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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 3044
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Guten Tag, ich hätte gerne eine Zweitmeínung zum

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich hätte gerne eine Zweitmeínung zum nachfolgenden Fall. Ich habe zum Thema Schuldgefühle drei Fragen. Die ersten beiden Fragen können Sie einfach nur mit Ja oder Nein beantworten. Hinsichtlich der dritten Frage habe ich ihnen meine Ideen einer Lösung geschrieben. Sofern Sie noch weitere Ideen haben, würde ich Sie bitten mir diese mitzuteilen.
Der Vorwurfsgedanke/Schuldgefühl, welches sehr häufig hoch kommt lautet „Warum habe ich nicht schon damals die passende Frau, welche meinen sexuellen Fetisch akzeptiert, nicht schon früher gesucht? (Der Gedanke ***** ***** dem Zusammenhang auf, als mir die Problematik bzw. der Konflikt bewusst wurde bisexuell zu sein, das ausleben zu müssen und in einer festen Beziehung mit einer Frau zusammen zu leben. Dadurch sind erst diese starken Schuldgefühle entstanden.
Warum habe ich nicht schon damals die passende Frau, welche meine bisexuelle Seite akzeptiert, nicht schon früher gesucht? (Hätte ich diese früher gesucht bzw. gefunden, wären meine Schuldgefühle/Vorwürfe nicht vorhanden).
Meine Gründe waren:
1. Ich hatte nicht die Idee dass der Umstand dass ich bisexuell bin und in einer festen Beziehung lebe für mich mal zu einem Problem wird. Bei vorherigen Beziehungen war das für mich nie ein Konflikt eine Freundin zu haben und gleichzeitig auch ab und an gleichgeschlechtliche sexuelle Begegnungen zu haben.
2. Es war mir nicht so wichtig insbesondere eine Frau die meine Bisexualität akzeptiert zu suchen, weil ich bisherig nie psychische Probleme bzw. Schuldgefühle hatte wenn ich in einer Beziehung mit einer Frau war. Ich hatte meinen Fokus auf den Charakter der Frau und die Sympathie gelegt und nicht auf ihre sexuelle Toleranzbereitschaft.
3. Ich hatte das Wissen noch nicht, das eine offene und ehrliche Kommunikation mit der Partnerin zum Thema Bisexualität oder von vornerein eine Partnerin zu suchen die diesbezüglich tolerant ist, der einzige Weg ist meine Schuldgefühle zu beseitigen. (Mein hoher moralischer Anspruch (welcher aus meiner Sicht die Schuldgefühle verursacht) an mich selber war mir bis dahin nicht bewusst.
4. Als die Idee von mir das erste Mal vor ca. 20 Jahren hochkam eine diesbezüglich tolerante Partnerin zu suchen, gab es in dieser Hinsicht keine bi Partys, Portale für bisexuelle Menschen, Veranstaltungen für bisexuelle Menschen, sodass ich dort niemanden kennen lernen konnte, weil es diese Veranstaltungen damals noch nicht gab.
5. Auf Portalen, welche es auch erst seit einigen Jahren gibt, wollte ich mich nicht anmelden und mit meinem Foto präsentieren .Ich wollte anonym bleiben, sodass auf diese Art ein Kennenlernen anderer Frauen äußerst schwierig war.
6. Auf Veranstaltungen, bei denen ich bisexuelle Menschen kennen lernen könnte wollte ich nicht gehen aus der Sorge heraus, das mich jemand sehen könnte der mich kennt.
7. Selbst wenn ich eine Frau kennen gelernt hätte, welche selber bi ist hätte ich ihr vermutlich nicht erzählt dass ich selber bi bin aus Sorge heraus, dass sie das in meinem Umfeld von meiner Bisexualität erzählen könnte und Leute aus meinem engen Umfeld sich von mir abwenden könnten.
8. Die Chancen eine Frau kennen zu lernen die meine bi Seite akzeptiert, charakterlich mir gefällt und eine sexuelle Anziehungskraft vorhanden ist ;sprich also alles passt ist definitiv schwieriger als eine Partnerin zu finden, welche nicht die Toleranz hinsichtlich meiner Sexualität aufbringen müsste.1. Sind meine Gründe 1-8 warum ich bisher noch nicht die passende Frau gefunden habe für Sie nachvollziehbar?
2. Sehen Sie bei meinen 8 Gründen einen Grund/Anlass für Schuldgefühle?
3. Der Grund für meine Schuldgefühle ist aus meiner Sicht dass ich außerhalb der Partnerschaft sexuelle Kontakte habe. Eine mögliche Lösung wäre eine offene Beziehung, jedoch wäre das für meine Partnerin keine Option. Mit ihr das Thema besprechen und Offenheit herbeiführen würde zu 90% zur Trennung führen. Ich habe es schon versucht das Thema auf den Tisch zu bringen. So wie bisher weiter leben führt zu Schuldgefühlen, Frustration, Depression ggf. zur totalen Hoffnungslosigkeit. Eine Trennung wäre eine theoretische Lösung um die Schuldgefühle zu beseitigen, jedoch ist es deswegen so schwierig weil die Beziehung ansonsten in allen Bereichen hervorragend ist. Zudem hat meine Partnerin einen Kinderwunsch und den würde ich ihr und mir zerstören, sofern ich mich trennen würde. Es würde mir zudem selber das Herz brechen. Der einzige theoretische Weg wäre eine andere Sichtweise zur eigenen sexuellen Neigung zu finden, jedoch sind es wohl meine grundlegenden Glaubenssätze die meine Einstellung zu einer Partnerschaft bestimmen und steht konträr zu meiner Bisexualität. Sehen Sie außer der von mir geschriebenen Lösungen noch einen anderen Weg?
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Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Abend,

es wird mir immer deutlicher: Ihre Lösung besteht wohl darin, dass Sie Ihre Bisexualität selbst akzeptieren und selbst dazu stehen.

Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 3044
Erfahrung: Psychotherapeut
Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.