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Facharzt Psychiatrie
Facharzt Psychiatrie, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 16
Erfahrung:  Oberarzt stationäre Psychiatrie
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Guten Tag! Eine gute Bekannte ist u.a. aufgrund

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag!Eine gute Bekannte ist u.a. aufgrund posttraumatischer Belastungsstörungen seit ewig arbeitsunfähig beschrieben.Nun soll von einem "neuen" Psychiater (der alte ist in Pension) ein neues Gutachten betreffend der Arbeitsunfähigkeit erstellt werden.Das Problem: Diese Person hat in ihrer Kindheit und Jugend Schreckliches erlebt, ist aber absolut nicht in der Lage irgendetwas darüber zu erzählen, sie schweigt dann immer nur ... und wenn überhaupt lässt sie sich vielleicht 10% "aus der Nase ziehen".Wenn ich sie früher manchmal irgend wo hin begleitet haben, wollte sie immer, dass "ich" alle ihre Erlebnisse erzähle.MEINE FRAGE: Sind für die Beurteilung einer Arbeitsunfähigkeit bzw. die aktuell daraus resultierenden "Krankheiten" die Entstehungsgeschichte ("was alles passiert ist, was erlebt wurde") relevant ??Ist es sinnvoll, im Vorfeld dem Psychiater Hintergrundinformationen zu dieser Person mitzuteilen ... (weil von der betroffenen Person wird er fast nichts erfahren) .... oder ist dies für eine Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht von Nöten ??Vielen Dank

Lieber Fragender! Danke für die Frage. Für die Beurteilung einer Arbeitsfähigkeit steht die aktuelle Leistungsfähigkeit im Vordergrund. Um Defizite in der Leistungsfähigkeit durch eine psychische Erkrankung zu begründen, benötigt man jedoch eine Diagnose. Für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung ist die Geschichte des Betroffenen natürlich sehr wichtig. Es wird diagnotisch ja ein Trauma verlangt, um eine solche Diagnose zu rechtfertigen. Also ist sowohl die aktuelle Symptomatik im Vordergrund der Beurteilung, aber auch die logische Erklärung derer.

In der Weitergabe von Informationen, die einen nicht selbst betreffen muss man vorsichtig sein. Sinnvoll ist eine Schweigepflicht-Entbindung von dem Betroffenen, damit klar ist, dass man Informationen weitergeben darf. Gutachten sehen es natürlich lieber, wenn der Betroffene selbst berichtet. Möglicherweise kann man es mit dem Betroffenen üben, die Angst und das Schweigen über die belastenden Ereignisse durch Stress-Management zu überkommen, zB Atemübungen oder sogenannte Skills (Übungen zum Spannungsabbau, siehe Internet).

Ich hoffe sehr, Ihnen und der/dem Betroffenen weitergeholfen zu haben. Beste Grüsse aus Bremen.

Weil ich noch ganz neu hier bin: Sie konnten meine Antwort erhalten? Und das Bewerten ist möglich? Lieben Gruß!

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