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Facharzt Psychiatrie
Facharzt Psychiatrie, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 18
Erfahrung:  Oberarzt stationäre Psychiatrie
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Facharzt Psychiatrie ist jetzt online.

Ich bin in Behandlung auf Grund einer rezidivierenden

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin in Behandlung auf Grund einer rezidivierenden unipolaren Depression. Seit April ist die aktuelle Episode bei mir aktiv. Ich war zur Rezidivprophylaxe auf 150mg Amitriptytlin eingestellt. Doch trotzdem kam es zum Ausbruch. Das Amitripytlin wurde mittlerweile auf 250mg erhöht. Ich war in tagesklinischer Behandlung. Dort hat man es mit Abilify probiert, was aber starke Unruhe auslöst. Vor ca. 3 Wochen wurde ich umgestellt auf Risperidon als Zweitmedikament mit 2mg pro Tag. Jetzt ist es so, dass ich auf jeden Fall schon etwas merke. Allerdings sind die depressiven Symptome nach wie vor präsent durch Ängste, Nervosität, Antriebslosigkeit etc.Meine behandelte ambulante Ärztin hatte vor Aufnahme in die Tagesklinik eine Lithium Augmentation als Option gesehen, was aber in der Tagesklinik nicht verfolgt wurde. Nun ist meine Frage, wäre eine Lithium-Augmentation zusätzlich zur aktuellen Medikation Amitriptylin 250mg und Risperidon 2mg sinnvoll? Weil ich auch gehört habe, dass es neuen Episoden vorbeugen kann.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Leider wurde ein Teil der Frage abgeschnitten. Meine ambulante Ärztin hatte vor Aufnahme in der Tagesklinik Lithium angedacht, was jedoch in der Tagesklinik nicht weiter verfolgt wurde. Jetzt ist meine Frage, wäre eine Augmentation mit Lithium sinnvoll? Kann man das zur aktuellen Medikation Amitryptlin 250mg und Risperidon 2 mg dazu geben? Oder sollte ich noch etwas abwarten bzgl der Risperidon Augmentation? Ich weiß ja nicht, wie lange man da dabei warten sollte?Oder ist eine Umstellung auf ein anderes Antidepressivum sinnvoller?
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
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Lieber Fragender,

Ich wünsche Ihnen erstmal, dass Sie demnächst eine längere, gute Phase haben. Primär sollte natürlich die laufende Medik. immer mit den Verschreibenden besprochen werden, aber eine Zeitmeinung kann sinnvoll sein.

Ich wollte eben fragen, ob Sie vor Amitriptylin auch andere Antidepressiva hatten? Und: Sie meinen UNI, nicht bipolar? Und: Risperidon ist ja ein Antipsychotikum, manchmal wird es auch gegen manische Phasen eingesetzt; warum kam es bei Ihnen zum Einsatz? Nur "gegen Unruhe" ist aus meiner Sicht nicht ausreichend.

Ich schätze die Lithium-Augmentation grundsätzlich als sinnvolle Maßnahme bei Depressionen. Die Verträglichkeit davon hängt aber von ihren EKG-Werten und Labor-Werten und laufenden Medikation ab.

Eine Kombination von Lithium und Amitriptylin kann problematisch sein und kann nur im persönlichen Kontakt, Aufklärung der Kombinations-Risiken, bekannten Labor- und EKG Werten sowie eine schriftlich dokumentierten Einwilligungserklärung erfolgen. Senden Sie mir gerne weitere Informationen, beste Grüsse, Dr. Reuter

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich hatte in meiner ersten Episode 2008 Citalopram. Da dies nicht ausreichend wirkte wurde ich auf Amitriptylin umgestellt. Seither nehme ich das Amtriptylin. Ich hatte 2011 einen Rückfall, weil die Medikamente abgesetzt wurden in Absprache mit dem Arzt und meinem guten Befinden. Dann wurde Amitriptylin wieder angesetzt und seither nehme ich es durchgehend. Von 2011 bis 2018 lief ich sehr gut mit 100mg. 2018 hatte mir ein Vertretungsarzt ein Antibiotikum verschrieben, das bei mir eine Episode ausgelöst hat, was auch wieder viel Zeit und Kraft gekostet hat. Die aktuelle Episode kam in der Corona Zeit.Ich habe eine UNIpolare Depression. Genau! Es sollte ein bisschen meine Gedanken zähmen und gleichzeitig die Wirkung vom Amitriptylin verstärken. Davor wurde auch noch Abilify bei mir probiert in Kombination. Das hatte mich aber nur unruhig gemacht.Ich steh jetzt eben vor der Frage. Hat sich mein Körper ans Amitriptylin gewöhnt, so dass es nicht mehr wirkt? Wäre evtl eine _Umstellung von Amitripytlin auf ein anderes Antidepressiva sinnvoll? Mir wurde immer gesagt, das Amitriptylin das am besten wirksamste sei. So war meine Annahme, das in meinem Fall andere Antidepressiva zu "wenig" wirken? Oder ist das eine falsche Annahme?Ich hatte mal von Sertralin gelesen. Wäre das eine Alternative? Oder wäre doch der Weg mit Amitriptylin und Lithium der bessere? Entschuldigen sie die vielen Fragen. Aber ich klammere mich derzeit an jeden Strohhalm.Vielen Dank ***** *****!

