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BJnD8
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Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1331
Erfahrung:  dasdasd
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Ich leide an einer PTBS mit Panik und Ängsten (mit

Kundenfrage

Ich leide an einer PTBS mit Panik und Ängsten (mit 1,5 Jahren 3 Monate Krankenhausaufenthalt wg. Verbrühung mit Fixierung);

Habe EMDR Therapie und Gesprächstherapien hinter mir. Ich nehme seit Jahren Medikamente. Zunächst Citalopram, jetzt Escitalopram 10 mg. Ich versuche immer wieder, die Medikamente auszuschleichen, dann kommt nach einiger Zeit wieder Panik und ich nehme sie doch wieder. Ich habe Angst vor Langzeitschäden. Was meinen Sie dazu?

Gepostet: vor 23 Tagen.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 23 Tagen.

Guten Tag,

Sie haben ja schon viel unternommen gegen Ihre PTBS. Die Angst- und Panikstörung ist wohl immer noch vorhanden, deshalb nehmen Sie täglich Escitalopram 10mg.

Sie haben Angst vor Langzeitschäden durch das Medikament. Ihre Angst ist berechtigt. Es gibt negative Nebenwirkungen, die auch das Herz betreffen, die Info dazu finden Sie sicher auf dem beigefügten Info-Blatt. Sie treten hauptsächlich bei höherer Dosierung auf.

Wenn es möglich ist, sollte daher der Versuch gemacht werden, auf das Medikament zu verzichten. Sie haben bereits versucht auszuschleichen, dann kam die Angst zurück. Diese kann allerdings auch zu der zu erwartenden Absetzsymptomatik gehören. In diesem Falle würde die Angst nach einigen Wochen sich wieder auflösen.

Wenn die Angst erst einigen Wochen nach dem Absetzen auf 0,0 mg gekommen ist, spricht das eher für die ursprüngliche Angst aus Ihrer PTBS. Auch diese Angst könnte nach weiteren einigen Wochen verschwinden, wenn Sie sie diese Zeit über aushalten können.

Es ist also von hier aus schwer zu beurteilen, wie die aufkommende oder wiederkehrende Angst einzuordnen ist. Aber eines ist leider mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten: Bei Absetzen des Medikaments kommt (vielleicht vorübergehend) wieder Angst auf.

Ein generelles Problem bei der Behandlung solcher Störungen liegt noch darin, dass Medikamente die Störung nicht "heilen". Sie sind auch keine Hilfe, über eine Stärkung der Psyche die Symptome besser steuern zu lernen. Medikamente bewirken durch Einflussnahme auf die Gehirnaktivität eine Blockade der Angst. Diese Blockade hält allerdings nur solange an, wie das Medikament genommen wird. Daher ist bei Absetzen immer auch damit zu rechnen, dass die ursprüngliche Symptomatik wieder hoch kommt.

Sie haben außer der medikamentösen Therapie auch EMDR und eine Gesprächstherapie gemacht. Bei Ängsten gilt neben EMDR (bei Traumata) vor allem die Kognitive Verhaltenstherapie als Methode der Wahl.

Meine Empfehlung ist:

Das Medikament absetzen, allerdings im Rahmen einer engen professionellen Begleitung durch einen Psychologen oder Psychiater.

Das Absetzen in kleinsten Schritten zu machen. Dafür könnten man vielleicht zu den entsprechenden Tropfen übergehen.

Wenn angenommen werden kann, dass die ursprünglichen Angstsymptome wiederkommen, eine Kognitive Verhaltenstherapie anschließen. Da Sie schon Erfahrung mit Psychotherapie haben, dürfte der Erfolg sich relativ schnell einstellen.

Rückfragen beantworte ich selbstverständlich und gern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Was denken Sie über welchen Zeitraum ein Absetzen anzusetzen wäre?
Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Vielen Dank für die ausführliche Information. Das Infoblatt finde ich leider nirgendwo.
Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 23 Tagen.

Sorry, ich kann weder die Dosierungsschritte noch den sinnvollen Zeitraum von hier aus einschätzen, weil ich Sie ja nicht persönlich untersuchen kann. Das sollten Sie mit Ihrem Psychiater vor Ort besprechen.