So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Johann Schweißgut.
Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 3905
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Johann Schweißgut ist jetzt online.

Guten Abend, unser 28jähriger Sohn (Anwendungs-Informatiker)

Kundenfrage

Guten Abend, unser 28jähriger Sohn (Anwendungs-Informatiker) hat 6 Jahre in einer kleinen Wohnung gelebt. Sie wurde ihm jetzt gekündigt, da mehrere Monate keine Miete gezahlt wurde. Wir haben dann die Wohnung geräumt und waren entsetzt über den Zustand. Wir (mein Mann und ich) haben seine Schulden bezahlt und unseren Sohn in unserem Haus aufgenommen. Zeitgleich wurde ihm jetzt sein Job - nach 8 Monaten - gekündigt. Wir haben versucht, mit unserem Sohn zu sprechen. Dies ist nur ganz selten und nur sehr kurz möglich. Er weiß beispielsweise, dass er die Arbeitslosigkeit dem Arbeitsamt melden muss. Er macht keine Anstalten, irgend etwas zu erledigen. Somit wird er auch demnächst nicht krankenversichert sein. In den drei Wochen, in denen unser Sohn bei uns wohnt (es wohnen unsere beiden jüngeren Kinder noch im Haus), kam es jetzt mehrmals zu Äußerungen, dass er nach seinem Geburtstag im Juli alles wohl beenden wird. Wir haben versucht, ihm Perspektiven aufzuzeigen. Es fruchtet nicht. In der Zeit bei uns kommt es immer wieder zu Wutausbrüchen (absichtlich provozierendes Türen schlagen), dass es für uns alle unerträglich wird. Fahrten mit dem Auto in viel zu hoher Geschwindigkeit/kleine Sackgassen-Straße). Er selbst lehnt jede ärztliche Unterstützung ab. Wir wissen uns keinen Rat mehr, wenden uns daher an Sie. Lieben Gruß
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 28 Jahre, männlich, keine Medikamente
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Arzt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): nein
Gepostet: vor 21 Tagen.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 21 Tagen.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 21 Tagen.

Guten Tag,

Sie machen sich große Sorgen wegen Ihrem Sohn.

Er leidet offenbar an einer schweren Depression, ihn lebensuntüchtig macht.

Und er hat Äußerungen gemacht, die auf eine Suividgefährdung hinweisen (im Juli will er alles beenden).

Zu diesem Krankheitsbild (schwere Depression mit Suicidgefährdung) passt auch seine Weigerung, Hilfe anzunehmen.

Es sieht offenbar auch nicht so aus, dass er zur Einsicht kommt. Zugleich wächst seine Suicidgefährdung.

In so einer Situation bleibt der Weg einer Zwangseinweisung.

Wenn er wieder einmal sagt, dass er alles beenden wird, sollten sollten den Notarzt rufen und die Lage beschreiben. Der Arzt kann eine Zwangseinweisung vornehmen. Notfalls muss diese durch die Polizei umgesetzt werden.

Es tut mir leid, ich hätte Ihnen gern eine angenehmere Antwort gegeben.

Wenn Sie noch Rückfragen haben, schreiben Sie sie mir bitte hier. Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Auch darüber hatten wir bereits nachgedacht. Ich weiß aber, dass bei einer Zwangseinweisung der Patient sich selbst nach einigen Tagen auch wieder entlassen kann. Mein Sohn wird sich - so wie wir ihn kennen - nie wieder bei uns melden. Ich gehe davon aus, dass er dies als Vertrauensbruch sehen würde. Hätten Sie einen Rat, wie man meinem Sohn gegenübertreten soll? Gäbe es Ihrer Meinung nach Kommunikationsansätze? Zeitweise ist er zugänglich (allerdings selten). Erst einmal lieben Dank.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 21 Tagen.

In seinem Zustand (keine Krankheitseinsicht) ist es unwahrscheinlich, dass Sie Einfluss auch ihn bekommen.

Dennoch sollten Sie die seltenen Momente nutzen und ihm deutlich machen, dass er krank ist und professionelle Hilfe braucht.

Meine Empfehlung der Zwangseinweisung ergibt sich aus der Einschätzung nach Ihrer Beschreibung. Wenn er nicht zur Einsicht kommt, ist das die einzige und zu seinem Schutz notwendige Lösung.

Nach einer Zwangseinweisung kann er sich nicht selbst entlassen. Die Zwangseinweisung wird durch einen richterlichen Beschluss begründet, daran ist er und sind die Ärzte gebunden.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Erst einmal lieben Dank für Ihre Beratung.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 21 Tagen.

Ich wünsche Ihrem Sohn und Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Lieben Dank.
Experte:  Johann Schweißgut hat geantwortet vor 21 Tagen.

Guten Tag,

nochmals vielen Dank für die Nutzung von justanswer.

Wenn noch etwas unklar ist oder wenn Sie weitere Fragen haben - bitte lassen Sie es mich wissen, ich helfe Ihnen gerne weiter.

Und darf ich Sie noch bitten, diesen Chat mit einer positiven Bewertung (3-5 Sterne) zu beenden, damit der Bezahlvorgang abgeschlossen werden kann?

Falls Sie dann doch noch Rückfragen haben, werde ich diese selbstverständlich beantworten.

Vielen Dank ***** ***** Grüße