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Brenner
Brenner, Dr. med.
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 189
Erfahrung:  Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
107485947
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Brenner ist jetzt online.

Guten Tag. Ich fasse mich kurz. Leide unter Depression. Gehe

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag. Ich fasse mich kurz. Leide unter Depression. Gehe trotzdem arbeiten. Nehme seit 2 Jahren Opipramol 3 Mal täglich je 50 mg. Letzte Zeit geht mir schlechter. Ständige Unruhe und Schlaflosigkeit. Kann ich die Dosis erhöhen? Nach 2 Jahren. Ist die zu niedrig?LG
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 46 Jahre alt weiblich und wie oben beschrieben Opipramol 150 mg am Tag
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein
Vielen dank ***** ***** frage, mein name ist dr. brenner. leider kann es im krankheitsverlauf einer depression immer wieder zu schwankungen kommen, die auch durch "äussere faktoren" wie stress in der arbeit oder im sozialen umfeld bedingt sein können. nachdem sie bereits relativ lange opipramol nehmen und eine verschlechterung eingetreten ist können sie durchaus versuchen mit opipramol gegenzusteuern, die maximaldosis liegt bei 300 mg/d. ich würde ihnen aufgrund der beschriebenen symptomatik eher zu einem wechsel der medikation raten, z.b. auf ein antidepressivum wie bspw. mirtazapin, dieses wirkt schlafanstossend und eher beruhigend und aus meiner langjährigen erfahrung deutlich besser als opipramol. beste evidenz zur behandlung einer depression besteht in einer kombinierten antidepressiven therapie und psychotherapie. im falle hartnäckiger schlafstörungen einhergehend mit gedankenkreisen und grübeln kann auch eine medikation mit quetiapin erwogen werden, einem neuroleptikum mit zulassung zur depressionsbehandlung und insg. guter wirksamkeit und verträglichkeit. ich hoffe ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und stehe gerne für rückfragen zur verfügung, beste grüsse dr. brenner
Brenner und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Vielen lieben Dank für die sehr nette Antwort. Ich finde leider im Moment keinen Ansprechpartner in Bonn. Sehr schwierig. Opipramol verschreibt mir mein Hausarzt. Er weiß aber nicht, wie das jetzt gehen soll. Ich kann ja nicht von heute auf Morgen mit dem Opipramol aufhören. Ich bin gerade an so einem Punkt, dass ich nur noch funktionieren will, ertrage keine Emotionen mehr, ob positiv oder negativ. Alles stresst mich, Arbeit, Haushalt, Hund usw. Am schlimmsten fühle ich mich, wenn ich Urlaub habe oder am Wochenende, weil ich ja schon weiß, dass ich mich gar nicht entspannen kann. Ich will so viel machen, geht aber nicht. Wie geht das , kann ich von heute auf Morgen einfach das neue Mirtazapin anfangen? Habe gestern 4 Mal Opi genommen je 50, um 8 Uhr, 13 Uhr, 18 Uhr und 22 Uhr und die Unruhe ist da. Heute Morgen um 8 Uhr Opi und die Unruhe immer noch da. Musste meinen Hund an meiner Mutter abgeben, alles fällt mir schwer. Was ich noch sagen muss. Liebe Grüße
danke ***** ***** rückmeldung. sie können opipramol ausschleichen z.b auf 3x 50 mg , am nächsten tag 2x 50 usw. mit mirtazapin können sie ab sofort beginnen z.b mit 15-30 mg und dann nach ein paar tagen auf 45 mg steigern. gerade in geringer dosierung (15 mg) wirkt mirtazapin gut schlafanstossend, ein antidepressiver effekt ist erst ab einer dosierung von 30-45 mg nach ca 3 wöchiger einnahme. aufgrund der sedierenden wirkung erfolgt die einnahme abends. der hausarzt kann sicherlich vorübergehend einspringen, dennoch empfiehlt sich die behandlung durch einen psychiater um die therapie zu überwachen und die nötigen laborkontrollen / ekg durchzuführen. ggf können institusambulanzen der regionalen kliniken/uni klinik eine möglichkeit sein , rascher einen termin zu bekommen. ihnen einstweilen gute besserung !