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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2309
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, ich bin Beate und 51 Jahre alt. Ich hatte 2015

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin Beate und 51 Jahre alt. Ich hatte 2015 Brustkrebs und nach meiner Therapie ging es mir nach und nach sehr gut.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin 51 Jahre .Nehme zur Zeit Tamoxifen.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Customer: Habe zur Zeit starke Angstzustände und an nichts mehr Freude. Könnte nur heulen und bin total nervös

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

den Brustkrebs haben Sie offenbar gut überstanden. Jetzt leiden Sie an starken Angstzuständen.

Darf ich dazu noch nachfragen?

Sie scheinen insgesamt psychisch labil geworden zu sein mit Angstzuständen, Nervosität, fehlender Freude.

Wie lange sind sie schon in diesem Zustand?

Haben Sie den Eindruck, dass es betimmte Auslöser dafür gibt?

Hatten Sie einen solchen oder ähnlichen Zustand auch vor der Brust-Op schon mal?

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vor meiner Diagnose hatte ich soetwas nie. Während der Chemo für kurze Zeit.
Der Auslöser ist schon früh da wenn ich aufstehe und weiß ich bin wieder den ganzen Tag alleine

Sind Sie das nicht gewohnt, tagsüber allein zu sein?

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Im Prinzip schon. Bin aber vor Corona 2 oder 3 Tage die Woche arbeiten.
Dazu kommen seit Januar immer wieder Rückenschmerzen.
Und allgemein bekomme ich immer gleich Panik wenn ich Schmerzen habe und alleine bin.

Verstehe ich richtig?

Brust-Op 2015, Rückschmerzen seit 1/20, keine Berufstätigkeit mehr seit ca 3/20,

und die Panik kommt, wenn Sie Schmerzen haben oder allein sind?

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ja

Vielen Dank.

Ihre Erkrankung und Op wegen Brustkrebs scheint auch Spuren in Ihrer Psyche hinterlassen zu haben. Die Angst trat erstmals auf während der Chemotherapie-Phase. Obwohl Sie vorher immer psychisch stabil waren, kam die Angst als Hinweis auf eine leichte psychische Labilität in Form von Angst vor Schmerzen und vielleicht auch vor Krankheit. Diese Angst verstärkt sich dann, wenn Sie allein sind. Insgesamt drückt diese Entwicklung jetzt stark auf die allgemeine Gefühlslage.

Solche psychische Folgen nach Operationen werden immer wieder beobachtet. Sie können ein Hinweis darauf sein, dass die Brustkrebs-Erkrankung und die anschließenden Therapien psychisch eine Belastung waren und diese nicht verarbeitet werden konnte.

Sie könnten sich gegen die Angst mit Medikamenten behandeln lassen. Ihr Hausarzt könnte Ihnen ein angstlösendes Mittel verschreiben. Dadurch kann die Angst unterdrückt werden. Bei diesem Vorgehen besteht allerdings die Gefahr, dass die Beschwerden nach Absetzen des Medikamentes wieder zurück kommen.

Gegen Angst kann man auch in Selbsthilfe einiges machen:

  1. Leichten Sport treiben. Vor allem Joggen hilft sehr gut.
  2. Eine Entspannungsübung erlernen. Am besten für das Selbstlernen eignet sich die "Progressive Muskelentspannung nach Jacobson", eine Anleitungs-CD ist im Handel erhältlich, auch online.
  3. Versuchen Sie, sich gelegentlich mit einer Freundin oder Bekannten zu verabreden zu einem Spaziergang.

Falls das nicht hilft, können Sie vor Ort eine Psychotherapie machen. Bei Angst ist eine Verhaltenstherapie die erfolgreichste und nachhaltigste Methode. Leider gibt es dafür in vielen Regionen lange Wartezeiten.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Danke