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RaquelD47
RaquelD47,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 128
Erfahrung:  Expert
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RaquelD47 ist jetzt online.

Guten Tag, mein Mann leidet bereits seit etlichen Jahren an

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, mein Mann leidet bereits seit etlichen Jahren an Depressionen und Schlafstörungen. Heute wissen wir nicht mehr, was zuerst da war. Er nimmt für die Schlafstörungen Zolpidem. Darauf ist in der Zwischenzeit und vor allem seit Corona eine gewisse Abhängigkeit entstanden da die Einnahme der Tabletten auf 3 Stück in der Nacht bereits erhöht wurde, er zum Schlafen dennoch nicht kommt
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 50, männlich - Zolpidem 3 Stück nachts - Doxepin 40mg abends, gelegentlich Prometazin am Abend gegen die Unruhe.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Fragesteller(in): er leidet an schlimmen Angststörungen und extremen Waschzwanghandlungen und er hat Mukoviszidose

Sehr geehrter Ratsuchender,

mein Name ist Raquel Diez Machado und ich bin seit über 10 Jahren Ärztin. Ihre Anfrage habe ich hier bei JustAnswer gelesen und möchte versuchen Ihnen zu helfen.

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
ich war mit meiner Fragestellung noch nicht fertig - bis hierher waren es nur Informationen, die die Fachassitentin abgefragt hat. Meine Frage ist, was man nun wie zuerst behandelt. Alles auf einmal geht nicht. Aber müsste er erst von den Tabletten weg kommen oder erst die Depressionen, Ängste und Zwänge in Angriff nehmen.

Als erstens würde ich bei Ihrem Mann die Depression/Angst behandeln. Diese beide Aspekte gehen oft zusammen und kann man/sollte man eigentlich gut zusammen behandeln.

Das würde ich durch Medikamente und auch mit Psychotherapie und Ergotherapie behandeln (also am besten stationär in einer Klinik).

Die Benzodiazepine Abhängigkeit würde ich nicht ab sofort adressieren. Ich würde warten bis der Stimmung etwas besser ist und er etwas ruhiger ist. Erst dann kann man der Patient fragen, woran er meistens leidet (wahrscheinlich den Zwang). Die Behandlung der Zwang benötigt auch Psychotherapie (es musst auch lange Zeit behandelt werden) und eventuell als es stabiler wird, kann man an den Abhängigkeit denken.

Zudem musst ich Sie leider Gottes sagen dass, wegen seine Alter und mehrere Erkrankungen, ist der Prognose Ihres Mannes etwas komplizierter als wenn er "nur einer Erkrankung" hätte.

Ich hoffe, dass meiner Antwort hilfreich ist.

Für weitere Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Bitte nicht vergessen meiner Antwort zu bewerten so das ich meinem Gehalt bekomme und weiterhin für Sie da sein kann.

Mit freundlichen Grüßen

Raquel Díez.

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Hallo, Zolpidem ist nicht aus der Gruppe der Benzodiazepine, sondern aus der Gruppe der Z-Drugs. Hier ist man damals davon ausgegangen, dass sie nicht abhängig machen - weit gefehlt. Wenn er jedoch 3 Schlaftabletten in der Nacht nimmt und nur 3-5 Stunden schläft, ist der Körper ja auch nicht erholt und verlangt recht früh wieder nach den Drogen. Das äußert sich dann durch Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Aggressivität, Zittern, Panikattacken - in diesem Zustand ist er dann ja gar nicht aufnahmefähig für eine Psychotherapie um etwas zu erlernen und dem nachzugehen. Es ist so schwierig, wo angefangen werden kann. Zudem hat man in einer Klinik zwischen 2-6 Monaten Wartezeit, bis dahin sinkt er immer weiter in die Sucht hinein. Gibt es evtl. andere Ansatzpunkte?

"Hallo, Zolpidem ist nicht aus der Gruppe der Benzodiazepine, sondern aus der Gruppe der Z-Drugs. Hier ist man damals davon ausgegangen, dass sie nicht abhängig machen - weit gefehlt." Z-Gruppe ist einen Unterteil von Benzodiazepine die schnell wirken und zum Schlafen benutzt wird. Es macht auch abgängig.

"verlangt recht früh wieder nach den Drogen. Das äußert sich dann durch Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Aggressivität, Zittern" Kann ich mir gut vorstellen.

"in diesem Zustand ist er dann ja gar nicht aufnahmefähig für eine Psychotherapie um etwas zu erlernen " Sitmmt. In einer Klinik wird er erstmal "stabilisiert". Erst danach findet die Psychotherapie Statt.

"Zudem hat man in einer Klinik zwischen 2-6 Monaten Wartezeit, bis dahin sinkt er immer weiter in die Sucht hinein. Gibt es evtl. andere Ansatzpunkte?" Ja. Es gibt die "schnelle Eingang": Wenn Sie den Notarzt arufen und sagen dass Ihrem Mann Suizidgedanken hat, kommt er ab sofort in der Klinik. Dort kann er sich "von Suizidgedanken distanzieren. Und die Therapie findet weiter statt.

Das ist die beste Lösung die ich Sie anbieten kann. Ambulant sehe ich wenig Erfolgreichschancen für Ihren Mann in seinem jetzigen Zustand.

RaquelD47 und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.