So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RaquelD47.
RaquelD47
RaquelD47,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 52
Erfahrung:  Expert
112239949
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
RaquelD47 ist jetzt online.

Ich habe 24 Stunden Therapie bei einem Psychotherapeuten

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe 24 Stunden Therapie bei einem Psychotherapeuten gemacht. Überwiesen wurde ich vom Hausarzt mit Angststörung; eine Psychiaterin bezeichnete es als "rezidierende Depression mittelschwere Phase". Am Ende hat der Psychotherapeut keinen Verlängerungsantrag gestellt, weil er nicht "wusste", wie er den begründen soll. Depression, Angststörung, Anpassungsstörung. Mit Gesprächstherapie (wegen Corona) kam er nicht weiter; Körper-/Atemtherapie konnte er nicht einsetzen - das war seine Aussage. Jetzt habe ich immer noch Symptome und Beschwerden und hoffe, bald (drei Wochen) einen Trauma-Therapie-Platz zu bekommen.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich möchte gerne eine Weiterbildung in psychotherapeutischen Themen machen (bin selbst Therapeut) und bin unsicher, ob dass mit zu viel wird bei meinen Beschwerden/Einschränkungen.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Customer: 66 Jahre, männlich, Opipramol 50 - 1-2 Tabletten am späten Abend sowie morgens eine Amlodipin und abends eine Candesartan für meinen Blutdruck

Sehr geehrter Ratsuchender,

mein Name ist Raquel Diez Machado und ich bin seit über 10 Jahren Ärztin. Ihre Anfrage habe ich hier bei JustAnswer gelesen und möchte versuchen Ihnen zu helfen.

Obwohl ich meine ärztlichen Kollegen nicht widersprechen möchte, muss ich Sie sagen dass, aus Erfahrung hat noch keinem Patienten der mit Opipramol behandelt wurde einer Verbesserung durchgemacht. Ich würde beim Angst und Panik einen anderen Medikamenten wie zum Beispiel etwas von den ISRS Gruppe (Escitlopram, Paroxetin, Sertralin) empfehlen. Die wirken viel besser, aus meiner Erfahrung.

Bezüglich zum Thema "Weiterbildung" im Prinzip finde ich es nicht kontraindiziert, weil Sie werden an Methoden und Techniken arbeiten /lernen wie mit der psychische Krankheit umzugehen. Sie werden nicht an Ihren konkreten Fall arbeiten, und deswegen ist der Gefahr von retraumatisierung sehr niedrig.

Es gibt aber Teile der Weiterbildungen, in denen die Studenten müssen über sich selber reden. Die sogenannte Selbsterfahrung. Ich empfehle Sie solche Art/Teile von den Weiterbildungen zu vermeiden.

Aus Erfahrung kann ich Sie sagen, dass Selbsterfahrung besonders unangenehm ist sogar für "gesunde"Therapeuten. Sie werden kommandiert die schwersten Teile ihres Lebens vor die andere Studenten mitzuteilen. Angenehm ist es nicht.

Im Gegenteil, allgemein Kenntnis über psychische Krankheit ist sogar empfohlen. Mann nennt es "Psychoedukation". Dass bedeutet, die Patienten Kenntnisse über psychische Erkrankungen mitzuteilen so dass sie autonomer in den Alltagsleben mit ihre Erkrankungen sind.

Ich hoffe dass meinem Antwort hilfreich war.

Bei weitere Fragen stehe ich gerne zu Verfügung.

Bitte nicht vergessen meinem Antwort zu bewerten so dass ich meinem Gehalt bekommen und weiterhin für Sie da sein kann.

Mit freundlichen Grüssen.

Raquell Díez.

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Danke für die Antwort. Die Psychiaterin hat mir zunächst Sertralin empfohlen aber mein Blutdruck stieg und die Angst und Unruhe wurde nur noch stärker. Ausserdem bemerkte ich verstärkt lebensmüde Gedanken. Mein Hausarzt mit Escitalopram empfohlen und auch da gab es die gleichen Beschwerden am Anfang ... Habe ich die Tabletten vielleicht nicht lange genug genommen um einen positiven Effekt zu merken? Ich war einfach sehr angstvoll und bin gerne meinem Hausarzt gefolgt mit den Insidon-Tropfen und jetzt Opipramol. Ich nehme ja auch nur eine sehr geringe Dosis. Sie haben aber recht; gesünder und heiler fühle ich mich nicht.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Mein Hausarzt meint, wir könnten auf Mirtazipin wechseln. Auch das macht nicht abhängig ...
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Er kennt mich nur aus meinen Schilderungen und hat im letzten Jahr zwei mal ein Blutbild gemacht. Die Psychiaterin hat mich Anfang 2020 "nur" von einer Assistenzärztin interviewen lasse. Nach einer halben Stunde Gespräch kam die Diagnose. Wie geht das denn überhaupt?Eine befreundete Therapeutin spricht davon, dass ich eindeutig eine Depression hätte. Ja, was denn nun? Was soll ich denn behandeln? Gibt es objektive Verfahren, meine Erkrankung zu diagnostizieren?

