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A Stein
A Stein, Arzt
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 92
Erfahrung:  Angestellter Arzt
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A Stein ist jetzt online.

Ich wurde vor ca 5 Wochen auf Milnaneurax

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich wurde vor ca 5 Wochen auf Milnaneurax umgestellt;

(vorher Venlafaxin), nun hat sich dadurch die Herzfrequenz stark erhöht und meine Hausärztin möchte ein rasches absetzen.Wie soll ich mich verhalten. Dosis:75 mg MfG *****

Guten Tag der Herr,

Beim Lesen ihrer Frage wundere ich mich ein wenig.

Denn sie schreiben,dass sie von Venlafaxin, einem doch recht starken und auch Bewährtem Antidepressivum nun seit 5 Wochen auf Milnacipran ( Milnaneurax) , einem recht neuen Präparat, zu dem zumindest in Deutschland noch eher wenig Erfahrungen vorliegen.

Seien Sie doch so nett, mich ein wenig mit Hintergrundinformationen zu versorgen, damit ich mir ein klareres Bild machen kann!

Dann gehe ich auch gerne auf Ihre Kernfrage ein!

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

....vorliegen, umgestellt worden sind.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Hallo, Ich habe viele Jahr Cithalopram genommen und plötzlich war keine Wirkung mehr da.Urplötzlich waren Zwangsdedanken da und es erfolgte die Umstellung auf Venlafaxin 225 mg.Richtig stabil bin ich damit auch nicht geworden ,selbst der Gang in eine Klinik brachte keinen Erfolg.Mein Neurologe wollte nun auf Milnaneurax umstellen.Venlafaxin würde über gut 6 Monate ausgeschlichen und langsam Milnaneurax eindosiert.Die ersten Wochen waren echt schwierig, total weinerlich und aggressiv.Mit der Zieldosierung vor ca 4 Wochen ging der Puls stark in die Höhe .Selbst mit einem Betablocker fast nie unter 100,worauf meine Hausärztin mir das Absetzen nahelegte.Nun ist mein Neurologe im Urlaub und anderwärtige Termine nicht zu bekommen, wie ich weiter vorgehen soll.Eventuell auf 25 mg reduzieren? MfG ******

Guten Morgen,

Aufgrund der mir nun vorliegenden genaueren Informationen fällt es mir leider um so schwieriger, Ihnen den richtigen Ratschlag mit auf den Weg zu geben.

Selbst noch unter dem Schutz eines Betablockers noch einen so hohen Puls zu haben, macht die Substanz Milnacipran eigentlich indiskutabel .Das heisst, Sie müsste abgesetzt werden.

Dies aber schrittweise, so dass ich Ihren Vorschlag,erst einmal die Dosis zu reduzieren ,recht gut ist.

Verbunden ist bei mir jedoch damit die Sorge, dass dann Ihre Symptome dann natürlich wieder verstärkt durchbrechen könnten.

Auf Venlafaxin zurückzugreifen macht auch wenig Sinn, da die Tagesdodis mit 225mg schon sehr hoch gewesen ist und noch höher am ambulanten Bereich gar nicht gegangen werden sollte.

Dennoch sehe ich (mindestens) zwei Möglichkeiten:

Stärker wirksam als Citalopram ist das reine Escitalopram .

Dies (einschleichend) mit 10mg am Morgen beginnend nach einer Woche auf 20mg zu erhöhen und ggg. später noch höher, wird bestimmt eine positive Wirkung entfalten.

Ohne jedoch wie Milnacipran ( oder eben auch Venlafaxin) die Hochfrequenz zu erhöhen.

Ein weiterer Vorschlag waere, in der Gruppe der so genannten SSNRI zu bleiben ( Venlafaxin, Milnacipran etc.) aber auf ein anderes Unterpräparat zu wechseln.

Hier würde sich Duloxetin anbieten.

Einstiegsdosis 30mg am Morgen.

Nach einer Woche auf 60mg morgens erhöhen und bei Bedarf noch weiter....

Ich kann Ihnen nicht versprechen, unter Duloxetin nicht auch die Nebenwirkungen wie unter Milnacipran zu bekommen.

Pragmatisch gesehen ,wäre es jedoch einfach einen Versuch wert.

So, nun müssen sie nur noch mit diesen Infos bewaffnet Ihre Hausärztin mit ins Boot holen und sich ein Rezept ausstellen lassen...

Ich hoffe, Ich kann Ihnen mit diesen Informationen weiter helfen.

Falls Sie noch Rückfragen an mich haben, so teilen Sie mir diese gerne mit!

Über eine positive Bewertung meiner Antwort ihrerseits würde ich mich sehr freuen ! Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

A.Stein

A Stein und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Hallo Herr Stein, wie lange müste ich Milnaneurax ausschleichen? MfG *****

Hallo noch einmal,

ich würde aufgrund der erheblich Nebenwirkungen recht zügig ausschleichen.

Konkret: stufenweise jede Woche um 25 mg bis runter auf 0 mg reduzieren.

und dann ebenfalls zügig ein anderes Antidepressivum aufdosieren...

MfG

A.Stein

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Danke für die aussagekräftigen Antworten.Würde ich mir von meinem Neurologe/Psychiater auch wünschen. Grüsse *****

Sehr gerne! Und gerne wieder, wenn Sie es wünschen!

Bis dahin machen Sie es gut!

Grüsse

A.Stein