So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an BJnD8.
BJnD8
BJnD8,
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1367
Erfahrung:  dasdasd
75300426
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychiatrie hier ein
BJnD8 ist jetzt online.

mein Partner hat vor 10 Jahren die Diagnose Schizoaffektive

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Partner hat vor 10 Jahren die Diagnose Schizoaffektive Störung bekommen;

Er war über mehrere Jahre immer wieder in der Klinik bis er schließlich eingewilligt hat Medikamente zu nehmen. Zuletzt Valproat, Abilify und Risperdal. Diese hat er vor 2 Jahren abgesetzt ohne es jemandem zu sagen. Als ich es herausgefunden habe hat er mir versichert dass es ihm gut gehe, er nur ab und zu Dinge höre die andere so nicht gesagt hätten oder er Sachen die gesagt wurden falsch und übertrieben interpretiere. Besonders wenn er schlecht schläft und Stress hat. Seit einigen Monaten wird sein Verhalten mir und den Kindern gegenüber aber immer unvorhersehbarer und teilweise aggressiv. Er trinkt auch jeden Tag, teilweise zwei Flaschen Wein etc. Im Job läuft es bei ihm aber super, bis auf Stress. Wäre das bei einer wieder akuten Erkrankung nicht anders?

Was raten sie mir und ihm? Vielen Dank!

Guten Tag,

Die Schizoaffektive Störung verläuft häufig in Phasen. Sie haben offenbar die Sorge, dass bei Ihrem Mann eine solche akute Phase eingetreten sein könnte.

Bei ihm scheinen Symptome aufzutreten, die er teilweise wohl unter Kontrolle hat (Gesagtes falsch verstehen). Besorgniserregend ist die scheinbar nachlassende Affektkontrolle (aggressiv) und sein unvorhersehbares Verhalten im Familienkontexft. Besonders beunruhigend ist sein anhaltend hoher Alkoholkonsum.

Positiv überraschend ist dabei seine erfolgreiche Arbeit im Job. Das wäre in einer akuten Phase nicht möglich.

Möglicherweise wirkt sich der Stress im Job sehr stark auf seine Psyche aus. Das könnte das "Symptomverhalten" weitgehend erklären. Auch der Alkoholkonsum kann ein Hinweis auf sehr starken und anhaltenden Stress sein, den er nicht hinreichend abbauen kann.

Es sieht von hier aus daher weniger nach einer neuen akuten Phase der Schizoaffektiven Störung aus als nach zu viel andauerndem Stress. Allerdings kann bei weiter anhaltendem Stress eine akute Phase der Störung ausgelöst werden. Dabei spielt der Alkohol als zusätzlicher Risikofaktur eine wichtige Rolle.

Die erste Frage wäre daher, ob und wie er im Job den Stresslevel senken und die Stressphasen verkürzen könnte. Die zweite Frage ist die nach der Reduktion des Alkoholkonsums.

Sie sollten über diese Themen mit ihm reden. Das fällt im vielleicht leichter als wenn es um eine akute Phase seiner Störung ginge. Vielleicht können Sie ihn dazu bewegen, wegen dieser Themen zu Arzt zu gehen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Hallo,vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Also bedeutet das Vorkommen von Symptomen nicht automatisch dass sich eine neue akute Phase ankündigt? Über seinen Alkoholkonsum kann man leider auch nicht mit ihm reden. Die Affektkontrolle macht mir vor allem wegen der Kinder Sorgen. Wenn ich Sie richtig verstanden habe denken Sie das liegt am Alkohol oder?Viele Grüße

Seine mangelnde Affektkontrolle ist Teil der Schizoaffektiven Störung ebenso wie das Gedanken-falsch-verstehen. Aber der Alkohol verstärkt diese Symptome zusätzlich. Sie sind dadurch stärker ausgeprägt, als wenn sie nur durch die Schizoaffektive Störung verursacht würden.

Ich habe nicht den Eindruck, dass er sich in einer akuten Phase seiner Störung befindet, weil er das Gedanken-falsch-verstehen offenbar gut unter Kontrolle hat und im Beruf nicht beeinträchtigt ist. In einer akuten Phase wäre beides nicht möglich.

BJnD8 und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo,Ich wollte noch kurz eine Rückmeldung geben. Mein Mann ist seit Anfang der Woche in der Psychiatrie. Von einem auf den anderen Tag kamen auch die Probleme bei der Arbeit dazu. Eskaliert ist es letztlich dann auch dort.Viele Grüße

Guten Tag,

vielen Dank für die Rückmeldung.

Nun ist wohl doch in eine akute Phase seiner Krankheit gerutscht.

Vielleicht hilft ihm das, in Zukunft mehr Augenmerk auf die Risikofaktoren (Medikamenteneinnahme, Alkohol, Stress) zu legen. Aber leider ist es kaum möglich, den phasenhaften Verlauf der Krankheit ganz zu verhindern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Freundliche Grüße