So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an A Stein.
A Stein
A Stein, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 490
Erfahrung:  Angestellter Arzt
102819083
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
A Stein ist jetzt online.

Ich habe eine bipolare Störung und nehme aktuell 40 mg

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe eine bipolare Störung und nehme aktuell 40 mg Citalopram und 150 mg Lamotrigin täglich ein. Seit ca. 4 Wochen geht es mir immer wieder mal schlecht. So, als würde ich wieder in eine Depression fallen, obwohl ich nun Jahre lang stabil war. Ich habe keinen Stress, mein privates und berufliches Umfeld passt auch. Kann eine depressive Phase einfach wieder aus dem Nichts auftauchen? Meine Psychiaterin meinte nun ich solle das Citalopram auf 60 mg erhöhen. Dies liegt aber über der Höchstdosis. Ich weiß momentan einfach nicht, ob ich das wirklich machen soll.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ich bin weiblich, 168 cm groß, 66 kg schwer, auf die vorgenannten Medikamente eingestellt, seit Jahren stabil, verheiratet, guter Job, Kind... Alles passt. Mein Leben war perfekt, bis sich nun wieder diese Krankheit ankündigt. Ich bin bipolar 2 und eigentlich hatte ich bislang nur ganz leichte Hypomanien. Die Depression war schon immer das Hauptproblem. Warum diese sich nun wieder ankündigt ist mir wie bereits gesagt ein Rätsel. Ich führe ein glückliches zufriedenes Leben. Gehe regelmäßig raus an die frische Luft, treibe Sport, nehme Vitamin D.

Guten Morgen sehr geehrte Kundin von Justanswer!

Ich freue mich Ihnen hier beratend zur Seite stehen zu dürfen!

Ich teile Ihnen in dieser Nachricht kurz mit :

Auf keinen Fall sollten Sie die zulässige Tageshoechstdosis überschreiten!

Ich schreiben Ihnen später meine Begründung!

Ihnen einen guten Start in den neuen Tag!

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

So wie Sie Ihre Lage beschreiben dient das Citalopram dazu ,ein Eintauchen in eine depressive Phase Ihrer Erkrankung zu verhindern.

Doch bei Ihnen liegt ja gar keine schwere Depression vor,sodass ein eine Überschreitung der zulässigen Tageshöchstdosis und der damit erheblich erhöhten Gefahr von unerwünschten Arzneimittelwirkungen nicht zu begründen ist.

Eine depressive Phase kann wieder "auftauchen " jedoch würde ich dies nicht als "aus dem Nichts " bezeichnen, sondern-bedauerlicherweise als ein regelmäßiger Kreis von depressiven und ( hypo)manischen Phasen bei einer bipolaren Erkrankung!

Doch hier kann man mit Fingerspitzengefühl rechtzeitig gegensteuern.

Eine überschiessende Medikation mit gar 60mg Citalopram pro Tag ist zum Erreichen dieses Zieles reichlich wenig zu empfehlen!

Vielleicht sprechen Sie Ihre Bedenken bezüglich der Sinnhaftigkeit von 60mg Citalopram ebenfalls bei Ihrem behandelnden Psychiater mit Fingerspitzengefühl an,denn dieser könnte sich pikiert zeigen!

Falls Sie noch Rückfragen an mich haben, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Wenn dem nicht so sein sollte würde ich mich über eine positive Bewertung meiner Antwort sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Guten Tag Herr Dr. Stein,
ich verstehe was Sie meinen, aber sollte es nicht so sein, dass die Medikamente eine gewisse Stabilität bringen sollten, damit es zu keinen neuen Phasen kommt, weder nach oben, noch nach unten? Die letzten Jahre war ich ja auch stabil und habe von der Erkrankung nicht viel mitbekommen.
So sollte das doch eigentlich sein. Ich verstehe meine momentane Situation nicht.

Ganz genau,so sollte es sein!

Ziel der Kombination der Medikation ist weiterhin ein emotionales Schwingen ,jedoch kein " zum Himmel hoch jauchzend , zu Tode betrübt "!

Gewisse Stabilität hält!

