren Sohn gegenüber verhalten soll.
Ich bin 64, er ist 37. Seit seinem 8. Lebenjahr ist er phasenweise depressiv, er hat Schwierigkeiten, Liebesbeziehungen zu leben, hat auch Schwierigkeiten in sozialen Kontakten, aber beruflichen Erfolg.
Ich weiß, er kämpft seit 30 Jahren gegen seine Ängste, Seelenschmerzen, Wut und Depressionen, das tut mir sehr weh.
Nun hat er mir wiederholt vorgeworfen, er hätte seine Anlagen von mir, er sei emotional nicht satt geworden, er hätte am liebsten gar keinen Kontakt zur gesamten Familie, weil alle sehr schwierig oder belastend seien.
Mir ist bewußt, dass er in manchem Recht hat, dass auch ich depressive Muster habe und sicher Fehler in seiner Kindheit gemacht habe. Dennoch finde ich seine Vorwürfe überzogen und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll, um ihm zu helfen. Soll ich ganz offen mit ihm reden, dass ich ähnliche Probleme habe oder stürzt ihn das noch tiefer in Hoffnungslosi-gkeit
Johann Schweißgut :

Guten Tag geehrte Ratsuchende,

Johann Schweißgut :

vielen Dank ***** ***** sich mit Ihrer Sorge an justanswer wenden.

Johann Schweißgut :

Sie machen sich große Sorgen wegen Ihrem Sohn und Sie möchten ihm helfen.

Johann Schweißgut :

Ich habe noch einige Rückfragen dazu und möchte mit hier mit Ihnen darüber unterhalten.

Johann Schweißgut :

Kommen Sie bitte wieder in den Chat oder machen Sie mir 2 Terminvorschläge für heute, an denen wir uns hier treffen können.

Customer:

Ich bin jetzt bereit. Danke.

Customer:

Ich könnte um 15 Uhr oder um 15.30 Uhr mit Ihnen chatten. Danke.

Johann Schweißgut :

Guten Tag, haben Sie jetzt noch Zeit?

Johann Schweißgut :

Ich schreibe schon einmal einige Fragen auf. Bitte melden Sie sich, wenn Sie gesprächsbereit sind.

Johann Schweißgut :

Ihrem Sohn geht es offenbar psychisch sehr schlecht. Ist er Ihr einziges Kind? Oder wen gibt es noch, Geschlecht, Alter? Sie schreiben, dass Sie selbst ebenfalls psychisch etwas labil sind. Wie ist die psychische Verfassung des Vaters Ihres Sohnes?

Johann Schweißgut :

Ich kann nachher um 15 Uhr hier sein. Dann können wir uns über alles unterhalten.

Johann Schweißgut :

Freundliche Grüße

Customer:

Ja, meinem Sohn geht es nicht gut, ich habe den Beginn der Störung bemerkt und habe versucht, ihm zu helfen.

Customer:

Von meinem Mann bin ich seit 10 Jahren getrennt, er ist seitdem auch seelisch belastet, war das aber auch schon vorher.

Customer:

Mein älterer Sohn ist stabiler, auch mir geht es eigentlichgut, obgleich ich diese Verzweiflungen kenne.

Johann Schweißgut :

Guten Tag, schön dass Sie da sind.

Customer:

Danke, ***** ***** guten Tag.

Johann Schweißgut :

Ihr erwachsener Sohn macht Ihnen große Sorgen.

Customer:

Ja, seit 30 Jahren sorge ich mich um ihn. Habe Angst, dass er aufgibt.

Johann Schweißgut :

Hat er in dieser langen Zeit mal eine Therapie gemacht?

Customer:

Leider hat er erst vor einem Jahr damit begonnen.

Johann Schweißgut :

Ich habe vermutet, dass er gerade eine Therapie begonnen hat. Seine Äußerungen Ihnen gegenüber sind typisch für die Anfangszeit einer Therapie

Customer:

Wie verhalte ich mich also am besten? Abwartend natürlich, aber solte ich mit ihm über meine ähnlichen Probleme sprechen, mich öffnen? Ich habe das meist vermieden, um ihn nicht mehr zu belasten.

