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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1927
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

seit mehreren Jahren, erhalte ich unter

Diese Antwort wurde bewertet:

seit mehreren Jahren, erhalte ich unter anderem Abilify, aufgrund einer Psychose im Jahr 2008. Das Medikament wurde schon mehrmals reduziert. Vor ca. einem Jahr auf 5mg. Als Erhaltungsdosis. Nun habe ich dasselbe erfahren , wie eine Patientin berichtete. Meine Gefühle kamen zurück, Freude, Lebendigkeit. Nun zu diesem Zeitpunkt, möchte mir ein Arzt ein Depot andrehen. Er redete wie ein Vertreter der Pharmaindustrie darüber. Ich fühlte mich wie zugeschnürt. Gut dass ich das jetzt noch beschreiben kann. Ist 2008 in der Psychiatrie auch passiert
, sie haben auf mich eingeredet. Danach war ich lange Zeit mundtot. Warum tut Ihr Psychiater nur so etwas? Ist anschließend meine Frage.

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Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Morgen,

Sie haben lange auf eine Antwort warten müssen, das tut mir leid.

Sie stellen eine Frage, die einen heiklen Punkt in der Behandlung von Psychosen betrifft.

Es gibt da immer eine schwierige Balance zwischen zu wenig - genau passend - zu viel Medikamente. Und es gibt manchmal die sehr schwierige Einschätzung, inwieweit der*die Patient*in Einsicht hat, was er* sie braucht.

Und dann gibt es auch noch Pharmaindustrie, die den Arzt heftig mit ihren Produkten bewirbt. Nicht selten kann der Arzt auch für sich Vorteile beziehen, wenn er bestimmte Medikamente verschreibt.

Es geht also einerseits um eine komplizierte fachliche Einschätzung und andererseits evtl. auch um einen Interessenskonflikt des Arztes zwischen Eigeninteresse und fachlicher Sorgfalt.

Sie haben offenbar gute Erfahrungen gemacht mit der schrittweisen Herabdosierung auf einen Erhaltungsdosis. Sie spüren jetzt selbst deutlich, dass Ihr psychisches "Leben" wieder erwacht ist und Gefühle wieder da sind. Sie sind jetzt in der Lage, besser als jeder andere Mensch und besser als die Ärzte selbst zu beurteilen, was für Sie gut oder schlecht ist. Sie müssen sich nicht bereden lassen bis Sie zugeschnürt sind. Sie sind jetzt wieder der*die beste Arzt*Ärztin für sich selbst.

Ich habe in der Therapie auch bei anderen Patienten die Erfahrung gemacht, die Sie berichten: Je weniger Medikamente sie nehmen, umso eher kommt das psychische "Leben" zurück. Manchmal reicht dann zur Erhaltung eine Minimaldosis, manchmal kann dann auf Medikamente dann auch ganz verzichtet werden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Johann Schweißgut, Diplom-Psychologe
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1927
Erfahrung: Psychotherapeut
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