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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 2121
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo, ich leide seit knapp 3 Jahren an einer hartnäckigen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich leide seit knapp 3 Jahren an einer hartnäckigen somatisierten Depression (stärker Kopfdruck, Schmerzen im Kopf und Rücken, depressive Verstimmungen).
Es wurden bereits mehrere medikamentöse Therapieversuche durchgeführt:
Venlafaxin 225 mg (Anwendungsdauer 12 Wochen)
Ergänzung mit Amitriptylin (8 Wochen) und Olanzapin (ebenfalls 8 Wochen)
Leider setzte keine Wirkung ein.
Anschließend wurde ein Medikamentenwechsel auf Duloxetin (120mg) durchgeführt (Anwendungsdauer 8 Wochen)
Ebenfalls ohne Wirkung.
Nun wurde mir das Medikament Bupropion verschrieben, das ich nach einem langsamen Ausschleichen des Duloxetins einnehmen soll.
Ich befinde mich zudem seit 1,5 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung.
Auch diverse regelmäßig durchgeführte Entspannungsverfahren bringen keine Linderung.
Was kann ich noch tun? Was kommt in meiner Situation noch in Frage? Ist Ihrer Meinung nach ein weiterer Medikamentenwechsel sinnvoll?

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Abend,

darf ich noch nachfragen?

Sie leiden seit 3 Jahren an dieser Depression.

Hatten Sie vorher auch schon die eine oder andere psychische Krankheit oder schon mal eine Depression?

Gab es vor 3-4 Jahren Ereignisse in Ihrem Leben, die Sie psychisch besonders belastet haben? Welche waren das?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Ja, ich leide seit meinem 18. Lebensjahr an wiederkehrenden depressiven Episoden. Vor 4 Jahren ist mein Vater durch Suizid verstorben.

Man hat Ihnen jetzt Bupropion verschrieben. Sie sollten das jetzt einnehmen und die Wirkung beobachten.

Leider wirken die Medikamente unterschiedlich bei verschiedenen Patienten. Bei Ihnen hat es sich offenkundig als sehr schwierig erwiesen, das geeignete Mittel zu finden. Da bleibt dann nur übrig, immer wieder zu wechseln, bis eine positive Wirkung eintritt.

Sie haben schon das Richtige gemacht. Eine somatisierte Depression kann am besten abgebaut werden mit der Kombination einer medikamentösen und einer psychotherapeutischen Behandlung. Sie machen beides, leider ist bei den Medikamenten aber noch nicht das richtige für Sie gefunden.

Die Psychotherapie ist wichtig, weil angenommen werden kann, dass Ihre Depression Ihrem Vater zu tun hat. Da gibt es sicher viel aufzuarbeiten und das dauert leider lange. Vor allem der Suicid Ihres Vaters hat wahrscheinlich stark zur Verstärkung und zur Somatisierung beigetragen Ihrer Depression beigetragen. Wenn Sie in der Psychotherapie weiter an diesen Themen arbeiten, wird sich das nach und nach positiv auf Ihre Krankheit auswirken.

Es tut mir leid. Sie sind durch diese Dinge vom Schicksam schwer geschlagen. Es ist dann sehr schwer, damit fertig zu werden.

Aber Sie haben sich auf den richtigen Weg gemacht. Leider braucht es bis zum Erfolg eine lange Zeit und viel Aufwand für Sie.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Ich habe mehr und mehr das Gefühl ein hoffnungsloser Fall zu sein, bei dem kein Medikament und keine Therapie Wirkung zeigt. Kann ich zuversichtlich sein, dass sich die Beschwerden mit viel Geduld wieder bessern werden?

Ja, das können Sie. Aber Sie haben auch richtig gesagt - es braucht leider viel Geduld. Sie sind jedenfalls auf dem richtigen Weg.

Dass manche Medikamente nicht greifen, kommt häufiger vor. Jeder Patient reagiert anders. Es gibt zum Glück viele unterschiedlich zusammengesetzte Medikamente. Ich gehe davon aus, dass man auch für Sie das richtige findet.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Ich danke Ihnen vielmals!