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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, approbierter Arzt, Facharzt für Innere Medizin
Kategorie: Psychiatrie
Zufriedene Kunden: 1742
Erfahrung:  22 Jahre Erfahrung in eigener allgemedizinisch/internistischer Praxis mit entsprechendem Schwerpunkt
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

mein Vater in Behandlung mit einer schweren Depression

Diese Antwort wurde bewertet:

seit ca. 3 Jahren ist mein Vater in Behandlung mit einer schweren Depression;

Mein Vater hat eine bipolare Störung und es ist uns deshalb nicht unbekannt, dass er depressive Phasen hat. Nun bekam er aber das erste Mal eine medikamentöse Einstellung in einer Klinik ( in die er sich das erste Mal freiwillig einweisen lies) Nach dem er wieder zu Hause war setze er die Medikamente ,ohne jemanden davon zu informieren ab und wurde daraufhin psychotisch. Wir mussten ihn erneut in eine Klinik einweisen und er wurde mit Medikamenten eingestellt, die ihn total wesensveränderten. Zudem kam er traumatisiert aus der Klinik , auf Grund der dortigen Art und Weise des Patientenumganges bzw.der ungewohnten Lebensweise. Dies ist nun 3 Jahre her. Seitdem bemerken wir, als Familie dass mein Vater weiterhin sehr antriebsarm , wesensverändert und teilweise aggressiv ist. Eine Alterdemenz wurde übrigens ausgeschlossen. Ich bin Krankenschwester und die Erfahrung mit Patienten , sowie das lebenslange Begleiten meines Vaters zeigen mir , dass mein Vater nicht mehr optimal medikamentös eingestellt ist. Ein Gespräch mit dem Neurologen brachte keine Veränderung. Mein Vater ist sehr autoritätsgläubig und stellt die Medikamentengabe des Arztes nicht in Frage. Der Neurologe verweigert ein Gespräch mit mir als Angehöriger , nimmt sich jedoch auch keine Zeit für meinen Vater und bemerkt deshalb nicht , dass es ihm schlechter geht . Was kann ich als Angehörige tun? . Einen Arztwechsel lehnte mein Vater ab , genauso , eine erneute Einweisung in die Klinik, was wir auch nicht möchten .Danke für die Zeit, die Sie sich nehmen und Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen ******

Guten Abend,

Ich habe jetzt nicht herauslesen können , ob Ihr Vater derzeit unter medikamentöser Therapie steht und wenn ja, welche.

Er stellt die Medikamentengabe nicht in Frage hatte aber die Medikamente früher eigenmächtig abgesetzt. Hat sich sein Einstellung zum Thema inzwischen geändert? Wie alt ist Ihr Vater? Hat er noch andere Erkrankungen ?

Vielen Dank für Ihre weiteren Informationen. Ich melde mich dann wieder.

Ihr Dr.Schürmann

Warte auf Ihre Rückmeldung. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Guten Abend , danke für Ihre schnelle Reaktion. Nach dem 2. Klinikaufenthalt meines Vaters haben wir einen Pflegedienst beauftragt, der die Medikamente stellt und einmal täglich schaut, ob diese auch genommen worden sind. Wir wollten sicherstellen, dass mein Vater diesmal dabei bleibt. Leider habe ich momentan keinen Zugriff auf die Akte und kann Ihnen nur weitergeben, was meine Mutter gelesen hat, die jedoch nicht mehr so involviert ist bzw. keine Übersicht mehr hat.
Jatrosom 20 mg 2x 1/2
Quetiapin 500mg retard abends 1
Mirtazapin 45 mg abends 1Meine letzte Information sah etwas anders aus :
Jatrosom 20 mg 1x 1/2 und abends 1
Quetiapin 100 1x1
Quetiapin 500mg retard abends 1
Mirrazapin 45 mg 1x1 abendsIch hoffe , diese Antwort hilft Ihnen etwas weiter. Mein Vater ist ein sehr extrovertierter , unternehmungslustiger ,penibel gepflegter, immer an Bildung interessierter , unterhaltsamer Mensch gewesen , sehr spontan , oft ungeduldig ständig bestrebt draussen unterwegs zu sein , vertrauensselig.
Übrig geblieben , ist absolutes Unverständnis für Spontanität,auf Zeit fixiertes Essverhalten , introvertierte Art , völlige Isolation von Menschen , außer meiner Mutter , Misstrauen und kaum Beweglichkeitund Desinteresse an eigener Pflege bzw. gepflegtem Äusseren.
Deshalb machen wir uns Gedanken über weitere Vorgehensweisen.
Mit freundlichen Grüßen
B.Bock