Sehr geehrter Kunde,

Mirtazapin wäre eine gute Idee. Ich würde es aber mit Venlafaxin kombinieren. Den Grund dafür ist, dass Mirtazapin einen sedierenden Antidepressiva ist, die gut mit dem Schlaf und den Appetit hilft.

Gegen der Angst funktioniert Mirtazapin nicht so gut. Deswegen empfehle ich die Kombination mit Venlafaxin. Venlafaxin funktioniert an andere Neurorezeptoren als Escitalopram oder Sertralin. Es funktioniert auch anders als Mirtazapin. Mirtazapin selbst funktioniert anders als Escitalopram oder Sertralin.

In der Regel ist Venlafaxin-Mirtazapin eine gute Kombination.

Mirtazaapin macht gar nicht abhängig. Es ist kein Bezodiazepin.

Sie haben recht. Einen rezidivierenden Problem ist, dass die Patienten ihre Situation und Probleme nur von seinem eigenen Perspektiven berichten.

Deswegen machen die Ärzte (vor allem Psychiatern) die sogenannte Fremdanamnesse wo irgendwelche Bekannte oder Angehörige zum Arztgespräch eingeladen ist. Das bringt viel besseren Perspektiven über den Patienten. Leider machen es nicht alle Ärzte und nicht immer.

Manchmal machen die Ärzte einen "Aufnahmediagnose". Das ist für die Krankenkasse wichtig, aber dieser Diagnose kann sich im Verlauf der Behandlung ändern.

Unabhängige Testungen oder Werkzeuge eine Depression zu diagnostizieren gibt es. Es gibt mehrere psychologische Testungen die sich damit beschäftigen. Diese Testungen würden von mehre Wissenschaftlern überprüft. Leider komme ich im Moment nicht auf der Name wie diese Testungen heißen.

Vor allem, weil ich immer viel mehr meinem eigenen Eindruck über die Patienten vertraut habe. Trotzdem wie viel Testungen man benutzt richtet sich je nachdem Therapeut. Andere Therapeuten machen gerne Testungen.

Sie haben Zweifeln ob Sie eine Depression haben oder nicht. Ich würde sagen, dass den Namen der Diagnose hier nicht so wichtig ist wie den Tatsachen, dass es Ihnen nicht gut geht. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Hilfe brauchen, finde ich es gut dass Sie sich Hilfe holen.

Dass Sie über psychische Krankheiten lernen finde ich auch eine gute Entscheidung.

Meinem Eindruck ist, dass es bei Ihnen ein Stück aus Angst, ein Stück an Depression und... wenn Sie mir es erlauben... ein Stück an einer besonderen Persönlichkeit liegt.

Ich hoffe dass meinem Antwort hilfreich war.

Bei weitere Fragen stehe ich gerne zu Verfügung.

Bitte nicht vergessen meinem Antwort zu bewerten so dass ich meinem Gehalt bekommen und weiterhin für Sie da sein kann.

Mit freundlichen Grüssen.

Raquel Díez.

RaquelD47 und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Herzlichen Dank. Auch für den humorvollen „besonderen Patienten“. Das hat wohl auch mein Psychotherapeut gemeint. Wennihnen der Test oder die Tests noch einfallen, würde ich die gerne machen. Kann ich diese ihre Tipps meinem Hausarzt berichten wegen des Rezeptes? DANKE

Sehr geehrter Kunde,

ein Telefonat ist aus technischen Grunde bei mir im Moment nicht möglich.

Ja, Sie können gerne Ihrem Hausarzt einem Tipp geben. Vor allem, wenn den Hausarzt mit Ihnen Vertrauen hat. Die Dosierung wäre:

Anfangsdosis:

Mirtazapin 15 mg

Velafaxin 37,5 mg

Nach 1 Woche:

Mirtazapin 30 mg

Venlafaxin 75 mg (das wäre die wirksame Dossierung, 37,5 mg ist nur Einführunsdosis).

Ab hier kann Mirtazapin bis maximal 45 mg erhöht werden und Venlafaxin, der Dosisabhängig ist, kann bis 225 mg oder sogar 300mg aufdossiert werden. Ich würde aber NIE so hoch mit dem Venlafaxin gehen, weil es ab bestimmte Dosis die Patienten sehr nervös und unruhig macht. Zwischen 75 und 125 sollte bei Ihnen gut wirken.

Einen Persönlichkeitstest was in meiner Klinik gerne benutzt wurde ist MMPI 2.

Für Depression, wäre Hamilton Depression Skala angesagt.

Vielen Dank für ihre Bewertung und Tip.

Ich bleibe noch da für weitere Fragen

Mit freundlichen Grüßen

Raquel Díez.