Wodurch das Wort "gewisse" bereits zum Ausdruck bringt,dass dieses Ziel lediglich teilweise zu verwirklichen ist.

Das Citalopram sollte bewirken, dass eine depressive Symptomatik von Ihnen lediglich als " mild" empfunden wird.

Aber dazu sind gewiss keine 60mg/Tag erforderlich!!!

Ganz im Gegenteil: Entwerder Sie werden an Nebenwirkungen leiden und/oder gar ziemlich schnell in eine manische Phase "umschwingen"!

20mg bis 40mg Citalopram, aber bitte nicht noch mehr!

Und einen Tipp: Ihre Situation zu verstehen zu versuchen ,würde eine Grübelneigung eher verstärken.

Vielleicht gelingt es Ihnen zu denken: Dann ist dem jetzt eben so ....und ich mache das Beste daraus!

Gönnen Sie sich dass,was Sie entspannt, Sie inspiriert,Sie aufmuntert, einfach da,was Ihnen gut tut!

Denn dann besteht am ehesten die berechtigte Hoffnung, dass Alles auch wieder gut werden wird!

Noch Fragen an mich?

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ok, ich verstehe.
Kann ich denn davon ausgehen, dass ich unter meiner jetzigen Medikation nicht in eine derartige Depression verfallen werde, so wie es zum Zeitpunkt ohne Medikamente war und die Phase kürzer sein wird?
Im Moment, geht es mir seit gestern übrigens wieder besser.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
220;brigens hatte ich auch schon Bedenken evtl. eine Manie durch die hohe Dosis auszulösen. Ich finde die Behandlung durch meiner Psychiaterin wirklich äußerst "eigenartig", wenn nicht schon grob fahrlässig und bin am Überlegen, ob ich den Arzt wechseln sollte, zudem meine Ärztin häufig einfach gar nicht zu erreichen ist.
Eigentlich habe ich direkt das BKH Günzburg mit der Psychiatrischen Institutsambulanz vor der Haustür. Da müsste ich doch eigentlich gut aufgehoben sein. Was halten Sie davon?

Das können Sie hoffen und ich halte dies für realistisch!

Die Medikation - in einer sinnvollen Dosierung-wird Sie auf Ihrem Weg der Genesung unterstützen.

Die Institutsambalanz halte ich für eine gute Idee!

Machen Sie es Gut!

Über eine Belohnung mit ein paar "Sternchen" wuerde ich mich sehr freuen!

Ihr A. Stein

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich danke ***** ***** und wünschte meine Ärztin hätte sich mehr Zeit genommen, um mir alles so genau zu erklären wie Sie und nicht gleich einfach ein Rezept ausgestellt. Wenn ich nun weiß, dass solche Phasen "normal" sind und es wahrscheinlich nicht mehr so schlimm werden wird wie es einst war, denke ich, dass ich damit umgehen kann. Die Angst, dass alles von vorne losgeht, die war mein größtes Problem.
Viele Grüße Susanne
P. S. Ich hoffe ich finde jetzt auch gleich die Bewertung für Ihre Auskunft

Sehr gerne geschehen!

Die grünen Sternchen finden Sie -glaube ich - oben rechts zum Anklicken!

Alles Gute!

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Oh, eine Frage hätte ich noch. Ist mir grade noch eingefallen. Würde es denn Sinn machen das Lamotrigin zu erhöhen? Es dient ja als Phasenstabilisator.

Kein Problem! Hier sollten alle Ihre Fragen geklärt werden!

Ich empfehle Ihnen die jetzige Lamotrigin Dosis beizubehalten.

Eine " vernünftige " Dosis zur Stabilisierung.

Ein mehr würde Sie eher müde machen ohne einen zu erwartenden stärkeren stabilisierenden Effekt!

Konnten somit alle Klarheiten beseitigt werden? ;)

A Stein und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ja, definitiv!!!
Ich danke Ihnen.
Sie haben mir wirklich sehr weitet geholfen.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!

Den wünsche ich Ihnen auch!

Vielen lieben Dank für die freundliche Bewertung meiner Antwort!

Machen Sie es gut!

Ihr A.Stein