Johann Schweißgut :

Sie sollten mit ihm weder über seine psychischen Probleme noch über Ihre sprechen. Er hat jetzt ja die Therapie, das ist sehr gut. Dort hat er jetzt den richtigen Gesprächspartner für seine Probleme. Sie können natürlich Kontakt zu ihm haben und über alles andere sprechen, über Ihre und seine Probleme aber nur, wenn er es ausdrücklich wünschen sollte.

Customer:

Ja. Was raten Sie mir noch?

Johann Schweißgut :

Sie haben keinen Grund, sich als Mutter Vorwürfe zu machen. Er hat wahrscheinlich eine psychische Krankheit, vielleicht - unter Vorbehalt - eine Depression. Er ist schon lange ein erwachsener Mensch und selbst dafür verantwortlich, dass er bei einer Krankheit eine Therapie macht. Nun ist er ja zur Vernunft gekommen und hat es angepackt. Jetzt hat er alle Chancen, mit seinen Probleme ohne Hilfe der Familie fertig zu werden.

Customer:

Er ist sicher depressiv, und ich denke, jedem Kranken muß geholfen werden auf dem Weg zur Heilung, das Distanzieren ist da nicht so einfach, wie Sie wissen.

Johann Schweißgut :

So wie Sie ihn beschreiben halte ich es für möglich, dass er tatsächlich irgendwann den Kontakt zur Familie abbricht. Das wäre für Sie sicher sehr schmerzlich. Aber Sie sollten dann abwarten, er kommt nach einiger Zeit sicher wieder zurück.

Customer:

Vielen Dank, ***** ***** mir sehr geholfen.

Johann Schweißgut :

Bei jedem Kranken ist es zunächt wichtig, dass er die richtige Fachkraft für seine Krankheit findet und ihr vertraut. Das ist für Ihren Sohn der Therapeut. Die Angehörigen können bei einer Krankheit nicht wirklich helfen, sie können zur verständnisvoll sein und zuhören. Das sollten Sie auch bei ihm tun.

Customer:

Ja, das tue ich, wenn er mich läßt.

Johann Schweißgut :

Das ist gut

Customer:

Ich bin schon lange der Meinung, er sollte sich zu einer stationären Therapie durchringen, was meinen Sie?

Johann Schweißgut :

Es ist ein verbreiter Irrtum, wenn man denkt, dass stationär effektiver ist als ambulant. Umgekehrt ist richtig. Stationär ist notwendig, wenn jemand suicidgefährdet oder eine Gefahr für andere Menschen ist, ich denke aber, das ist er beides nicht.

Customer:

Wäre nicht eine begleitete Katharsis vielleicht hilfreich?

Johann Schweißgut :

Es gibt viele Methoden für eine Depression, die Methode Katharsis ist aber gerade kontraindiziert. Sie führt den Patienten eher noch tiefer in die Depression.

Customer:

Gut. Ich dachte, er könnte seinen Rucksack schneller loswerden.

Johann Schweißgut :

Da gibt es Besseres. Aber das sollte er mit seinem Therapeuten ausmachen, da ist der richtige Platz dafür.

Customer:

Welche methode empfehlen Sie für ihn?

Johann Schweißgut :

Ich möchte mich von hier aus nicht in die Therapie einmischen, zumal ich Ihren Sohn ja gar nicht persönlich untersuchen konnte. Die Methode wird je nach diagnostischem Befund zwischen Therapeut und Patient besprochen. Auch Sie als Familie sollten sie da heraushalten, das gäbe für ihn nur zusätzliche Probleme.

Customer:

Sie haben Recht. Vielen Dank ***** ***** Grüße!

Johann Schweißgut :

Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig helfen konnte, und ich wünsche Ihnen alles Gute.

Für eine positive Bewertung bedanke ***** *****

BJnD8 und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.