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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 3785
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, ich bin 26 Jahre alt leide nicht an einer psychischen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin 26 Jahre alt leide nicht an einer psychischen Krankheit, jedoch mein Freund. Er hat Depressionen und will mich nicht mehr in seinem Leben haben. Ich würde mich nicht trennen wollen. Was kann ich tun
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 26 Jahre, weiblich, ich nehme keine Medikamente
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Fragesteller(in): Ich bin nicht krank mein Partner ist es

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

wie ist es dazu gekommen, dass er Sie nicht mehr in seinem Leben haben möchte?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Mein Freund leidet an starker Depression. Seit 2 Monaten geht es uns in der Beziehung nicht so gut, er ist gefühllose und gefühlskalt. Zurzeit ist er der Meinung ich wäre eine Last für ihn und will mich nicht in seinem Leben haben. Darauf hin habe ich ihm angeboten eine bestimmte Zeit nicht mehr in Kontakt zu sein. Das bekommen wir aber auch nkcht so wirklich hin. Ich weiß nicht ob diese Gedanken der Trennung aufgrund der Depressionen im Moment so aktuell ist oder er mich wirklich nicht mehr haben will. Ich würde gerne ihm helfen und bei ihm sein.
Ich weiß nicht wie ich ihn davon überzeugen kann diesen Weg bis die Depressionen vorbei ist und er klar wieder denken kann mit mir diesen Abschnitt noch geht.
Vielleicht sehe ich das alles ja auch falsch. Aber ich weiß das ich ihn wirklich liebe und diese Trennung nicht haben wollen würde. Vielleicht ist mein Gedanke ***** ***** sehr egoistisch

Ok, Sie dürfen auch egoistisch sein, umso besser können Sie mit so einer Lage zurecht kommen.

Ich kann Ihrer Vermutung zustimmen, sein Trennungswunsch hängt wahrscheinlich mit seiner Depression zusammen. In diesem Zustand kann er vermutlich die Anwesenheit eines anderen Menschen nicht ertragen, selbst wenn er diesen vorher geliebt hat. Depression tötet solche Gefühle.

Es könnte sich tatsächlich wieder ändern, wenn die Depression zurück geht.

Befindet er sich in Behandlung? Medikamente? Psychotherapie?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Leider nicht, ich habe ihn oft auf eine Behandlung angesprochen. Ich versuche ihn jedoch nicht dazu zu drängen. Er fühlt sich nicht bereit, sich mit seinem inneren auseinanderzusetzen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Was kann ich tun, ich würde ihn gerne davon überzeugen mit mir diesen Weg zu gehen. Ich will ihn nicht verlieren

Ok. Es ist gut, dass Sie sich nicht trennen wollen. Aber Sie sollten ihm so viel Freiraum lassen wie möglich. Die Depression führt dazu, dass er Kontakt nur im begrenzten Maße ertragen kann. Aber Sie sollten im Kontakt bleiben und sich nicht von ihm trennen. Er wird sich darüber freuen, wenn die depressive Phase vorüber ist.

Sie sollten aber die Bedeutung Ihrer Person und Ihrer Beziehung nicht anprechen und flach halten. Sie können Ihn in dieser Phase nicht überzeugen, mit Ihnen diesen Weg zu gehen. Aber Sie können einfach bleiben. Denn Reden über Beziehung usw. erträgt er derzeit nicht.

Er sollte allerdings eine medikamentöse Behandlung anstreben. Da muss er sich vorerst nicht mit seinem Inneren auseinandersetzen. Es gibt gute Antidepressiva. Dafür sollte er sich an eine Psychiatrische Praxis vor Ort wenden.

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich verstehe was sie meinen. Medikamente würden für ihn nicht in Frage kommen. Das Bild von Antidepressiver ist gerade nicht das beste.
Sollte ich diesen Weg auch einschlagen, wenn ich die Befürchtung habe, dass er an einer Sucht leidet?

An welcher Sucht könnte er leiden?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich gehe von Cannabis aus
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Er selber ist der Meinung gewesen, das Cannabis nur dann eingenommen werden sollte, wenn die Psyche stabil ist. Es würde erst dann sehr gefährlich werden wenn der labile Zustand eintreffen würde.
Auf die Frage ob er nun süchtig ist antworte er mir mir nein. Ich weiß aber auch das Menschen in diesem Zustand zu lügen neigen würden.

Damit haben Sie ein Problem angesprochen, das viel größer ist als die Depression.

Wenn er wirklich cannabissüchtig ist, dann ist alles um ein Vielfaches schwieriger.

Bitte sagen Sie noch:

Seit wann leidet er an Depression?

