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BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1369
Erfahrung:  dasdasd
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Kognition Ich habe eine Frage, die mir sehr am Herzen liegt.

Diese Antwort wurde bewertet:

Kognition
Ich habe eine Frage, die mir sehr am Herzen liegt. Mein Mann und ich sind getrennt. Ich habe zwei Kinder. Mein Junge wird in 2 Monaten sech sund kommt bald in die Schule. Mein Ex-Mann war nun mit ihm bei der Schuleingangsuntersuchung. Anscheinend hat unser Junge 100 Prozent erreicht und sich außerdem äufällig gut verhalten. Nun behauotet mein Mann, die Ärztin hätte gesagt, so eine erstaunlich gute Leistung habe sie noch niemals zuvor gesehen. Der strukturale Aufbau des Testes sei normalerweise auf Leistungen ausgelegt, die erst in einem höheren Entwicklungsalter stattfinden. Am Ende hat sie meinem Mann dann empfohlen einen Intelligenztest zu absolvieren. Merkwürdigerweise hat sie uns aber auch empfohlen einen Logopäden zu kontaktieren, da mein Sohn auffälligkeiten in der Phoneti und Aussprache zeigt. Ich bin nun etwas verunsichert und habe das Gefühl mein Mann flunkert. Meine konkreten Fragen:
1. stimmt es, dass die Tests bei der Einschulung eigentlich für ein fortgeschrittenes Alter konzipiert werden?
2. Kann es überhaupt möglich sein, den Test mit einer vollen Punktzahl zu bestehen und dennoch Aufälligkeiten in der sprachlichen Entwicklung zu zeigen?
2. Ist es nicht unseriös, wenn der Schularzt behauotet so etwas noch niemals vorher gesehen zu haben?
3. Sollte das alles zutreffen, muss ich dann nicht dafür sorgen, dass mein Kind eine entsprechende Förderung bekommt? (Genau hier liegt meine Unsicherheit)
Ich bin dankbar für einen kurzen Rat.

Guten Tag,

ich gehe mal bei der Beantwortung der Reihe nach vor:

1. Das kann so nicht stimmen. Die Spannbreite der Tests, die man zur Schulreifeuntersuchung einsetzt, ist so aufgebaut, dass sie - auf das Alter bezogen - sowohl unterdurchschnittliche Leistungen (von leistungsschwachen Kindern) wie auch durchschnittliche und überdurchschnittliche Leistungen erfasst. Vielleicht gibt es einfach ein Missverständnis (kommt bei Laien häufig vor): Ihr Junge hat vermutlich überdurchschnittliche Leistungen gebracht, vielleicht sogar alle Aurgaben gelöst. Der Test würde aber auch die individuelle Leistung eines Kindes messen, das noch nicht schulreif ist. Ohne diese Spannbreite wäre ein solcher Test nutzlos.

2. Es kommt immer darauf an, was genau ein Test misst. Wenn in diesem Fall die intellektuelle Leistungsfähigkeit gemessen wurde, dann wird damit die Phonetik und Aussprache beim Sprechen nicht erfasst. Diese kann auch unabhängig von der Intelligenz auffällig sein.

3(2) Ja, das ist unseriös - es sei denn, es war ein sehr unerfahrener Schularzt. Aber auch dann wäre es unseriös gegenüber Eltern.

4. Ich kann hier nicht beurteilen, wie ausgeprägt die phonetische Störung ist. Aber auch bei bei geringer Ausprägung kann es ein Hinweis auf eine Schwäche bei der Auditiven Wahrnehmung sein. Damit werden Töne und Laute und akustische Muster identifiziert, eingeordnet und genutzt. Oder es kann einfach eine motorische Schwäche beim Sprachorgan sein. Eine Wahrnehmungsstörung könnte sich als problematisch erweisen beim erlernen des Lesens und dann auch des Schreibens (Lese-Rechtschreibschwäche). Das alles muss nicht sein, ich möchte Ihnen aber vorsichtshalber die Vorstellung bei einem Logopäden empfehlen. Das sind die Fachleute dafür. Da alles hat aber nichts mit der Intelligenz Ihres Jungen zu tun.

Freundliche Grüße

BJnD8 und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo und vieln Dank für die informative und gut geglieerte Antwort.
Ich hätte noch eine Frage zu Punkt 2. Ist es nicht unwahrscheinlich, dass, selbst wenn es zum bewerten verschiedenener Subkategorien käme, die intellektuelle Leistung eines Kindes dann unabhängig von sprachlichen Auffälligkeiten erfasst wird? Also, um die Objektivität des Testergebnisses nicht zu verzerren, im zuge der gesamten Schuleingangsuntersuchung prinzipiell nicht die volle Punktzahl möglich ist, wenn diese Aufalligket beim Sprechen sich zeigt?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Entschuldigen Sie bitte die unangenhmen Rechtschreibfehler.

Nein, das ist nicht unwahrscheinlich, vielmehr bei reinen Intelligenztests Standard. Im Bereich Intelligenz ware dann die volle Punktzahl möglich.

Wie gesagt, es kommt darauf an, was der Test misst. Wenn ein Schulreifetest angewendet wurde, dann treffen Ihre Bedenken zu. Damit wird nämlich nicht nur die Intelligenz gemessen, sondern der gesamt Entwicklungsstand des Kindes, also Denken, Wahrnehmung, Motorik und Sozialverhalten. Aber auch hier misst der Test die Spannbreite aller dieser Faktoren. Hier wäre für Ihren Jungen nicht die volle Punktzahl zu vergeben.

Auf Nachfrage bei der Schule oder beim Schulamt (Schulärztliche Abteilung) kann man Ihnen sicher sagen, welche Art von Test angewendet wurde.