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A Stein
A Stein, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 490
Erfahrung:  Angestellter Arzt
102819083
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A Stein ist jetzt online.

vor 5 Jahren wurde bei mir phobischer Schwindel diagnostizie

Diese Antwort wurde bewertet:

vor 5 Jahren wurde bei mir phobischer Schwindel diagnostiziert. Die empfohlene Medikation was Cipralex 5mg. Dies hat in der Folgezeit auch sehr gut angeschlagen. Die Symptome verschwanden innerhalb kurzer Zeit.
In diesem Jahr habe ich dann einen Ansetzversuch unternommen. Offensichtlich auch ohne weitere Probleme. Ich habe innerhalb von 4 Wochen auf Null reduziert, es ging mir dabei sehr gut. Keine Absetzerscheinungen.
Leider hat sich nach 5 Monaten wieder das alte Krankheitsbild eingestellt. Die Symptome kehrten langsam zurück, ohne dass ich es zuerst bewusst wahrnahm. In einem Urlaub dieses Jahr, war aber dann von heute auf morgen alles wieder da. Den ganzen Tag Schwindel und daraus resultierend dann Angstattacken.
Ich habe dann wieder versucht, das Mittel Cipralex zu nehmen. Restbestände waren ja noch vorhanden. Leider hat es mich noch unruhiger und nervöser gemacht. In der dritten Woche musste ich absetzen.
Danach habe ich mich über ein paar Wochen Opipramol (Empfehlung Hausarzt) versucht. Das Mittel hat mich wieder „runtergebracht“ aber gegen den Schwindel war es wirkungslos. Es war eher noch eine Verstärkung der Beschwerden vorhanden.
Danach habe ich noch einmal einen Versuch mit 5 mg Escitalopram unternommen. Die Nebenwirkungen haben ab den dritten Tag eingesetzt, hielten aber nur jeweils ein bis zwei Tage an. (Übelkeit, starker Schwindel auch im Sitzen usw). Ab den achten Tag begann dann wieder die Unruhe und Nervosität und von da an verschlechterte sich mein Tinnitus extrem, was dann dazu führte, dass ich nach Tag 11 die Einnahme abgebrochen habe.
Mittlerweile (nach 5 Tagen) hat sich der Tinnitus wieder gebessert, ist aber immer noch nicht auf dem Niveau von vor der Einnahme. Ich muss zugeben, dass mich die Verstärkung des TT stark verunsichert. Ich habe diesen TT schon seit 17 Jahren und bin nach einer Eingewöhnung von ca. einem Jahr, sehr gut mit den TT klargekommen. Deshalb habe ich großen Respekt vor einer Verschlimmerung.
So, nach langer Vorrede nun meine Frage(n):
Kann die Verschlechterung des TT durch Escitalopram verursacht werden und falls ja, wäre die Verschlechterung reversibel?
Würden Sie ein langsames Einschleichen mit Tropen für sinnvoll halten oder könnte ein Wechsel auf einen anderes SSRI (Sertralin oder ähnliches) hier bessere Erfolge bringen?
Oder können Sie eine andere Empfehlung für ein AD geben?
Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Wäre es vielleicht sinnvoll, es einmal mit einer langsamen Dosiserhöhung mit Tropfen zu versuchen? Oder vielleicht der Wechsel auf ein anderes SSRI (Sertralin oder ähnliches)?
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen. Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung über:
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrter Kunde von Justanswer!

Ich freue mich Ihnen hier beratend zur Seite stehen zu dürfen!

Ich werde zunächst direkt auf Ihre Fragen eingehen und Ihnen dann alternative Empfehlungen geben :

  • Escitalopram verstärkt sogar realitiv regelmäßig einen Tinnitus! Konsequenz :Bitte Ausschleichen!
  • Sertralin ober ein weiteres anderes SSRI wird bei Ihrem Symptom Schwindel nicht hilfreich sein!
  • Mit Opipramol werden Sie vielleicht besser schlafen können, ansonsten wenig hilfreich!

Alternativen zu den bisherigen Behandlungsansaetzen:

Schwindel am besten mit Quetiapin, einschleichend und Haupttagesdosis am Abend (macht muede, aber am Abend als "Schlafanstossend" durchaus gewünscht)

Ängste lassen sich effektiver mit Pregabalin behandeln, welches chemisch völlig anders ist als Escitalopram und somit diese Nebenwirkungen jedenfalls nicht auftreten werden!

Daher mein dringender Rat an Sie :so früh wie möglich mit Ihrem Arzt die notwendige Umstellung Ihrer Medikamente vor Ort besprechen!

Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit Ihre Frage beantworten!

Falls Sie noch Rückfragen an mich haben so stehe ich Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung!

Wenn dem nicht so sein sollte so würde ich mich über eine positive Bewertung meiner Antwort sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Sehr geehrter Dr. Stein,
das mit der TN Verstärkung durch Escitalopram hatte ich mir schon fast gedacht. Für mich war nur nicht begreiflich, warum ich es bis vor 6 Monaten (vor dem Absetzen) 5 Jahre ohne Probleme vertragen habe und jetzt auf einmal diese Nebenwirkungen auftreten.
Sie schreiben, ein anderes SSRI würde mir bei meiner Art von Schwindel nicht helfen. Darf ich fragen warum? Ich dachte bei phobischen Schwindel (alle anderen Ursachen wurden durch umfangreiche Untersuchungen ausgeschlossen) wäre ein SSRI der Goldstandard? Oder meinen Sie das jedes SSRI den Tinnitus verstärken würde.
mfg

Ich weiss schon,dass SSRI bei phobischem Schwindel wirksam sein können.

Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht ,dass Pregabalin zum einen wirksamer ist und ich zum anderen aufgrund des ähnlichen Wirkmechanismuses aller SSRI Ihnen lieber kein weiteres SSRI mehr empfehlen würde.

Quetipin in niedriger Dosierung ist so gut wie bei allen Schwindelformen wirksam.

Ich halte Ihre Rückfrage für sehr berechtigt, bleibe aber wie oben beschrieben bei meinen Empfehlungen!

Haben Sie noch weitere Fragen?

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Eine letzte Frage,
beide Medikamente scheinen ja das Risiko erheblicher Nebenwirkungen zu haben. Zumindest liest man dies bei den einschlägigen Portalen. Deshalb würde mich eine kurze Einschätzung aus Ihrer Perspektive interessieren. Versuche ich damit nicht den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben? Ich bin ja nicht depressiv oder übertrieben ängstlich. Lediglich etwas nervös und eben schwindlig. Und, wie wäre Ihre Empfehlung für eine Dosierung.
mfg

Das sehe ich anders.

In normaler Dosierung sind sie in der Regel gut verträglich und nicht mit einem höheren Risiko von unerwünschten Arzneimittelwirkungen behaftet als es generell bei Medikamenten der Fall ist.

Über Verordnung und bei Ihnen geeignete Dosierung entscheidet Ihr vor Ort behandelnder Arzt.

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

A Stein, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 490
Erfahrung: Angestellter Arzt
A Stein und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Sehr geehrter Herr Stein,
vielen Dank für Ihre Antworten. Ich werde Ihre Empfehlungen mit meinen Hausarzt durchsprechen und dann dort wegen der Dosierung nachfragen.
Gruß

Sehr gerne geschehen!

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihr A.Stein