Wie lange konsummiert/e er Cannabis und in welchen Mengen?

Wie lange sind Sie zusammen?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Den genauen Zeitpunkt kenne ich leider nicht. Seine Mutter war alleinerziehende. Sein Vater war abhängig von diversen Substanzen und hat seine Mutter mit reingezogenen. Sie leider seit seiner Kindheit an Depressionen. Im jungen Alter wurde er in der Schule gemobbt und im Alter von 8 Jahren von seinem Stiefbruder sexuell missbraucht. Er wurde leider nie zum Psychologen gebracht um all diese Sachen ordentlich verarbeiten zu können.
Wir sind schon seit 3,5 Jahren zusammen. Er ist ein Profi geworden seinen seelischen Zustand zu verstecken. Vor 3 Monaten ist er auf Grund seiner Arbeit weggezogen 3 Jahre haben wir zusammen gelebt. Seit dem er weg es hat das Ganze so wirklich angefangen.
Das was ich mitbekommen habe ist 1 mal täglich. Aber seit 3 Monaten weiß ich nicht genau wieviel und wie oft.
Er hat nie tagsüber die Substanz zu sich genommen. Immer abends bevor er schlafen ging. Ich hab mir nicht viel dabei gedacht, da ich es als Genussmittel gesehen hab ob er ein Glas Wein oder das machen würde war für mich kein großer Unterschied. Ich hab ihn immer mal wieder drauf angesprochen aber er hat exzellente Überredungskünste

Okay, vielen Dank,

das sieht tatsächlich schlimmer aus, als ich es aus Ihren ersten Beschreibungen erkennen konnte (sorry, ist nicht Ihre Schuld).

Er ist hinsichtlich der Depression und der Drogen gewissermaßen "erblich" belastet. Und er hat schafft es gut, seinen psychischen Zustand zu verstecken. Es gibt also keinerlei Bereitschaft, professionelle Hilfe anzunehmen.

Es tut mit sehr leid. Ich muss Ihnen leider sagen:

Er wird wohl auf absehbare Zeit nicht aus diesen Problemen heraus kommen. Allein kann er es nicht schaffen, auch nicht mir Ihrer Unterstützung. Und professionelle kommt für Ihn offenkundig nicht infrage.

Sie sollten sich darauf einstellen, dass es so bleibt wie es ist oder sogar noch schlimmer wird.

Es tut mir leid.

Ich möchte Ihnen empfehlen, noch mehr egoistisch zu sein. Denken an sich selbst. Das Zusammensein mit ihm wird alle ihr Kräfte in Anspruch nehmen und Sie letztlich überfordern.

Gern hätte ich Ihnen eine optimistischere Einschätzung gegeben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich bedanke ***** *****ür die Unterhaltung und das Sie sich Zeit für mich genommen haben.
Ich wünsche Ihnen auch alles gute und bleiben Sie gesund.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Herr Schweißgut, ich hätte da noch eine kleine Frage. Gibt es eine Methode Ihn wieder dazu zubringen sich mich wieder anzuvertrauen. Ich weiß das er ein Mensch ist der liebe benötig und die Unterstützung braucht. Aber durch die Abweisung hat er eine Mauer zwischen uns gebaut. Gibt es eine Möglichkeit diese wieder zum fallen zu bringen?

Sie können ihn nicht ändern und nicht beeinflussen. Also entweder bei ihm bewegt sich etwas - oder eben nicht. Und das ist vollkommen unabhängig von Ihnen.

Deshalb fürchte ich, dass Sie keine Möglichkeiten haben, etwas zu ändern an dem Status.

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Sind Sie aber immer noch der Meinung das es die Depressionen ist die ihn so fühlen lässt?

Naja, jetzt kommt das Cannabis dazu. Beides löst die voherigen Gefühle gewissermaßen auf. Nach Heilung können sie zurück kommen - aber eine Heilung aus dem derzeitigen Zustand ist auf absehbar Zeit kaum möglich - ebenfalls wegen beider Störungen. Da potanzieren sich die Kräfte der Krankheiten.

Guten Tag,

nochmals vielen Dank für die Nutzung von justanswer.

Wenn noch etwas unklar ist oder wenn Sie weitere Fragen haben - bitte lassen Sie es mich wissen, ich helfe Ihnen gerne weiter.

Und darf ich Sie noch bitten, diesen Chat mit einer positiven Bewertung (3-5 Sterne) zu beenden, damit der Bezahlvorgang abgeschlossen werden kann?

Falls Sie dann doch noch Rückfragen haben, werde ich diese selbstverständlich beantworten.

Vielen Dank ***** ***** Grüße

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.