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BJnD8
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Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1442
Erfahrung:  dasdasd
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ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und habe drei

Kundenfrage

ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 9,7 und 4 Jahren;

Ich nehme seit Mai 2015 Escitalopram. Mir hat es eine Neurologin wegen einer leichten Depression verschrieben. Meine Angst vor Krankheiten hat mich in diese Depression gebracht. Ich nehme täglich 5mg Escitalopram als Tropfen. Das hat bei mir völlig ausgereicht um mein Leben wieder normal führen zu können. Ich vertrage es auch sehr gut und habe nur mit der Nebenwirkung Gewichtszunahme zu kämpfen. 20kg habe ich von 2015 bis 2017 zugenommen. Mittlerweile habe ich zum Glück 8kg davon schon wieder runter...... Mein eigentliches Problem ist das Absetzen. Ich habe es nun schon mindestens 5 mal versucht davon los zu kommen. Ein oder zweimal mit sofortigen Absetzen und die anderen Male mit langsamen runter dosieren. Es gibt in den ersten sechs Wochen überhaupt keine Probleme. Aber nach sechs bis acht Wochen nach dem absetzen werde ich zunehmend aggressiver, lustlos, müde, antriebslos. Die Angst vor Krankheiten kommt massiv zurück. Ich bin am ganzen Körper verspannt, was mir natürlich ganz viele zusätzliche Symptome einbringt. Und das ganze gipfelt dann irgendwann darin, dass ich nachts nicht mehr schlafen kann, weil mich eine totale Unruhe plagt. Ich bekomme Herzrasen, der Puls geht hoch, ich schwitze...... Und das alles, so bald ich ins Bett gehe. Mein ganzer Körper fühlt sich an, wie unter Hochspannung. Ich war schon einige Male kurz zuvor, den Notarzt zu rufen. Und das halte ich meist nur 2 oder drei Nächte durch, dann fange ich wieder mit Escitalopram an. Und erstaunlicherweise wirkt es jedesmal total schnell und mir geht es zürich bald besser......

Kann es, sein, dass das jedesmal Absetzsymptome sind??? Die auch nach sechs oder mehr Wochen noch auftreten??? Oder muss ich wohl mit der Angst bzw mit Escitalopram leben??? Kann man das Medikament dauerhaft in der niedrigen Dosierung von 5mg nehmen???

Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen..... Lieben Dank ******

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Psychiatrie
Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 4 Monaten.

Guten Abend,

nach Ihrer Schilderung war der Ursprung Ihrer psychischen Problematik Ihre Angst von Krankheiten. Wie Sie sagen, ergab sich daraus eine leichte Depression. Wegen dieser Gesamtproblematik hat man Ihnen Escitalopram verordnet, das Sie nun sein mehr als 3 Jahren regelmäßig nehmen. Mit dem Medikament geht es Ihnen gut, ohne das Medikament verschlechtert sich Ihr psychischer Zustand zunehmend. Deshalb sind bisher Ihre Absetzversuche gescheitert.

Escitalopram kann nach längerer Einnahme zu einer Absetz-Symptomatik führen. Die ersten Beschwerden, die Sie beschreiben, können Folge des Absetzens sein: Aggresivität, Lustlosigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit. Diese würden wahrscheinlich bei Ausschleichen nach einiger Zeit auch wieder verschwinden.

Das größere Problem ist die Angst vor Krankheiten, die dann wieder aufblüht. Sie beschreiben massive Beschwerden, die alle mit der wiederkehrenden Angst zusammenhängen.

Ich habe es so verstanden, dass Sie Ihre Angst und Depression ausschließlich mit diesem Medikament behandelt haben. Eine ausschließliche Medikamentöse Behandlung von langjährig bestehender Angst führt häufig nicht zur Heilung der Angst. Mit Escitalopram werden in Ihrem Gehirn bestimmte blockiert, die eine Angst oder Depression auslösen können. Aber die Angst schlummert unter der Medikamentenwirkung weiter und kommt häufig in verstärkter Form wieder, wenn abgesetzt wird.

Sie haben zwei Möglichkeiten. Die eine haben Sie erwähnt: Mit Escitalopram leben. Es ging Ihnen damit wohl ganz gut.

Eine andere Möglich besteht darin, die Angst selbst abzubauen. Dazu gibt es die Psychotherapie. Speziell die Kognitive Verhaltenstherapie gilt als die erfolgreichste Methode zur Behandlung von Angst. Das würde Sie unabhängig machen von solchen Medikamenten und es könnte Ihnen auch damit gut gehen, vielleicht sogar besser als mit Medikamenten.

Freundliche Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Stimmt, sie haben Recht. Bisher habe ich die Angst nur mit Escitalopram behandelt. Wahrscheinlich ist es sinnvoll, doch in eine kognitive Verhaltenstherapie zu gehen.
Es macht mich nur eben sehr nachdenklich, dass Absetzsymptome von Escitalopram erst so spät, also nach 6 Wochen oder später einsetzen. Und das es vor allem abends beim einschlafen zu so massiver Unruhe kommt. Mein ganzer Körper fühlt sich irgendwie komisch an. Ich kann es ganz schwer beschreiben. Es ist so eine Art Kribbeln........... Vor allem in den Oberschenkeln und im Kopf, dass mich nicht schlafen lässt. Natürlich vermute ich dahinter immer eine ernsthafte Krankheit. Ich glaube, dass dieses Kribbeln auch tagsüber da ist. Allerdings viel weniger stark, zudem nehme ich es nicht so wahr, weil ich ja durchaus immer beschäftigt bin mit Haushalt und Kindern usw.
Allerdings habe ich keine Ausfallerscheinungen, kein Schwindel, keine Atemnot oder dergleichen. Es bleibt einfach dieses seltsame kribbelähnliche Gefühl. Mitte August habe ich wieder einen Termin bei meiner Neurologin. Denken Sie, dass es ausreichend ist, wenn ich sie dann darauf anspreche??? Ausserdem werde ich bei der Gelegenheit um eine Überweisung für eine Verhaltenstherapie bitten.
Evtl. macht es Sinn, wenn ich mich aber schon vorher um einen Termin bei einem Psychologen mache?? So schnell sind da ja meist keine Termine verfügbar........
Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 4 Monaten.

Guten Morgen,

in den Wochen nach dem Absetzen gibt es einen Übergang von Absetz-Symptomen zum Angst-Rückfall. Die massive abendliche Unruhe und das Kribbeln sind eher Anzeichen der wiederkehrenden Angst.

Ihre Angst ist eine ernsthafte Erkrankung. Sie sollten dringend eine Psychotherapie dagegen machen.

Sie brauchen keine Überweisung zum Psychotherapeuten. Aber Sie sollten sich bald anmelden, weil es meistens lange Wartezeiten gibt.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Ich werde gleich am Montag morgen mit der Suche nach einem Therapeuten und einem Termin für die kognitive Verhaltenstgerapie beginnen.
Bis dahin werde ich mit Meditation und autogenem Training weitermachen. Ebenso werde ich wie auch schon in den letzten zwei Wochen täglich 30 Minuten auf unserem Crosstrainer trainieren. Damit kann ich vielleicht die Wartezeit bis zu einem Termin überbrücken.....
Ich bedanke ***** ***** Ihnen für Ihre Antworten, die mir sehr weitergeholfen haben.
Viele Grüße
Alexandra
Experte:  BJnD8 hat geantwortet vor 4 Monaten.

Das ist ein guter Plan. Viel Erfolg und alles Gute für Sie.