Danke für Ihre Rückmeldung

Ihr eigentlich lebenslustiger Vater ist leider in der problematischen Situation , dass die vorliegende bipolare Störung neben Antidepressiva (Mirtazapin,Jatrosom) auch Antipsychotika (Quetiapin) erfordert. Letztere verhindern, dass neue Psychoseschübe auftreten um den Preis, dass die ursprüngliche Vitalität einer oft trostlosen Initiativlosikeit weicht.

Die einzige Möglichkeit ist das Antipsychotikum auf die gerade noch ausreichende antipsychotische Wirkung herunterzufahren in der Hoffnung , das dann sich der Antrieb wieder im gesunden Mass verbessert. Das ist eine Gratwanderung. Manchmal ist es auch nötig das Präparat zu wechseln. Z.B. statt Quetiapin Olanzapin oder Clozapin. Die Grundproblematik bleibt jedoch leider immer die gleiche. Auch Lithium sollte, soweit noch nicht geschehen, eingesetzt werden. Hier ist die Wirkung/Nebenwirkungsrelation relativ gut.

Wenn der behandelnde Neurologe kein rechtes Interesse an einer Optimierung der derzeitigen Therapie haben sollte, müssten Sie darüber nachdenken einen anderen(engagierteren) Neurologen hinzuzuziehen.

Wenn Sie weitere Zusatzinformationen benötigen, stehe ich Ihnen jederzeit ohne Zusatzkosten zur Verfügung. Ich möchte Sie bitten eine positive Bewertung mit BEWERTUNGSSTERNEN ( 3-5 Sterne) abzugeben, damit meine Bemühungen entlohnt werden. Vielen Dank ***** ***** Gute! Ihr Dr.Schürmann

Dr.Schürmann und weitere Experten für Psychiatrie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schürmann , Sie sind der erste Arzt , der mir offen antwortet und die Problematik sachlich darstellt. Genau das fehlt mir bei dem behandelnden Neurologen.Ich hatte bereits einen Termin bei einem anderen , mir sehr engagiert erscheinenden Psychiater ausgemacht , mit Einverständnis meines Vaters, den er jedoch kurz vorher einfach absagte.Darf ich noch kurz etwas anmerken und eine Frage stellen? Ich tue es einfach :
Solange ich meinen Vater kenne und begleite ( mittlerweile seit ca. 25 Jahren auch aus fachlicher Sicht ) hat er seine bipolare Störung ( ich persönlich finde manisch- depressiv passender ) recht gut im Griff , dank seiner überwiegend eher positiven Grundhaltung , einer starken langen Ehebeziehung ,einem festen Glauben und familiärer Begleitung.Trotz einiger mittelschweren und schweren depressiven Episoden hat er nie psychotische Züge dabei gehabt und tatsächlich in diesen Phasen ( bis zu einem Jahr andauernd ) noch nie Medikamente ( Psychopharmaka) bekommen . Meine Frage ist deshalb , ob die Psychose nur durch das plötzliche Absetzen des Quetiapins ( nach dem 1. Klinikaufenthalt waren das 300 mg ) ausgelöst wurde und es nicht möglich wäre , die Dosis wieder möglichst weit herunterzusetzen .Mein Vater war nie ein Freund von Medikamenten. Auch weiß ich aus Erfahrungsberichten anderer Patienten , das das Jatrosom oft als Nebenwirkung diese Aggressionsschübe auslöst , die die Betroffenen selbst oft nicht bemerken . Ich hoffe nun, mit Ihren Vorschlägen und empfohlenen Medikamenten , den Neurologen nochmals sprechen und vielleicht zu einer Therrapieänderung bewegen zu können.
Guten Abend, wünscht Ihnen B.Bock
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Bitte wo gebe ich die Sterne ein ?