Hallo noch Mals,

wenn Sie in die Deutsch Leitlinie zu unipolaren Depressionen schauen (unter www.awmf.org oder Google), sehen Sie dass SSRI (Citalopram, Sertralin) oder SNRI (Venlafaxin) empfohlen werden. Amitriptylin als "Tricyclikum" mit mehr nebenwirkungen als SSRI oder SNRI nicht. Die Auswahl eines passenden Antidepr. ist nicht einfach und sehr persönlich. Jeder reagiert anders. Auch kommt es auf die Nebenwirkungen, Gewicht, usw. an. Gewöhnungseffekte sind zumindest nicht sehr typisch, ich höre aber davon. Mit 250mg sind Sie ja auch fast am Limit von 300mg, so dass hier fast alles ausgereizt ist.

Da Psychotherapie, aber auch leichter Ausdauer-Sport/viel Bewegung genauso wichtig wie das Medikament ist, stellt sich auch immer die Frage, ob hier das mögliche ausgereizt ist. Auch gibt es natürlich krankheitsaufrechterhaltende Umstände, die eine Genesung erstmal behindern. Diese vielschichtige Situation zeigt, dass die Auswahl eines Antidepressivum nur eine Schaltstelle von vielen ist. Welches Medikament nun für Sie passt und wirksam ist, sollte Sie zusammen mit einem persönlichen Behandler entscheiden, der auch die Verträglichkeit prüft.

Drei Medikamente, die ich schätze, die in der Leitlinie empfohlen werden und mit denen Sie sich im Gespräch mit Behandlern auseinandersetzen können wären Venlafaxin und Bupropion zum Morgen, falls Ihnen Antrieb fehlt und sie allgemein erschöpft sind oder Mirtazapin (Remergil) zur Nacht, falls sie zu angespannt und agitiert sind. Venlafaxin und Bupropion sind auch mit Mirtazapin kombinierbar.

Vergessen Sie nicht, alle nicht-medik. Dinge auszuschöpfen: Stress-Management, Yoga, Licht-Therapie, Sport und Ernährung.

Lesen Sie mal die Leitlinie, ich glaube es gibt auch eine für Patienten.

Sertralin ist sehr ähnlich wie Citalopram, kann aber auch empfohlen werden.

Kombinationen sind immer etwas riskanter als Mono-Therapien (eine Substanz).

Ich würde ihre FRagen, meine Informationen an Sie, die Leitlinie und ihren Behandler nun dazu nutzen, um in Ruhe eine Entscheidung anzugehen. Melden Sie sich gerne noch Mal. Danke für Ihre Bewertung, beste Grüsse,

Dr. Reuter

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ok. Meine Vorstellung war immer nichts ist so wirksam wie Amitriptylin. Dann ist das scheinbar eine falsche Annahme. Die Idee mit Venlaxafin finde ich gut. Ich muss das am Freitag besprechen. Ich befinde mich nämlich in einer wirklich ungünstigen Situation. Letzte Woche wurde ich aus der Tagesklinik entlassen und meine behandelte ambulante Ärztin ist im Urlaub, für die wiederum ein Vertreter da ist, der mich aber auch nicht gut kennt bzw meine Geschichte.Bei mir spielt auch viel Unruhe und Ängste eine Rolle bei gleichzeitiger Antriebslosigkeit am Morgen. Ja ich versuche durch Sport gegenzusteuern und mich viel zu bewegen. Das ist auf jeden Fall wichtig, sehe ich genauso. Kann man denn von Augmentation mit Risperidon noch etwas erwarten? Bin ich da evtl zu ungeduldig... Ich bekomme es seit 3 Wochen und vor 1 Woche wurde es auf 2mg erhöht.Vielleicht ist aber auch die Geschichte mit Lithium eine Option. Meine behandelnde Ärztin hatte dies vor Aufnahme in der Tagesklinik geprüft. Durch die schnelle Aufnahme kam es leider nicht mehr dazu. Wirkt Lithium auch gegen Ängste und Unruhe? Ich habe nur gehört das es evtl Rückfälle vorbeugen kann und suizidale Gedanken minimiert?

Hallo nochmal,

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Antwort bewerten. Danke :). Danach können Sie gerne eine weitere stellen, ich hoffe das ist für Sie nachvollziehbar. Oder Sie nutzen den Premium Service für ein Gespräch. Grüße! Dr. Reuter

Einfache, geschlossene Fragen beantworte ich Ihnen gerne kostenlos. Grüße!

Facharzt Psychiatrie, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 18
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Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Sollte ich noch ein wenig Geduld haben, damit die Augmentation mit Risperidon und Amitrip ihre volle Wirkung entfaltet?