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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 27507
Erfahrung:  20 Jahre psychiatrische Grundversorgung in Landpraxis, Psychosomatik,Paartherapie , Sexualmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Meine Tochter ist seit ca. 10 Jahren psychiatrisch erkrankt

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Tochter ist seit ca. 10 Jahren psychiatrisch erkrankt (Biploar, posttraumatisch, Zwang, Angststörung) dazu auch noch herzoperiert und Schrittmacherträgerin. Seit 2013 bekommt sie Lithium und das hat sie eindeutig aus ihrem manischen Chaos gerettet, nur leider nimmt sie seit dieser Zeit kontinuierlich zu. Ganz massiv in den letzten 2 Jahren (rund 25 Kilo)sie sieht einen Zusammenhang mit dem Truxal, das sie inzwischen auch regelmäßig braucht. Inzwischen wiegt sie 177 Kilo bei einer Größe von 157 cm. Ihre Füße sind so angeschwollen, dass sie kaum noch laufen kann. Schlafen geht nur mehr in angelehnter Position. Die Psychiaterin, der wir eigentlich seit 5 Jahren vertrauen, meint, dass ein bisschen was von den Medikamenten kommen könnte, aber dass es eher ein Essproblem ist. Natürlich ist auch ihr Essverhalten gestört, aber ich sehe trotzdem nicht, dass sie innerhalb von 5 Jahren rund 70 Kilo zunimmt durch das Essen. Ich/wir sind inzwischen ratlos. Die massiven Ödeme an den Füßen machen mir echte Sorgen. Ich weiß nicht, welcher Arzt jetzt für was zuständig ist. Wo kann man den Hebel ansetzen, damit man ihr helfen kann? Früher als Kleinkind hat sie noch Lasix nehmen müssen, jetzt sagte man uns aber, dass sich das Lasix nicht mir dem Lithium verträgt. Wir sind für jeden Ansatz dankbar, weil ihr Gesundheitszustand kurz vor 12 ist. Auf die Psychiatrie möchte sie derzeit absolut nicht, weil sie Horrorerinnerungen an den letzten Aufenthalt von 2013 hat.

Guten Abend

Lithium ist wahrscheinlich unschuldig, aber Truxal kann am der Gewichtszunahme mit Schuld sein. Da Trial auch Sucht erzeugend ist, sollte mit der Psychiaterin versucht werden, das auszuschleichen. Ihre Tochter braucht aber auch ihren Hausarzt als Unterstützung, Der kann mit Ihrer Tochter einen Diätplan ausarbeiten und duen Verlauf kontrollieren. Er muss auch die Werte für Schilddrüse und Leber testen. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen!

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für diese erste Information. Schilddrüsentechnisch ist sie auch in Behandlung (Hashimoto), aber unter Euthyrox Gabe sind die Werte laut Arzt ok. Bezüglich Ernährung ist sie auch in Begleitung, aber ihre massiven depressiven Schübe und ihr Hang zur Zwanghaftigkeit machen eine kontrollierte Diät nicht sehr einfach. Ich habe jetzt nachgesehen, die aktuelle Medikation ist:
Abilify 15mg (2-0-0-0)
Abilify 10 mg (0-1-0-0)
Zeldox 80mg (1-0-0-1)
Quilonorm ret. 450mg (1-0-0-2)
Pregabalin 150mg (1-1-0-2)
Pantoloc 40mg (1-0-0-0)
Euythyrox 112mikrog (1-0-0-0)
Zoldem 10mg (0-0-0-2)
Trittico 150mg.ret (1/3-0-0-2 1/3)
Truxal 15mg (0-1-0-1 (plus 1-2 Tabletten bei großer Angst)Vielleicht können Sie uns zu dieser Kombination noch etwas sagen. Welche Medikamente beschleunigen die Gewichtszunahme und durch welche könnte man sie evtl. ersetzen? Vor allen Dingen auch, wie könnte man das Truxal ersetzen? Keine Angst, es ist nicht der Plan eigenmächtig eine Medikation zu ändern, die seit Jahren mehr oder weniger gut funktioniert. Wir wollen einfach nur eine weitere Meinung hören, was evtl. möglich wäre zu verbessern. Ein Arzt hatte auch eine Adipositaschirurgie vorgeschlagen, die Hausärztin meinte, dass dieses bei der psychischen Konstitution der Tochter nichts bringen würde. Aufgrund der derzeitig anhaltenden Hitze ist es vorrangig, einen Teil des Wassers wieder aus den Beinen zu bringen. Laut Apothekerin interagiert aber das Lasix mit dem Lithium. Haben Sie hier eine Idee?
Liebe Grüße aus Wien

Ich hatte auch an Adipositaschirurgie gedacht, aber das ist tatsächlich nur eine Option für psychisch stabile Leute.

Dieses Unmaß an Medikamenten erschlägt mich. Kein Arzt kann Wechsel- und Nebenwirkungen all dieser Substanzen kennen und nicht überschauen. Es ist nicht erlaubt, aus der Ferne Therapievorschläge zu machen. Es ist aber klar, dass diese Menge und Kombination nicht sinnvoll ist. Ich würde eine Neueinstellung in einer Klinik anstreben.

HCT könnte man zum Ausschwemmen nehmen.

Ich wünsche ihr das Allerbeste!

Dr. Gehring und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Das kann auf jeden Fall zur Neuorientierung dienen. Ich glaube in ihrem Innersten weiß auch meine Tochter, dass eine Neueinstellung notwendig ist, aber ich kann verstehen, dass sie davor Angst hat, weil die Erstellung dieses "Cocktails an Medikamenten" Jahre gedauert hat und es ist vorher besonders was die Manie anging extrem schlecht ging. Schöne Grüße

Ich verstehe auch diese Angst, aber es ist wirklich unumgänglich. Viele Grüße zurück!