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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Ich war 24 Jahre verheiratet u bin seit 2009 geschieden. Ich

Beantwortete Frage:

Ich war 24 Jahre verheiratet u bin seit 2009 geschieden. Ich habe meinen Mann geliebt u kann nicht akteptieren , das er mit einem anderen Mann zusammen lebt. Auch finde ich keinen neuen Partner ,da ich sehr introvertiert bin . Als Ärztin weiß ich eigentlich was zu tun wäre , kann aber nicht aus meiner Haut . Haben Sie noch eine Idee.
Wir haben 3 erwachsene Kinder(Jungen) die mit dieser Situation umgehen können u. ihren Vater der in der gleichen Stadt wohnt besuchen .
Die Diagnose MS 2010 hat mich ebenfalls aus der Bahn geworfen . Möglicherweise sitze ich irgendwann im Rollstuhl .Meine sportlichen Aktivitäten mußte ich auf 0 herunterfahren. Als ehemaliger Leistungssportler hart . Welcher Partner würde sich das antun .
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre ehrliche und offene Fragestellung.

Es ist natürlich für Sie im besonderen Maße kaum zu ertragen, wenn es Ihnen mit einer so schweren Krankheit betroffen noch doppelt hart trifft und Sie Ihren Ehemann als Stütze verlieren.

Obwohl der Einfluss von Stress bei der Pathogenese der Multiplen Sklerose (MS) oder Encephalomyelitis Disseminata (ED) noch nicht vollständig aufgeklärt ist, so ist dennoch klar, dass die Erkrankung zu einschneidenden Lebensveränderungen führt und mit einem erhöhten Risiko für Depression und schädigendem psychischen Stress einhergeht und Sie damit auch vor allem diesen Faktor in Ihrem täglichen Leben auch als Ärztin neu überdenken müssen. Auch den dadurch entstehenden Selbstdruck der sich durch die hohen Ansprüche an die eigene Leistungsfähigkeit entwickeln sollten überdacht werden und eventuelle für Sie in Frage kommende Alternativen entwickelt werden (z.B. eine ehrenamtliche beratende Tätigkeit in einer Selbsthilfeorganisation).

Ein weiterer Hinweis wäre hier z.B. ein neu entwickeltes Verfahren aus Amerika vlt. eventuell hilfreich, was bei modernen Verhaltenstherapien Anwendung findet. Das Verfahren nennt man Stress-Management-Trainings (SMT) und es erfolgt eine Vermittlung des SMT-Modells sowie die Unterweisung in der erforderlichen Selbstbeurteilung, die die Grundlage für das nachfolgende Training von verbesserten Bewältigungstechniken ist. . Im zweiten Teil werden die vorliegenden Fähigkeiten identifiziert, die noch nicht maximal genutzt werden, und den Betroffenen neue Stress-Bewältigungsfähigkeiten aktiv vermittelt. Im dritten Teil steht die Anwendung der neu erworbenen Fähigkeiten und die Ermutigung zu deren Transfer in den Alltag im Vordergrund. In Stress-Management-Sitzungen werden diese Fähigkeiten weiter vervollkommnet und z.B. wird dieses Verfahren nach heutigem Kenntnisstand auch stationär sehr gut angewendet u.a. in folgenden Kliniken www.hufeland-klinik.de, http://www.somnia-kliniken.de/, http://www.c-d-k.de/ (ch. dornier klinik). Grundlagen des Verfahrens bilden die verhaltenstherapeutischen Ansätze u.a. des ABARIS Institutes in New Jersey. Die therapeutische Orientierung richtet sich interdiziplinär auf den Erwerb von Bewältigungsflexibilität (coping flexibility) bereitet die Betroffenen noch besser auf die sich immerfort ändernden Erfordernisse des Lebens mit einer unkalkulierbaren und sehr beeinträchtigenden Erkrankung wie MS vor.

Wesentlich ist für Sie evntuell auch eine nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel kann der Besuch, besser die Kontaktaufnahme zu einer Selbsthilfegruppe für MS sein. Nähere Informationen über eine solche Gruppe vlt. auch in Ihrer Nähe gibt es auch über sogenannte Selbsthilfekontaktstellen. Jedoch gibt es auch u.a. diverse Selbsthilfegruppen als Foren im Internet so z.B.

www.dmsg.de/, http://www.leben-mit-ms.de/, http://www.mss-ev.de/

Ich kann Ihre Lage, da es sehr häufig am rande des psychisch Machbaren stehen und nicht genau sagen können, wie es weiter geht und sich auch nicht unberechtigt die Frage stellen wie es in Zukunft weiter gehen soll. Diese Situtionen erzeugen Angst und können sogar nicht unüblich bei diesem Krankheitsbild Depressionen hervorrufen. Hierzu ist eine eventuelle auch medikamentöse Begleitung durch eine stimmungsaufhellende Medikation anzuraten, denn so kann man zumindest zu einem Teil den emotionalen Leidensdruck verringern. Hierzu wäre die Konsultation mit einem psychiatrischen Kollegen hilfreich.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zumindest einige für Sie neue Informationen in meinen Zeilen vermitteln und wünsche Ihnen für die Zukunft genügend Kraft, Mut sowie alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button Akzeptieren) anzuweisen. Vielen Dank

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