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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 3775
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
Johann Schweißgut ist jetzt online.

Sehr geehrte r Herr SChweißgut, Fachassistent(in): Bitte

Diese Antwort wurde bewertet:

sehr geehrte r Herr SChweißgut,
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): sorry zu schnell die Entertaste.... Ich wurde von meinem Nachbarn attackiert und leide seither unter immer wiederkehrender Panik und Unruhezuständen. Es fühlt sich an als wäre eine Lawine in Gang gesetzt worden. Bin selber überrascht und verzweifelt. Was kann ich tun? Ich bin weiblich, 49 Jahre alt und nehme keine Medikamente ein.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Fragesteller(in): Ich habe keine entsprechenden Vorerkrankungen.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

darf ich noch nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
ja, klar

Hat es in Ihrem Leben schon mal ähnliche Situationen gegeben, die Sie in Angst und Panik versetzt haben.

Denken Sie bitte zurück bis in Ihre Kindheit.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Ja, da ich mit zwei kranken Eltern aufgewachsen bin (Mutter: Apoplexie, Vater: ALS), sozialer Brennpunkt (häusliche Situation) Damals war diese Art von Gefühl ein ständiger Begleiter.

Wie haben Sie das dann bewältigen können?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Da ich es geschafft habe mein Abitur, eine Ausbildung und ein Studium zu absolvieren und mir ein neues, eigenes Zu Hause zu schaffen, dachte ich es wäre erreicht. Doch seit der Attacke fühlt sich mein sozialer Nahraum fremd und bedrohlich an. Selbst wenn es ruhig ist, fühlt es sich so an als würde gleich die Welt zusammenbrechen und etwas ganz schlimmes, unbeherrschbares geschehen.

Ja, die Attacke des Nachbarn hat Sie an Ihrer Geschichte in der Kindheit getriggert. Das kommt jetzt wohl wieder hoch.

Bitte beschreiben Sie mir Ihre sonstige derzeitige Lebenssituation.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Ich bin berufstätig und dabei sehr ausgelastet. Meine Arbeit ist abwechslungsreich und sehr kommunikativ (Pflegepädagogin) Zum Ausgleich bewege ich mich viel und mache Taichi. Ich bin glücklich verheiratet und habe keine Kinder. Wohnhaft bin ich einem (normalerweise) ruhigen Vorort von Stuttgart. Manche würden es vielleicht sogar als "spießig" bezeichnen.

Ihr Wahrnehmung Ihrer Umgebung hat sich seit dem Vorfall verändert. Jetzt nehmen Sie sie als ebenso bedrohlich an wie damals die Umgebung Ihrer Kindheit. Das ist ein Zeichen dafür, dass Ihr altes Trauma in der Kindheit jetzt wieder aktiviert wurde. Es handelt sich wohl um eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Sie könnten versuchen, sich selbst aus diesem Zustand heraus zu helfen:

  1. Legen Sie ein Tagebuch an und schreiben Sie Ereignisse aus ihrer KIndheit auf. Egal welche, einfach die, die Ihnen einfallen. Möglichst jeden Tag ein solches Ereignis. Das Tagebuch soll "geheim" bleiben, schließen Sie es jedes mal weg.
  2. Zur generellen psychischen Stabilisierung sollten Sie regelmäßig Joggen, ca 3-4 mal pro Woche.
  3. Wenn solche Selbsthilfe nicht greift, können Sie sich professionelle Hilfe holen in einer Psychotherapeutischen Paxis vor Ort.
  4. Medikamente sollten Sie nur im akuten Notfalls (falls da etwas kommt) nehmen. Bei Dauereinnahme würde die PTBS nur stabilisiert und nicht geheilt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Danke für Ihre Hilfe! Ich werde mir Ihre Vorschläge zu Herzen nehmen und umsetzen. Sollte ich dabei an meine Grenzen stoßen, werde ich entsprechende Hilfe einfordern. Alles Gute für Sie und einen schönen Tag!